Die drei Punkte waren im Sack, tatsächlich von Interesse war der Heimsieg, den die Caley Jags gegen die Königin aus Dumfries eingefahren hatte, aber nicht. Als das Flutlicht verloschen und Trainer Tumirnix in den Spot des gleißenden Strahlers über der Haupttribüne des Caledonian Stadium trat, da wurde es ruhig im weiten Rund. Auf der Pressetribüne war es ein letzter Senior, der fern des technischen Fortschrittes seinen Bleistift spitzte. Zsch, zsch, zsch. Stille. "Liebe Highlander, ihr Britten, ihr Copa-Freunde aus aller Welt", sprach Tumirnix ins Mikro. "Es ist mir eine große Freude, Ihnen den ersten Träger des ALE bekannt geben zu dürfen." Knax. "Shit." Die Bleistiftspitze war abgebrochen...
"Es war", ergriff Tumirnix wieder das Wort, "der 6. September 1620, als Christopher Jones sich auf den Weg machte. Und mit ihm rund 100 Passagiere, 30 Mann Besatzung". Ein unruhiges Gemurmel machte sich breit im weiten Rund. "In Cape Cod begann für diese Reisenden eine neue Epoche, von Massachusetts aus bereiteten viele Familien ihr Glück. Nun, hier auf der großen Insel ist nun auch ein neues Zeitalter angebrochen. Es ist die Zeit der gepflegten Lektüre, der spannenden Geschichten, die Zeit für Skandale, Lieb- und Feindschaften zwischen Ullapool und Dover. Wie anders ließe sich diese
Zeitgeschichte besser beginnen, als einen Mann zu würdigen, der stolz auf der Brücke seines Kahns durch die unruhigen Gewässer vor der Südküste schippert. Von der clubeigenen Kegelbahn ist der Kapitän mit seinen Pilgern aufgebrochen, die britische Fußballwelt zu erobern. Und es scheint, als sei es gelungen, die spanischen Holzwürmer aus der dümpelnden grünen Schaluppe zu treiben. In den Pubs rund um den Home Park wird seit Wochen gefeiert, in der Geschäftsstelle plagen sich die Mitarbeiter mit Fingermuskelkater. Meine lieben Freunde, es ist mir eine große Freude, den Verantwortlichen für den Höhenflug der Gyles, den Kapitän der Mayflower, es ist mir eine Ehre, Trainer Pete Beat von Plymouth Argyle mit dem ALE für Außergewöhnliche literarische Ergüsse in der britischen Presselandschaft auszuzeichnen."
In den Süden Englands geht also der erste ALE, an Pete Beat, der Plymouth Argyle zuletzt an die Spitze der englischen Championship geführt hat und dessen Würdigung von Fans und Presseschar mit anhaltendem Applaus bedacht wurde. "Die Entscheidung ist uns leicht gefallen", betonte Tumirnix, ehe er in die Halbschatten der Katakomben abtauchte. Nicht ohne die Aufforderung: "Spitzt die Stifte, ihr Highlander." Einen einzelnen auf der Pressetribüne hatte sein Besitzer vor Anspannung zerbrochen.
Die drei Punkte waren im Sack, tatsächlich von Interesse war der Heimsieg, den die Caley Jags gegen die Königin aus Dumfries eingefahren, aber nicht. Als das Flutlicht verloschen und Trainer Tumirnix in den Spot des gleißenden Strahlers über der Haupttribüne des Caledonian Stadium trat, da wurde es ruhig im weiten Rund. Auf der Pressetribüne war es ein letzter Senior, der fern des technischen Fortschrittes seinen Bleistift spitzte. Zsch, zsch, zsch. Stille. "Liebe Highlander, ihr Britten, ihr Copa-Freunde aus aller Welt", sprach Tumirnix ins Mikro. "Es ist mir eine große Freude, Ihnen den ersten Träger des ALE bekannt geben zu dürfen." Knax. "Shit." Der Bleistift abgebrochen...
"Es war", ergriff Tumirnix wieder das Wort, "der 6. September, als Christopher Jones sich auf den Weg machte. Und mit ihm rund 100 Passagiere, 30 Mann Besatzung". Ein unruhiges Gemurmel machte sich breit im weiten Rund. In Cape Cod begann für diese Reisenden eine neue Epoche, von Massachusetts aus bereiteten viele Familien ihr Glück. Nun, hier auf der großen Insel ist nun auch ein neues Zeitalter angebrochen. Es ist die Zeit der gepflegten Lektüre, der spannenden Geschichten, die Zeit für Skandale, Lieb- und Feindschaften zwischen Ullapool und Dover. Wie anders ließe sich diese
Zeitgeschichte besser beginnen, als einen Mann zu würdigen, der stolz auf der Brücke seines Kahns durch die unruhigen Gewässer vor der Südküste schippert. Von der clubeigenen Kegelbahn ist der Kapitän mit seinen Pilgern aufgebrochen, die britische Fußballwelt zu erobern. Und es scheint, als sei es gelungen, die spanischen Holzwürmer aus der dümpelnden grünen Schaluppe zu treiben. In den Pubs rund um den Home Park wird seit Wochen gefeiert, in der Geschäftsstelle plagen sich die Mitarbeiter mit Fingermuskelkater. Meine lieben Freunde, es ist mir eine große Freude, den Verantwortlichen für den Höhenflug der Gyles, den Kapitän der Mayflower, es ist mir eine Ehre, Trainer Pete Beat von Plymouth Argyle mit dem ALE für Außergewöhnliche literarische Ergüsse in der britischen Presselandschaft auszuzeichnen."
In den Süden Englands geht also der erste ALE, an Pete Beat, der Plymouth Argyle zuletzt an die Spitze der englischen Championship geführt hat und dessen Würdigung von Fans und Presseschar mit anhaltendem Applaus bedacht wurde. "Die Entscheidung ist uns leicht gefallen", betonte Tumirnix, ehe er in die Halbschatten der Katakomben abtauchte. Nicht ohne die Aufforderung: "Spitzt die Stifte, ihr Highlander." Ein einzelner auf der Pressetribüne war zerbrochen.
Die drei Punkte waren im Sack, tatsächlich von Interesse war der Heimsieg, den die Caley Jags gegen die Königin aus Dumfries eingefahren, aber nicht. Als das Flutlicht verloschen und Trainer Tumirnix in den Spot des gleißenden Strahlers über der Haupttribüne des Caledonian Stadium trat, da wurde es ruhig im weiten Rund. Auf der Pressetribüne war es ein letzter Senior, der fern des technischen Fortschrittes seinen Bleistift spitzte. Zsch, zsch, zsch. Stille. "Liebe Highlander, ihr Britten, ihr Copa-Freunde aus aller Welt", sprach Tumirnix ins Mikro. "Es ist mir eine große Freude, Ihnen den ersten Träger des ALE bekannt geben zu dürfen." Knax. "Shit." Der Bleistift abgebrochen...
"Es war", ergriff Tumirnix wieder das Wort, "der 6. September, als Christopher Jones sich auf den Weg machte. Und mit ihm rund 100 Passagiere, 30 Mann Besatzung". Ein unruhiges Gemurmel machte sich breit im weiten Rund. In Cape Cod begann für diese Reisenden eine neue Epoche, von Massachusetts aus bereiteten viele Familien ihr Glück. Nun, hier auf der großen Insel ist nun auch ein neues Zeitalter angebrochen. Es ist die Zeit der gepflegten Lektüre, der spannenden Geschichten, die Zeit für Skandale, Lieb- und Feindschaften zwischen Ullapool und Dover. Wie anders ließe sich diese Zeitgeschichte besser beginnen, als einen Mann zu würdigen, der
stolz auf der Brücke seines Kahns durch die unruhigen Gewässer vor der Südküste schippert. Von der clubeigenen Kegelbahn ist der Kapitän mit seinen Pilgern aufgebrochen, die britische Fußballwelt zu erobern. Und es scheint, als sei es gelungen, die spanischen Holzwürmer aus der dümpelnden grünen Schaluppe zu treiben. In den Pubs rund um den Home Park wird seit Wochen gefeiert, in der Geschäftsstelle plagen sich die Mitarbeiter mit Fingermuskelkater. Meine lieben Freunde, es ist mir eine große Freude, den Verantwortlichen für den Höhenflug der Gyles, den Kapitän der Mayflower, es ist mir eine Ehre, Trainer Pete Beat von Plymouth Argyle mit dem ALE für Außergewöhnliche literarische Ergüsse in der britischen Presselandschaft auszuzeichnen."
In den Süden Englands geht also der erste ALE, an Pete Beat, der Plymouth Argyle zuletzt an die Spitze der englischen Championship geführt hat und dessen Würdigung von Fans und Presseschar mit anhaltendem Applaus bedacht wurde. "Die Entscheidung ist uns leicht gefallen", betonte Tumirnix, ehe er in die Halbschatten der Katakomben abtauchte. Nicht ohne die Aufforderung: "Spitzt die Stifte, ihr Highlander." Ein einzelner auf der Pressetribüne war zerbrochen.
Tumirnix: "Auf geht es Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Und er kann einfach nicht aus Glasgow kommen."
Zwischen Highlands und Queentown steigt die Spannung. Gesucht wird - der erste Träger des ALE. "Wir sind jetzt in der Beratungsphase und werden unsere Entscheidung noch vor Ostern bekannt geben", sagt Jurymitglied Tumirnix, der aber auch betont: "Natürlich darf die Mannschaft nicht zu kurz kommen. Und wenn dann noch eine Kneipentour mit Dugarry vorbereitet werden muss, ist natürlich viel zu tun."
Was geht sportlich? Durch das
0:5 bei den Steelmen sind die Highlander wieder aus den intenationalen Startplätzen gerutscht. "Die waren nach ihrem Konditionstraining froh, mal wieder einen Ball zu sehen. Da muss man selbst eben Kräfte sparen", sagt Tumirnix und blickt lieber nach vorne: "Gegen die Königin aus dem Süden werden wir das korrigieren."
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Wir sind wieder an der Reihe."
Hektik kennzeichnet derzeit den Alltag im Caledonian Stadium von Inverness. Im Trainerzimmer der Caley Jags findet sich Tumirnix inmitten von Bergen britischer Sportzeitungen. "Der erste ALE soll verliehen werden, mal schauen, wer in die engere Auswahl kommt", sagt der Coach, der bekennt: "Die Lektüre kann ganz schön zäh sein, denn momentan verläuft alles viel zu handzahm."
Auch Tumirnix selbst nutzt deshalb die (wenige) Zeit, sich mit der Taktik
für das kommende Spiel in Motherwell zu beschäftigen. "Bluebiker stammelt irgendwas von Enttäuschung, von personellen Konsequenzen, hartem Training", so der Coach der Jags. "Ich bin überzeugt, er will Eindruck schinden. Aber so eine harte Trainingseinheit kann auch in den Knochen hängen bleiben."
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Wer hart trainiert, dem tun die Beine weh. Das ist unsere Chance."
Es gibt Momente, da tritt sogar ein gepflegter Kick in den Hintergrund. Unmittelbar nach dem 1:0 im Schotten-Duell zwischen den Caley Jags und dem FC St. Johnstone traten die beiden Trainer Tumirnix und Jerry im dämmrigen Flutlicht des Caledonian Stadium vor die Presse. An ihrer Seite: Sheep Shagger, seines Zeichens Vorstandschef der nahen Cairngorm Brewery in Aviemore. Und die Mitteilung, mit der das Trio der gespannten Medienschar gegenüber trat, war unmissverständlich. "Auf der Insel", so Inverness-Trainer Tumirnix, "darf es keinen OUZO geben". Und der Applaus im prall gefüllten Stadion im Stadtteil Longman war noch nicht verklungen, da legte Tumirnix nach: "Im Empire wird ab sofort der ALE verliehen."
Der Hintergrund der Presseerklärung ist klar. Keine Woche ist es her, dass durch ein internationales Gremium die Verleihung eines Schreiber-Ordens mit Namen OUZO angekündigt wurde, was in den Fußball-Pubs zwischen Inverness und Perth, zwischen Glasgow und Edinburgh teils für große Entrüstung gesorgt hatte. „Hiermit stelle ich klar, dass jeder Trainer, der den OUZO nach Schottland holt, von Saint Johnstone zerstört wird“, hatte Jerry unmittelbar nach der Ankündigung zementiert. Und in Inverness hatte er schnell die nötigen Mitstreiter gefunden, um die Einführung der fragwürdigen Auszeichnung zu verhindern. Zusätzlich unterstützt durch die Brauerei aus den Cairngorm Mountains soll nun also
regelmäßig der ALE des Monats vergeben werden.
Tumirnix: „ALE steht dabei für AußergewöhnlicheLiterarischeErgüsse.“ Und weiter: „Herausragende Zeitungsbeiträge werden durch diesen Orden, der durch anerkannte Literaten der englischsprachigen Presselandschaft vergeben wird, eine Würdigung erlangen, die ein OUZO niemals erreichen kann." Und Jerry erläuterte noch mal den Hintergrund: „Schottland und Griechenland verbindet in der Copa Welt so einiges, nur nicht die Freundschaft.“ Alkoholische Importe gleich welcher Art seien schlichtweg nicht zu dulden. Schon gar nicht aus Griechenland.
Erstmals Ende März soll der ALE des Monats vergeben werden. Ausgezeichnet werde dabei der originellste Zeitungsartikel im gesamten Königreich. So betonte Jerry ausdrücklich, dass eine Vergabe in England ebenso möglich sei, wie später vielleicht in Wales und Nordirland. Hinsichtlich des Ablaufs betonte das Trainerduo, die Jury werde die britische Zeitungslandschaft konsequent im Auge behalten. Nominierungen gelungener Artikel seien gewünscht, aber keine Voraussetzung. Und mit dem ALE des Monats allein sei es nicht getan. Für Ende des Jahres kündigte das Trio die Vergabe des StockALE (ALE des Jahres), LightALE ("Lutscher" des Jahres) und HeatherALE (mit besonderer Würze) an.
Tumirnix: "Spitzt die Stifte, ihr Briten. Haut in die Tasten. Einen ALE in Ehren sollte keiner verwehren."
Wer braucht den OUZO? Auf der Insel gibt es den ALE!
Es gibt Momente, da tritt sogar ein gepflegter Kick in den Hintergrund. Unmittelbar nach dem 1:0 im Schotten-Duell zwischen den Caley Jags und dem FC St. Johnstone traten die beiden Trainer Tumirnix und Jerry im dämmrigen Flutlicht des Caledonian Stadium vor die Presse. An ihrer Seite: Sheep Shagger, seines Zeichens Vorstandschef der nahen Cairngorm Brewery in Aviemore. Und die Mitteilung, mit der das Trio der gespannten Medienschar gegenüber trat, war unmissverständlich. "In Schottland", so Inverness-Trainer Tumirnix, "darf es keinen OUZO geben". Und der Applaus im prall gefüllten Stadion im Stadtteil Longman war noch nicht verklungen, da legte Tumirnix nach: "Im Empire wird ab sofort der ALE verliehen."
Der Hintergrund der Presseerklärung ist klar. Keine Woche ist es her, dass durch ein internationales Gremium die Verleihung eines Schreiber-Ordens mit Namen OUZO angekündigt wurde, was in den Fußball-Pubs zwischen Inverness und Perth, zwischen Glasgow und Edinburgh teils für große Entrüstung gesorgt hatte. „Hiermit stelle ich klar, dass jeder Trainer, der den OUZO nach Schottland holt, von Saint Johnstone zerstört wird“, hatte Jerry unmittelbar nach der Ankündigung zementiert. Und in Inverness hatte er schnell die nötigen Mitstreiter gefunden, um die Einführung der fragwürdigen Auszeichnung zu verhindern. Zusätzlich unterstützt durch die Brauerei aus den Cairngorm Mountains soll nun
also regelmäßig der ALE des Monats vergeben werden.
Tumirnix: „ALE steht dabei für AußergewöhnlicheLiterarischeErgüsse.“ Und weiter: „Herausragende Zeitungsbeiträge werden durch diesen Orden, der durch anerkannte Literaten der englischsprachigen Presselandschaft vergeben wird, eine Würdigung erlangen, die ein OUZO niemals erreichen kann." Und Jerry erläuterte noch mal den Hintergrund: „Schottland und Griechenland verbindet in der Copa Welt so einiges, nur nicht die Freundschaft.“ Alkoholische Importe gleich welcher Art seien schlichtweg nicht zu dulden. Schon gar nicht aus Griechenland.
Erstmals Ende März soll der ALE des Monats vergeben werden. Ausgezeichnet werde dabei der originellste Zeitungsartikel im gesamten Königreich. So betonte Jerry ausdrücklich, dass eine Vergabe in England ebenso möglich sei, wie später vielleicht in Wales und Nordirland. Hinsichtlich des Ablaufs betonte das Trainerduo, die Jury werde die britische Zeitungslandschaft konsequent im Auge behalten. Nominierungen gelungener Artikel seien gewünscht, aber keine Voraussetzung. Und mit dem ALE des Monats allein sei es nicht getan. Für Ende des Jahres kündigte das Trio die Vergabe des StockALE (ALE des Jahres), LightALE ("Lutscher" des Jahres) und HeatherALE (mit besonderer Würze) an.
Tumirnix: "Spitzt die Stifte, ihr Briten. Haut in die Tasten. Einen ALE in Ehren sollte keiner verwehren."
Die Caley Jags zeigen sich solidarisch. "Ouzo, das geht ja nun mal gar nicht", findet auch Trainer Tumirnix, der in den Katakomben des Caledonian Stadiums sogleich zu einer Krisensitzung mit Vertretern der nahen Cairngorm Brewery in Aviemore einlud. Klares Fazit: "Einen Ouzo kann und darf es in Schottland nicht geben", so der Trainer der Inverness Caledonian Thistle, der mit Sheep Shagger, renommierter der international renommierten Brauerei die Idee des ALE entwickelte - ein Orden für
AußergewöhnlicheLiterarischeErgüsse. "Wir sind überzeugt, dass der ALE zu einem echten Exportschlager werden kann", so Vertreter von Brauerei und Inverness Thistle in einer gemeinsamen Presseerklärung: "Wir fordern die Trainer aus High- und Lowlands, von Speyside bis zu den Inseln auf, sich uns anzuschließen."
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Dugarry wird schon sehen, was er von seiner Initiative hat. Und weil Jerry sowieso nach Inverness kommt, lade ich gleich zu einem Solidartrunk ein."
Gerade mal sieben Spiele sind gespielt - und schon feiert sich manch ein Trainer, bejubelt Spaßfußball, taktisches Geschick oder einfach nur einen erfolgreichen Minimalistenkick. "Unglaublich, wer sich hier schon alles selbst bejubelt", findet Tumirnix - und macht konsequenterweise gleich mal mit: "Gut, wir haben hier unsere Startprobleme gehabt. Mittlerweile hat sich die Mannschaft aber gefunden, wir haben Nessie gesehen und mit Murdo McLaud einen Dudelsackbläser
für die Vereinshymne gefunden." Auch mit dem Punktekonto seien die Clanchefs aus den Highlands zufrieden. Ergo: "Die Caley Jags sind auf Kurs." Wohin dieser führen soll, darauf möchte sich Tumirnix allerdings nicht festlegen. So viel nur: "Inverness gehört in der SPL zum Inventar."
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Lasst uns die Löwen aus dem Hochland jagen. Und wenn die Hearts schon ohne Trainer sind..."
Glasgow? "Eine häßliche Stadt", findet Tumirnix. Aber: "Wenn die Kicker von der Westküste die Punkte schön abliefern, dann fährt man doch gerne durch den Kanal in die angebliche Fußball-Hauptstadt." Der Trainer der Caley Jags schmunzelt, nachdem der erste Doppelpack eingefahren - gegen die großen Rivalen von der anderen Seite der Highlands. Und in den Augen von Tumirnix ging das auch noch erfreulich einfach: "Die Light Blues haben sich ja hier gar nicht gewehrt", zeigte er sich verwundert, die bislang noch ungeschlagenen Rangers gleich als 4:0-Sieger in die Schranken verwiesen zu haben. Aber Tumirnix
vermutet: "Die haben dort ein Trainerproblem." Puddel glaube offenbar nicht an seine Mannschaft. "Und wenn er seine Truppe auch noch wegen einer Grippe allein nach Inverness schickt..."
Deutlich enger war da schon die Partie bei Celtic Glasgow. Doch auch hier stand die Abwehr von Inverness Thistle endlich wie gewünscht, ließ mehr als einen Treffer nicht zu - und verhagelte den Bhoys endgültig das Wochenende. Tumirnix: "Ich sagte doch, die sollen uns die Füße küssen."
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Und wenn die Gegner in der Tabelle hinter einem liegen..."
Keine Frage: Die Caley Jags rennen den eigenen Ansprüchen hinterher. Oder zumindest denen des Trainers. Drei Spiele, drei Niederlagen stehen auf dem Konto von Inverness Thistle, und derzeit deutet nichts darauf hin, als könnten die Highland-Kicker den Hebel so schnell umlegen. Zu ernüchternd war die 0:2-Pleite in Dumfries, wo die Tumirnix-Schützlinge der Königin ehrfurchtsvoll ihre Aufwartung machten - und die Punkte ließen. Der Trainer selbst gibt sich deshalb mittlerweile kleinlaut,
zumal nun das Doppelpack gegen die bislang drei Mal siegreichen Dominatoren aus Glasgow ansteht. "Gut, bei den Light Blues glaubt ja wohl selbst Trainer Puddel nicht an seine Mannschaft. Da sollte etwas möglich sein", sagt Tumirnix. "Aber für die Bhoys sind wir in unserer Verfassung doch nur ein Spielkamerad.“
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Wir schlagen die Light Blues und bei Celtic wird man uns die Füße küssen."
Hand drauf. Den angekündigten Handschlag mit Bluebiker mochte Tumirnix nicht verwehren - auch wenn es für Caledonian Thistle auch im zweiten Spiel die zweite Niederlage gab. Und immerhin: "Wir haben den Steelmen ja prima die Stirn geboten und von der Tabellenspitze gestürzt."
In Inverness geht der Blick indes schon jetzt in eine andere Richtung. "Wir haben bisher viel investiert und noch keine Ernte einfahren können", so der Trainer, der sich aber
bewusst ist: "Das ist Schottland, hier gehört das Hauen und Stechen zum Programm." Und: "Es geht uns ja nicht allein so. Man muss ja nur mal bei Trainerurgestein Thies in Edinburgh vorbeischauen." Verhehlen möchte der Trainer der Caley Jags aber nicht: "Ich hatte mir den Start schon anders vorgestellt."
Tumirnix: "Auf geht es, Highlander. In Dumfries gilt es einer Königin die Aufwartung zu machen. Die wollen wir von ihrem Thron stoßen."
Er kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Schottland ist kein Land für Weicheier", grinst Trainer Tumirnix, nachdem er mit Caledonian Thistle den Dark Blues zum Saisonstart einen heißen Tanz geliefert hat. "Wer sich nach so einer Party an ein Rugbyspiel erinnert fühlt, sollte zum Nonnenhockey wechseln", so der Coach der zufrieden bilanzierte: "Eine gebrochene Nase, die üblichen Schürfwunden - die Truppe ist fit fürs nächste Spiel."
Hier
geht es nun gegen die Steelmen aus Motherwell. Und hier möchte sich Tumirnix nicht von irgendwelchen Namen blenden lassen. "Fitzpatrick, Slane - was haben die bislang erreicht", fragt der Coach der Caley Jags. Und in Richtung FC-Trainer Bluebiker merkt er an: "Der kann hier mit 3:4:3 oder 8:2:0 antreten. Verlieren werden die sowieso."
Tumirnix: "Auf geht es, Highlander. Die Orangen-Marmelade in Dundee war lecker, Punkte müssen wir jetzt aber eben im Caledonian Stadium holen."
Das Copa-Land hat darauf gewartet. Und die CCFF (Copa Mundial Football Federation) hat reagiert. Die schottische Premier League ist erwacht - und zwischen Highlands und Uplands verfolgen zwölf Mannschaften nur ein Ziel: Die Krone in der Premier League. Wobei: Beim FC Saint Johnstone glaubt sich Coach Jerry erst mal in Erklärungsnot, in Glasgow möchte Puddel nicht das Schicksal von Trainerlegende Sir Oleg erleben, dessen Niedergang und Abstieg allerdings in den Tiefen der technisierten Welt verschwunden gingen. Und in Dundee? Hier hat sich mit Bora Milutinovic auch noch kein Wortführer eingefunden. Bei den Dark Blues
ist die Rede von Abstieg vermeiden, der Coach charakterisiert sich selbst als Misserfolgstrainer. "Traurig", findet dies alles der neue Trainer der Caley Jags. Nach (ebenso in Servertiefen verschollenen) Redakteursjahren in Schottland hat sich hier mit Tumirnix ein hungriger Coach eingefunden. Und der haut gleich mal mit der Faust auf den Tisch. "Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hatte Mono in Inverness eine prima Zeit. Die soll noch nicht Geschichte sein."
Tumirnix: "Auf geht es, Highlander. Wir ziehen in die Schlacht. In Dunde gibt es eingekochte Orangen. Und im Dens Park drei Punkte."
Platz 15 klingt hoffnungsvoll. Gleichwohl ist der Abstand der Fußballer von Clermont Foot Auvergne auf die Abstiegsplätz nur gering. Damit in Clermont-Ferrand auch künftig Erstliga-Fußball geboten wird, hat sich der Verein nun entschieden, kurz vor dem Saisonfinale mit Tumirnix noch mal einen Trainer zu verpflichten. Der 38-Jährige war zuletzt in Belgien tätig und scheut von daher nicht die sprachlichen Barrieren. "Hier gilt es jetzt sowieso nur,
die Ärmel hoch zu krempeln und das Beste aus dem Saisonfianle zu machen", so der neue Coach, der recht unverhofft zu seinem neuen Amt gekommen ist. "Ich bin hier recht zufällig vorbeigestolpert..."
Pläne für die Zukunft hat Tumirnix noch keine. "Mal schauen, welche Möglichkeiten die nächste Saison bringen wird", sagt er. "Ich würde schon gerne erstklassig bleiben. Da hatte ich vor grauer Vorzeit aufgehört..."
Jubelstürme im Van de Wieselstadion: Als die vierte Minute der Nachspielzeit angebrochen war, hätte wohl kein KMSK-Anhänger mehr auf ein Tor der Tumirnix-Elf gegen Tabellenführer KSV Roeselare gesetzt. Als die Kugel dann aber doch noch im Gästetor einschlug, kannte die Begeisterung beim Anhang der Königlichen keine Grenzen. Durch ein 3:2 bei RAEC Mons - drei frühe Tore bis zur 20. Minute reichten zum Sieg - sowie eben das 1:0 gegen Roeselare haben die Ostflamen den dritten Platz der 2de Klaase erobert.
"Dieses Tor und die damit verbundene Tabellensituation ist der Lohn für die kontinuierliche Arbeit der Mannschaft", freute sich KMSK-Trainer Tumirnix, der aber erkennbar bemüht war, die Begeisterung in gesunde Bahnen zu
lenken: "Das Tabellenbild ist eine Momentaufnahme, beide Siege waren hart erkämpft und unser Ziel bleibt der fünfte Platz", hielt der Rheinhesse nüchtern fest. Allerdings - zumindest eines schob der 35-Jährige dann doch noch nach: "Ob wir tatsächlich um den Aufstieg mitspielen können, werden die nächsten Spiele zeigen." Mit dem Heimspiel gegen KSK Ronse und dem Auftritt bei Cercle Brugge geht's gegen zwei Kontrahenten aus dem direkten Verfolgerfeld. Und Tumirnix weiß: "Speziell KSK Ronse hat sich gewiss noch nicht aufgegeben."