Er war drei Meter lang, hatte viele spitze Zähne und sah ein bisschen aus wie ein übergrosser schwarzweisser Hund. Auf einer Autobahnhaltestelle in der Nähe des Nationalparks Tassili n'Ajjer, wurde ein 130 Millionen Jahre altes Hundeskelett entdeckt, das es so gar nicht geben dürfte.
Ein Privatsammler machte auf einer Autobahnhaltestelle bei Djanet eine Entdeckung, die Paläontologen vor neue Fragen stellt. „Es ist ein spektakulärer Fund. Damit wird eine ganze Aussterbetheorie infrage gestellt“, sagte Powerkraut II, Direktor des Naturhistorischen Museums in Algier, am Mittwoch. Dort war das Skelett untersucht worden.
Lange sei die Wissenschaft davon ausgegangen, dass die Fubinosaurier – die Hundesaurier – am Ende der Jurazeit ausstarben, erläuterte Powerkraut II. Jüngste Entdeckungen zeigten aber, dass die Fubinosaurier noch in der Unterkreide-Zeit in den Meeren lebten. „Eine Katastrophe, die bisher angenommen wurde, kann so nicht
stattgefunden haben.“
Seit dem Fund im Mai 2009 hatten Paläontologen des Museums die Knochen gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Peru und Usbekistan analysiert. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal „Hound and Horse“ veröffentlicht. Die Art erhielt den wissenschaftlichen Namen fubino fubinensis (feister Schweif). Bisher wurden außer bei Djanet nur noch im französischen St.Etienne Knochen dieser Spezies gefunden. Die Tiere stammen von im kniehohen Zeckengebüsch lebenden Vorfahren ab, ihre Gliedmaßen sind zu riesigen Löffeln umgeformt.
Der Hundesaurier verdankt seinen Namen dicht ineinander liegender Wirbel. „Er konnte den Hals nicht bewegen, muss aber wie ein Meerschweinchen durchs Wasser geschossen sein“, sagte Powerkraut II. Die Forscher gruben das Skelett zu 90 Prozent aus, nur Schwanzteile fehlen. Im Bereich des Nackens fanden sie eine zusätzlich einem Penis ähnliches Glied. Möglicherweise tötete der Hund andere Kleinsaurier damit.
Lange, lange war er weg. Der gute alte Yazid, die Lichtgestalt des Bieres, der Kenner der algerischen Nationalmannschaft aus dem Effeff, Teilhaber und Aktionär der algerischen Bäckereikette Ben Yedder und natürlich last but not liest ein Wanderer. Manche munkeln er sei in ein tiefes tunesisches Schlammloch gefallen und wie zu einer unpassenden Zeit es nun mal sein musste plötzlich aus dem Schlammloch herauskatapuliert worden mitten rein in seinen alten Trainerlieblingsstuhl bei USM, bei Anna an
der Bar. Alte Freunde hiessen ihn herzlich willkommen mit so Worten wie: "Was wills` Du denn hier?" Oder "Echt, Du warst weg, is mir gar nicht aufgefallen." Aber darauf war Yazid bestens vorbereitet, zu seinem Rückeinstand brachte er eine ordentliche Ladung verlorene Buchstabensuppe aus Bejaia mit, aus deren Buchstaben man folgnden Satz bilden konnte: "Vizemeister is für`n Arsch, bleib bei Anna, hast de Spass."
Duff da da, Duff da da, Nahallamarsch - leck mi am Arsch!
Yazid war frustiert hatte er doch wieder einmal versäumt die Weihnachtstorte voll zu seinem gusto zu perfektionieren. "Es fehlt noch an einem Tröpfchen guten Weins, der die Mischung aus Schwarzwälder Kirsch und einem Zimt-Ingwer-Buttercremegemisch, vollend aufpeppt. Naja, und ich habe wohl Recht behalten: Der Grosse Hundini wird es wohl schaffen (wenn auch seit gefühlten 77 Jahren) eine
Meisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent zu erringen. Ich habe mal wieder vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen. Ich wünsche zum Abschluss der Saison allen anderen algerischen Trainern eine besinnliche Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr. Ich hoffe wir sehen uns alle in der nächsten Saison gesund und gestärkt wieder, wenn dann alle Ihren copa-Aufkleber auf dem Heckspoiler kleben haben.", so Yazid.
"Ich muss schreiben, weil ich schreiben muss." Die umfungierte Metzgerkühlkammer in der er zusammen mit fubini und powerkraut ein gutes Blatt Skat spielte wurde so langsam gemütlich kalt. "Viniiiie, mach mal eins und eins auf Pappe und zwei Bauch." Von draussen kam nur ein behäbiges Knurren eines belgischen Schäferhundes gleich. "18, 21,..." "Sagt mal hat einer von Euch mal den Schweizer irgendwo rumlungern sehen?" "Ne, doch, wart mal..." Powerkraut zieht ein Tablett raus auf dem bewegte Bilder zu sehen
sind. "Ja, der is im Gesichtsbuch für Helvetier." "Na dann is ja alles klar." "Au Jungs, ich hab was vergessen, mein Bus kommt gleich, tschö, ich muss gehen." "Wie was denn, wohin denn, jetzt wo es am schönsten is...?" "Ja, ich hab noch ne Verabredung, ich muss noch zur Weihnachtsbäckerei." "Ach so" "..., und auf Deine gestellte Frage fubi ist die Antwort: Nein. Tschö". Yazid segelte an der Schlachplatte auf seinem Tretroller vorbei ins gleissende Licht der Wüstenmetropole...
Samstag Mittag und die Theke ist voll, der Vinnie steht dahinter und er fühlt sich nicht so toll.
Vinnie: "Was darf es sein?" "Bitteschön der Herr?",
Vinnie regelt ganz alleine den Verkehr.
Er ist der Wurstfachverkäuferin..., denn die Wurst ist sein Lebenssinn.
Yazid: "Guten Tach hier von der Salami 100 Gramm."
Fubini: "Momendemal jetzt war aber ich erst dran."
Vinnie: "Bei mir an der Theke ist immer was los!"
Powerkraut: "Ich nehm von der da vorne und zwar so groß."
Vinnie: "Ich bin der Wurstfachverkäuferin... , die Wurst ist mein
Lebenssinn!"
Chrille: "Die Sülze vohrige Woche, die war scheiße!"
Vinnie: "Ach meinen Sie die grünlich-weiße?"
Chrille: "Ganz genau, ich musste fast kotzen!"
Vinnie: "Hier das Geld zurück, nur nicht motzen."
Vinnnie nimmt die grünlich-weisse Handwaschpaste wieder zurück und ersetzt das Etikett "Kalbsleberstreichwurst" durch das Etikett "Handwaschpaste".
Dann ist leider schon Mittagspause,
Vinnie kann noch nicht nach Hause, er muss in den Kühlraum gehn,
muss nach Schweinehälften sehn.
Denn er ist der Wurstfachverkäuferin...ihr Freund.
Wie gewonnen, so zerronnen...Gegen den Tabellenletzten setzte es eine peinliche Heimniederlage die Yazid richtig auf die Palme brachte. Auch der Auswärtssieg gegen das TK-Monster Chabab Riadhi Belouizdad konnte Yazid nicht beruhigen. "Ich sag euch eins, der fubini, der ist an allem schuld. der schreibt nämlich die besten Artikel, und davon haben wir uns einlullen lassen."
"Ausserdem sehe ich ihn mittlerweile als Meisterfavoriten." Da hat sich YAzid doch wirklich zu einer Meinung zur ersten algerischen Ligue hinreissen lassen. Wohin der Weg von MO Bejaia diese Saison noch führt, weiss niemand. Sicher ist, dass es wieder eine interne Ausscheidung zwischen drei Clubs, einer aus Peru, einer aus Frankreich und einer aus Algerien läuft und der schlechteste scheidet aus.
"Ohne Witz, ich habe unter dem Titel "ins Bett" schon mal einen Artikel geschrieben, doch ich habe leider vollkommen vergessen, was ich damals geschrieben hatte. Heute allerdings werde ich euch eine neue andere und viel bessere Geschichte erzählen als damals, denn diese ist neuer. Sie handelt nicht von Wanderungen, sie handelt auch nicht von irgendwelchen Copamundial-Trainern,
nein, und sie handelt auch nicht von Bier oder von irgendwelchen Dingen die mit Copamundial zu tun haben. Ich will euch vielmehr die Geschichte eines Mannes erzählen, der zu seinem jetztigen momentanen Befinden nicht mehr ein und aus weiss, wo oben und wo unten ist. Ob er auf der Seite liegt oder auf dem Bauch, aber die Müdigkeit ist sehr gross und...oh shit meine Frau kommt rein..."
Im aktuellen Bierstudio am Freitag Abend sass Billy Bibbit der Fernsehmoderator in gewohnt lässiger Art, diesmal mit geschlossenem Hosenschlitz, und wurde mit frenetischem Applaus des Fernsehpublikums zu Sendungsbeginn willkommen geheissen.
"N'abend allerseits, liebes Publikum, und liebe Zuschauer zuhaus an den Fernsehgeräten hier zur freitagabendlichen Biershow im ersten algerischen Fernsehen. Nach dem heutigen Wettkampftag habe ich wieder illustre Gäste für sie eigeladen. heissen sie mir in der Reihe willkommen: fubinio, Vertreter des emsländischen Grossbrauerkonsortiums Borchertbier, der allerdings, wie er uns nachher noch gestehen wird, mehr auf Bierliköre steht als auf Bier." Ein schwarz-weisses haariges etwas betrat unter Jubel die Bühne.
"Dann PowerkrautII, der Bierkenner der hessischen Bierwelt schlecht hin, der allerdings sein "Schöppsche" gerne auch mal für einen gutgefüllten Bembel Äbbelwoi stehen lässt." Ein gemütlich wirkender Mann mit einem Taschenklavier nahm Platz.
"Weiter in unserem Kreis nimmt Teil: Don Chrille, der Herrscher über die wässrigsten Biersorten der Welt, dessen Schlachtruf, "Kölsch- nein danke" ihm weit voraus eilt." Mit einem angetäuschten stage-diving Sprung hechtete der Jungbierfachmann auf die Bühne.
"Und zu guter Letzt, last but not least, die graue Eminenz des Weltbiersachverstands,
wenn nicht sogar "the godfather of beer himself" Yaaaziiiiid, der mit seinem eingebiertem Spruch "Alles ausser Tegernseer is für Sissies" die Schlagzeilen für sich hat." Ein lilaner grosser Hut im rosanen Gewand hievte sich auf die Bühne, die schier unter seinem Gewicht zusammen zu brechen drohte. Der Applaus war am Höhepunkt.
BB: "So meine Herren, wir wollen heute mit der These starten, "Warum muss der Bund algerischer Biertrinker eigentlich immer gelbes Bier trinken?"
F: "Is da schon Ton drauf?" Gelächter von Don Chrille.
P: "Also wir vom Bund der grünen Biertrinker, sind eigentlich schon immer dafür gewesen, ausser gelbem Bier auch grünes Bier zuzulassen auf dem afrikanischen Markt."
DC: "Wo is eigentlich Tor-Sten?"
Y: "Ja, ich glaube schon, denn vor allem, und da werden mir die anderen Sachverständigen, an denen es hier in der Runde nicht mangelt, sicherlich zustimmen, dass wir viel mehr, und das meine ich in voller Absicht, vermehrt um die Angelegenheiten in diesem speziellen Falle, auch unter Aspekten, die vor allem die Allgemeinheit betreffen..."
DC:"Issa gut, gebt dem Mann ein Tegernseer."
BB:"Bleiben Sie dran, wenn nach der Tegernseer-Werbung, es um die nächste Frage geht: Äbbelwoi oder Bierlikör?"
Yazid war ziemlich müde geworden. Er meldete sich bei seinen Kollegen ab. Warum auch immer mit den Langlaufskiern durch den Sand pflügen wo daheim doch endlich die kuscheligste Jahreszeit anfing, die das Jahr so her gab. "He Yazid, warte wir kommen mit.", riefen die Kollegen Hundini und Tor-Pfo-Sten. Auch Boufarkraut liess sich nicht lumpen. Er fuhr mit seinem Sxhachtelhalm 560 SEC vor, band die Langlaufskier und die Karabiner alle auf den Dachgepäckträger
(Anm. d Redaktion ich liebe das Wort Dachgepäckträger, ich werde es irgendwann einmal heiraten) und dann stiegen alle ein. Der Schachtelhalm-Oldtimer fuhr langsam die Serpentinen hinunter und von hinten sah man nur noch den vom "Hassini - Büro für Grafikdesign" entworfenen Aufkleber prangen: copamundial.eu. Fahrtrichtung der Wüstenfuchs-Bande war zuerst unklar, doch dann entschloss man sich doch einfach die nächste Bar aufzusuchen um alles zu besprechen.
...Schachtelhalm. Yazid sass am Lagerfeuer und briet sich ein Wüstenkarnickel, dass er sich selbst geschossen hatte mit dem komischen Karabiner, der hier in der Wüstenecke stand. Fubinininio mampfte d´accord im Akkord dazu, cis-moll. "Du sach mal, Yazid, weissu schon das Neueste?" "Nee, was." "Ich war gestern im Oasengärtleinladen und da kam einer rein, der hat zwei Packungen Schachtelhalm ohne Filter und ne Flasche Schachtelhalm gekauft, der sah aus wie der Bibbit." "Ne, is nich wahr. Das is wirklich neu, ich hab aber auch was Neues. Willsu
hörn?" "Jau, schieb rüber." "Der Powerkraut, der is vielleicht ne Angeber, der fährt jetzt nen Schachtelhalm 560 SEC." "Ne is nich wahr? So ne alte Angebersau." "Ja un weiss u was?" "Ne." "Dabei hat der Pfarrer letsse Woche noch gesagt. Wer ohne Schachtelhalm is, der werfe den ersten Schatelhalm. Wie soll ich denn Schahtelhalm werfen, wenn ich keinen hob´?" Dann kehrte wieder Schweigen ein und die Kamera zoomte über die unendlichen Weiten des Ahagar-Massivs, welches voll war mit Schachtelhalm so weit das Auge reichte.
"Zut, alors." Hört man Beat Uhse schnaufen. "Wo stehen wir? Wo denn in der Tabelle? Ich kann uns nicht finden." Grösste Befürchtungen, ..."bestimmt wurden wir wieder nach hinten durchgereicht, weil zu viel Risotto gegegessen wurde ääääh zuviel Risiko gegangen wurde." "Ha, halt, wir stehen ja ganz oben." Ok, Zeitung weggelegt. "Moment Mal, gaaanz ooooben?" "Was machen wir denn da?" Dann ein Aufschrei,
im Klang eine Mischung aus einer Déesse beim Fahrgestell absenken und einer Auster beim lebendig ausgeschlürft werden, gefolgt von einem brüllenden UUUUUUUUUAAAAAAA. "Ersterrrrrrr! Nein, dass ich das nochmal erleben durfte." "Ich denke, wir werden erst mal da oben die schöne Aussicht geniessen, ein bisschen uns da oben sonnen (bei dem Regen) und dann bald wieder absteigen, denn da oben wird man nur von allen anderen gejagt, das ist mir echt zu anstrengend."
Yazid war früh aufgestanden und hatte seine Morgentoilette mit Bravour gemeistert, den Bart gewichst und den Kaffee auf's Feuer gestellt. Die anderen Recken schnarchten noch wie Hunde, die im Schlaf mit irgendwelchen Integralen kämpften. "Hach, huch, da hab ich doch die Croissants vergessen." Schnurstracks schnappte er sich ein orangenes Bonanzafahrrad, das ihm ein norwegischer Peruaner am Abend zuvor in Obhut gegeben hatte, und cruiste damit ins Cafe Ben Yedder. "Morgen, fünf Croisants bitte." Die dicke Bäckerin hatte leckere Teilchen auf ihrer Theke liegen. Doch Yazid widerstand der Versuchung. Er
bezahlte und beim Hinausgehen, sah er neben an im Laden für Möchtegernpoeten, die Umrisse Jaromir Patrasz´. "Hm, was macht der denn da?" Durch das offene Fenster des Ladens hörte er ihn nur fluchen, "Das kann doch nicht war sein. Haben Sie nichts besseres? Was, der schreibt wirklich alles selber? Da muss es doch was geben." Yazid öffnete die Tür und rief nur hinein, "Du Hofa, hoffentlich hoffst ned auf a offene Haufenoase.", und streckte ihm die Zunge heraus, um schnell die Türe wieder zu zu schlagen, sich aufs Bonanzafahrrad zu schwingen und die Croissants in Sicherheit zu bringen.
Sinnierend sass Yazid zusammen mit Sisu (Moment mal, wo is der denn, der is ja gar nicht da, dafür) mit Powerkraut und dem Integral-Hund am Lagerfeuer und man grillte sich ein Wüstenhuhn nach dem anderen. Tor-Sten brachte noch ein Fässchen braquet noir und dann ging das Schwelgen in alten Geschichten los. Ach ja, übrigens Sisu hatte geheiratet und durfte deshalb eine kleine Pause vom Skilanglaufwochenende einlegen. Die anderen drei
wurden von Tor-Sten, einem begnadeten Biathlon-Trainer im Flaschendrehen trainiert. Yazid gab seine Highlights seiner langen Erzähl-Reihe "Yazid - ein Mann geht seinen Weg" zum besten, mit all den Highlights wie: "- dabei wird er von Killertomaten angegriffen" oder "- ins Geschäft für Unterhosenverbreiterung" oder "- zum Kaugummiautomaten für Erwachsene". Und alle waren ausgelassener Stimmung...
Yazid sass mit seiner Gunde-Svan-Gedächtnismütze zwischen anderen Kameltreibern und Oasenquellenbohrern auf dem Patentamt von Tamanrasset. Er war endlich an der Reihe und brachte sein Anliegen dem Tuareg hinter dem Tresen vor. "Also hören Sie mal, da gibt es so peinliche Provinz-Hassadeure, die mit meinem copyright-geschütztem Titel "(Name) - geht seinen Weg (nähere Beschreibung)" Profit schlagen wollen um mehr Leser in ihre Zeitungen zu bekommen. Das geht nicht. Ich prangere das an und erbitte mir sofortige einstweilige Verfügungen, die dies unterbinden." "Der Tuareg schaute ihn gleichgültig an? "Sind das Ihre Langlaufski?" Und zeigte auf einen Eselskarren der ortsansässigen Müllabfuhr. "Ja, wieso?" "Sie sollten sich eher um Ihre Ausrüstung kümmern, bevor sie mich mit so einem
japanischen Shit-Kram hier belagern." Yazid, sprang zum Patentamt raus und wollte gerade die Langlaufski von dem Wagen reissen, als sich der Kutscher umdrehte. Es war Powerkraut. "Mensch Alter, schnell, wir haben die ultimative Loipe gefunden und dieses Luxus-Vehikel wird uns hinbringen." Neben den Langlaufskiern stand auch noch eine echte Farfisa-Orgel, die ein bisschen wimmerte. "Und wo soll diese Lopie sein?" Die is' nicht weit. Fubi und Sisu sind schon vorgefahren, es ist in der Nähe von Charles de Foucaulds Asketen-Schule. Iiiiiiahh." Yazid sprang auf und das Wägelchen zuckelte los, ein paar Strassenkinder warfen Ihnen noch schnell Skilanglaufwachs hinten rein und fubis geliebten Braquet Noir. Dann fuhr das Wägelchen zum Stadttor hinaus, im Hintergrund hörte man noch ein Kaliber22 knallen, das war's dann aber auch schon...
"Schatz, zieh den Stecker raus, das Wasser kocht." Yazid kam nur mit einem Badehandtuch um die Hüften geschlungen aus dem Badezimmer und freute sich auf den frischaufgebrühten Pefferminztee, den ihm seine Aishe und die Suleika aufgegossen hatten. "Schatz, da sitzen drei Herren im Salon, die haben so komische Geräte bei sich und sagen, sie hätten einen Termin mit Dir." "Na, dann wollen wir mal schauen, was das für Herren sind." Yazid, schlüpfte in seine Schabelschuhe mit den goldenen Bommeln und ging die Alabastertreppe hinunter, durch den blauen Salon, in den roten Salon, der an den
grünen Salon grenzte, an den sich der purpurne Salon anschloss, durch die Vorhalle in die Veranda, die zweite Treppe hinunter und da sassen in kompletter Langlaufausrüstung, Sisu, Powerkraut II und fubinio. "Mensch, Alter, was brauchst Du denn so lang? Wir hatten doch ausgemacht, dass wir auf Gaddafi-Jagd gehen und Du hast noch nicht mal deine Ausrüstung an..." Yazid konnte nur noch ein "ääähhh..." herausbringen und schon hatten Ihn die Jungs gepackt, ihn in eine formidable Gunde-Svan-Gedenk-Ausrüstung gesteckt und ihn in den Jeep vor dem Haus gesetzt und ab ging's ins Ahaggar-Massiv...
Yazid war zurück. Er hatte es gerade mal eine Saison ausgehalten, das süsse Nichtstun. Dolce far niente. Doch dann hatte es ihn wieder gekribbelt. Ein verlockendes Angebot von MO Bejaia kam ins Haus geflattert und und Yazid konnte nicht nein sagen. Zusammen mit seinen Kumpels Sisu, Powerkraut II und fubinio traf man sich zum chilligen Hang-out im Cafe Ben Yedder und fachsimpelte über die neue Saison. Als auf
einmal eine Nachricht im ersten algerischen Fernsehen die vier aufhorchen lassen liess. "Muhamar Al Gaddafi soll sich nach Algerien abgesetzt haben und ein Traineramt in der ersten algerischen Liga übernommen haben. Er hatte sich dazu einer Gesichtsoperation unterzogen und war äusserlich nicht von dem bisherigen Trainer zu unterscheiden, welcher spurlos verschwunden war... Sprachlos schauten sich die vier an.