Zwei Spiele, zwei Niederlagen, darunter ein arg deftiges 1:5 gegen Spitzenreiter FC Saint Johnstone, das durch die 0:5-Klatsche in Dundee noch eine Steigerung erlebte. Der Start in die Rückrunde ist den Caley Jags doch arg in die Hose gegangen, und Trainer Tumirnix kann sich nur verwundert die Augen reiben, dass er mit Caledonian Thistle immer noch auf Platz zwei steht. Aber natürlich soll das auch so bleiben, weshalb er mit seinen Schützlingen zum Baden ans Loch Ness fuhr. "Eiskaltes Wasser ist genau das richtige, um die müden Beine wieder munter zu machen", sinnierte der Coach auf den Mauern von Urquhart Castle, während seine Kicker einmal zum anderen Ufer und wieder zurück kraulten.
Während er auf seine Kicker wartete, äußerte
sich Tumirnix gegenüber eines vorbeirradelnden Pressefritzen auch zur momentanen Situation in der Liga, in der Gerüchte über Trainerwechsel die Runde machen. Sein spezielles Augenmerk richtete Tumirnix dabei in Richtung Glasgow. "Was bei Celtic momentan abläuft, spottet jeder Beschreibung", so der 38-Jährige, der einen üblen Verdacht hegt: "Jeder weiß doch, dass Oleg mit Herz und Seele an den Rangers hängt. Da ist es doch nicht verwunderlich, dass er bei Celtic nichts auf die Beine bringt und gleichzeitig anhaltend vom Abschied faselt." Tumirnix glaubt: "Sollten die Bhoys absteigen, wäre Oleg der letzte, der sich grämen würde. Und bei den Rangers würde sein Denkmal gewiss einen goldenen Anstrich erhalten."
Ein deutliches Raunen ging durch die Katakomben des Caledonian Stadium in Inverness. "Dieser Coelho soll tatsächlich auf dem Sprung nach Schottland sein", mochte Trainer Tumirnix die Kunde nicht glauben. Eine tatsächliche Bestätigung gab es zwar zunächst nicht, "aber wenn dem wirklich so ist, freue ich mich auf einen Sprüche klopfenden Aufschneider, mit dem ich in der Almond Bank gerne ein Glas zu viel trinken werde", so Tumirnix in seiner Reaktion. Und: "Wenn er sich tatsächlich stellt, ist das schon der erste Schritt zum Highlander. Es kann
eben nur einen geben."
Rein sportlich schweben im Umfeld der Caley Jags derzeit alle über den Wolken, führt die Tumirnix-Truppe die Tabelle der SPL doch urplötzlich an. "Verdammt", flucht der Coach, der auf gepackten Koffern sitzt und zum Scouting für zehn Tage nach Spanien aufbricht. "Von einer solchen Situation konnte man nun wirklich nicht ausgehen", so der 39-Jährige, der sagt: "Ich habe meinem Co konkrete Anweisungen gegeben. Es wird schon schiefgehen."
Tumirnix: "Die Dornen werden stechen. Auch wenn ich nicht da bin."
Die Steelmen warten. Und Trainer Tumirnix ist sehr gespannt auf den Auftritt seiner Caley Jags beim Turbulenz-Klub aus Motherwell, um den sich immer wieder irgendwelche Spekulationen ranken. "Ich denke", sagt Tumirnix, "dass die Verantwortlichen dort einfach nur von den eigenen Unzulänglichkeiten ablenken wollen." Und der Trainer von Inverness Thistle gibt sich überzeugt: "Ein Sir wird sich nie auf
die staubige Trainerbank im traurigen Motherwell setzen." Und weiter: "Eine Mannschaft kann übrigens nur so viel Potenzial verlieren, wie sie hat." Wieviel das nun ist, mögen die Steelmen bitte beweisen. "Und sich nicht bei irgendwelchen inoffiziellen Songcontests den Frust von der Seele singen."
Tumirnix: "Die Dornen werden stechen. Zumindest die Hibs sind da immer sehr anfällig."
"Paulo ... wer?" Recht verdutzt schaute Inverness-Trainer dieser Tage aus der Wäsche, als er sich nach dem Training einer spanischen Medienschar gegenüber sah. Was er denn vom aufstrebenden Meistertrainer halte? "In Spanien trainiert doch Tobias Denker, ein wahrer Könner", erzählte Tumirnix in Erinnerung an gemeinsame Belgien-Jahre. Auch Topse sei gewiss weit näher an einer Copa-Legende als - "wie heißt der?" Den Hinweis, die schottische Presse sei doch derzeit voll mit Anfeindungen seitens des Spaniers, führte kaum mehr als zu einem Schulterzucken: "Presse eben." Erst von den
Journalisten mit der Nase ("Coelho") drauf gestoßen, vermochte er immerhin so viel zu sagen: "Na, da gibt es einen brasilianischen Schriftsteller, der Mann war schon in seiner Jugend mehrfach in psychiatrischer Behandlung." Vielleicht spiegele sich dies in einem überproportionalen Mitteilungsbedürfnis mit, so Tumirnix, der nur eine Erklärung hat: "Den Typ müssen sogar die Griechen schon mal ausgewiesen haben." Sprach's - und machte sich auf zum wöchentlichen Trainerstammtisch in The Almond Bank in Livingston.
Tumirnix: "Die Dornen werden stechen. Und gerne auch mal in Spanien."
Wer ein Ehrenamt ausfüllt, der hat es nicht immer einfach. Nicht anders ist es mit der Aufgabe als Jury-Mitglied, wen es darum geht, den "ALE of the Empire" zu vergeben. Und so betrat Tumirnix doch arg zerknirscht die "Almond Bank" in Livingston, wo mit einem ordentlichen Begrüßungstrunk die Rückkehr von Sir Oleg gefeiert wurde. Schon zwei Mal hatte der Trainer von Inverness Thistle die Entscheidung des durch die Cairngorm-Brauerei ausgeschriebenen Journalisten-Preises verkünden müssen, und zwei Mal war der Zuschlag nach England gegangen. Und nun? Trotz des alles überstrahlenden Oleg-Comebacks in Glasgow der Jury ein ungemein tragisches Schicksal nahe gegangen, so dass Tumirnix das Wort ergriff.
"Es gibt einen Verein auf dieser Insel, dem wurde wirklich übel mitgespielt", leitete er die Bekanntgabe des neuen
Preisträgers ein. "Da gab es einen Kassierer, der hat das Geld um die Ecke gebracht, der Verein sah sich kurzerhand eines gewaltigen Schuldenbergs gegenüber, musste Spieler ver- und Traurig-Treter einkaufen." Gemeint war - Charlton Athletic aus der englischen Championship, wo nun Jugendspieler Tim Mälzer und Trainercousin Wolfgang Paul, mit dem Potenzial seines in den 60ern aktiven Opas ausgestattet, die neuen Hoffnungsträger sind. "Wir", so Tumirnix weiter, "möchten dem Trainer dort frischen Mut geben für seine schwierige Aufgabe. Der ALE geht an Georg Frese."
Tumirnix sprach's, packte ein Bündel frisch gedruckter Pfund-Noten aus - und schmiss zunächst mal drei Lokalrunden. "Ein besonderer Gruß unserer Brauerei", erklärte er und wischte so jeden aufkommenden Unmut der erneut nicht bedachten Schotten-Presse zur Seite.
Wer ein Ehrenamt ausfüllt, der hat es nicht immer einfach. Nicht anders ist es mit der Aufgabe als Jury-Mitglied, wen es darum geht, den "ALE of the Empire" zu vergeben. Und so betrat Tumirnix doch arg zerknirscht die "Almond Bank" in Livingston, wo mit einem ordentlichen Begrüßungstrunk die Rückkehr von Sir Oleg gefeiert wurde. Schon zwei Mal hatte der Trainer von Inverness Thistle die Entscheidung des durch die Cairngorm-Brauerei ausgeschriebenen Journalisten-Preises verkünden müssen, und zwei Mal war der Zuschlag nach England gegangen. Und nun? Trotz des alles überstrahlenden Oleg-Comebacks in Glasgow war der Jury ein ungemein tragisches Schicksal derart ans Herz gegangen, dass Tumirnix erklärte: "Es gibt einen Verein auf dieser Insel, dem wurde wirklich übel mitgespielt", leitete er die Bekanntgabe des neuen
Preisträgers ein. "Da gab es einen Kassierer, der hat das Geld um die Ecke gebracht, der Verein sah sich kurzerhand eines gewaltigen Schuldenbergs gegenüber, musste Spieler ver- und Traurig-Treter einkaufen." Gemeint war - Charlton Athletic aus der englischen Championship, wo nun Jugendspieler Tim Mälzer und Trainercousin Wolfgang Paul, mit dem Potenzial seines in den 60ern aktiven Opas ausgestattet, die neuen Hoffnungsträger sind. "Wir", so Tumirnix weiter, "möchten dem Trainer dort frischen Mut geben für seine schwierige Aufgabe. Der ALE geht an Georg Frese."
Tumirnix sprach's, packte ein Bündel frisch gedruckter Pfund-Noten aus - und schmiss zunächst mal drei Lokalrunden. "Ein besonderer Gruß unserer Brauerei", erklärte er und wischte so jeden aufkommenden Unmut der erneut nicht bedachten Schotten-Presse zur Seite.
Wer ein Ehrenamt ausfüllt, der hat es nicht immer einfach. Nicht anders ist es mit der Aufgabe als Jury-Mitglied, wen es darum geht, den "ALE of the Empire" zu vergeben. Und so betrat Tumirnix doch arg zerknirscht die "Almond Bank" in Livingston, wo mit einem ordentlichen Begrüßungstrunk die Rückkehr von Sir Oleg gefeiert wurde. Schon zwei Mal hatte der Trainer von Inverness Thistle die Entscheidung des durch die Cairngorm-Brauerei ausgeschriebenen Journalisten-Preises verkünden müssen, und zwei Mal war der Zuschlag nach England gegangen. Und nun? Zwischen dem alles überstrahlenden Oleg-Comeback in Glasgow und den typisch-traurigen Wochenend-Analysen der englischen Presse-Lanschaft war der Jury ein ungemein tragisches Schicksal derart ans Herz gegangen, dass Tumirnix fast schon mit einem um Entschuldigung heischenden Blick das Wort ergriff.
"Es gibt einen Verein auf dieser Insel, dem wurde wirklich übel mitgespielt", leitete er die Bekanntgabe des
neuen Preisträgers ein. "Da gab es einen Kassierer, der hat das Geld um die Ecke gebracht, der Verein sah sich kurzerhand eines gewaltigen Schuldenbergs gegenüber, musste Spieler ver- und Traurig-Treter einkaufen." Gemeint war - Charlton Athletic aus der englischen Championship, wo nun Jugendspieler Tim Mälzer und Trainercousin Wolfgang Paul, mit dem Potenzial seines in den 60ern aktiven Opas ausgestattet, die neuen Hoffnungsträger sind. "Wir", so Tumirnix weiter, "möchten dem Trainer dort frischen Mut machen für seine schwierige Aufgabe. Der ALE geht an Georg Frese."
Tumirnix sprach's, packte ein Bündel frisch gedruckter Pfund-Noten aus - und schmiss zunächst mal drei Lokalrunden. "Ein besonderer Gruß unserer Brauerei", erklärte er und wischte so jeden aufkommenden Unmut der erneut nicht bedachten Schotten-Presse zur Seite.
Tumirnix: "Die Dornen werden stechen. Und hier wird es manch einem bald auch dreckig gehen."
Die Auftaktpleite ist vergessen, durch ein 1:0 gegen den FC Dundee sieht die Welt bei den Caley Jags wieder freundlicher aus. Und so träumt Trainer Tumirnix auf seiner Terrasse mit Blick auf den Beauly Firth so vor sich hin. „Oleg ist also wieder da“, so der Coach, der sich mit der Frage beschäftigt, wie er den Sir demnächst in Inverness begrüßen soll. „Eine ausgedehnte Pubtour dürfte den Ansprüchen nicht genügen“,
mutmaßt er – und könnte sich eine Kutterfahrt auf dem nahen Loch Ness vorstellen: „Mit Dudelsack-Orchester, ordentlich Haggis und natürlich Guinness bis zum Abwinken…“
Vorher geht es zunächst aber nach Dumfries. Bei der Queen aus dem Süden möchten die Caley Jags ihr Punktekonto ins Positive wenden.
Tumirnix: "Die Dornen werden stechen. Wobei – einer Königin sollte man doch ein gewissen Respekt entgegenbringen."
INVERNESS. Ganz nah' dran ist auch daneben. Bis in die Schlussphase gestalteten die Caley Jags ihr Auftaktspiel beim FC Saint Johnstone absolut offen. Als dann aber Schiedsrichter McBlind nach einem harmlosen Rempler im Strafraum der Jags auf Elfmeter für die Platzelf entschied, ging die Partie doch noch in die Binsen. Die Schlussoffensive der Jags mit Mann, Maus und Torwart blieb unbelohnt, im Gegenteil legten die Gastgeber noch einen nach. Kein Wunder, dass Inverness-Trainer Tumirnix am Seitenrand fluchte. "Der ist doch schon nach vier Minuten wieder aufgestanden,
die aufgeschlagene Lippe hat doch kaum geblutet", so der Coach, der sich verschaukelt fühlte: "Weiß der Kuckuck, in welchen Pub Jerry den Schiri eingeladen hat."
Mit Erheiterung hat Tumirnix derweil vernommen, wer sich schon zum Saisonstart so alles auf den Favoritenschild hebt. "Da wacht Thies gerade auf, möchte den Titel und steht gleich wieder im Keller. Jerry muss erst mal an seiner Taktik feilen, wird nicht immer den Schiedsrichter auf seine Seite ziehen können."
Tumirnix: "Die Dornen werden stechen. Dann eben die Dees."
Inverness. Das Landgut von Inverness-Trainer Tumirnix. Bei einem 15-jährigen Single Malt mit Fassstärke sinniert der Coach dieser Tage auf seiner Terrasse mit Blicka uf den Beauly Firth vor sich hin.
Bleibt Don Marco treu? "Ganz klar, nein. Don ist ein Wandervogel, sagt selbst, er wolle die Buddies übernehmen. Und mit seinem Auftreten bei den Killies provoziert er ja geradezu einen Rausschmiss."
Nutzt er Kilmarnock nur als Sprungbrett zu seinem ersehnten St. Mirren? "Ja, eben."
Findet man jemals das Monster von Loch Ness? "Die Frage
ist natürlich falsch gestellt. Gefunden haben wir es längst. Die Kunst ist doch, das Viech nicht einfangen zu lassen. Schließlich leben auch wir hier in Inverness sehr gut davon."
Ist die griechische Finanzkrise nur ein weiteres Anzeichen darauf das Ouzo blöd macht ? "Ohne Einschränkung: JA!"
Bleibt die Frage, was Don Marco nicht zu fragen wagt... "Vielleicht, wie er mit den Killies bei diesen Trainingsmethoden Erfolg haben soll?"
Tumirnix: "Die Dornen werden stechen. Und Jerry soll's als Erster spüren."
Keinerlei Flutlicht, auch keine Menschenmassen, kein Trommelwirbel. Deutlich weniger Getöse als noch bei der Premierenvergabe kennzeichnete dieser Tage die Verleihung des zweiten ALE für Außergewöhnliche literarische Ergüsse auf den britischen Inseln. Aber immerhin: Die Medienvertreter von Funk, Fernsehen und Print ließen es sich doch nicht nehmen, die Pressekonferenz in den Hallen der Cairngorm Brauerei in Aviemore zu besuchen, wo Sheep Shagger als Brauerei-Vertreter das Ergebnis der Jury verkündete: "And the ALE goes to - Anders Quälixson."
Anders Quälixson also, der Trainer der Queens Park Rangers aus der
englischen Premier League. Aber warum? "Die Jury würdigt mit dieser Auszeichnung das waghalsige Manöver, die eigene Mannschaft mit einem Trainingslager in den schottischen Highlands aufs Saisonfinale vorzubereiten." Die Auszeichnung solle gleichzeitig ein Trost für Meistertrainer Quälixson sein, der sich durch Kälte, Dauerregen und triste Platzverhältnisse seiner Titelchancen beraubt sah. "Klar", schmunzelte Tumirnix, "solche verweichlichten Engländer haben mit den für uns alltäglichen Bedingungen halt so ihre Not. Die Idee, sich überhaupt in die Highlands zu wagen, ist den ALE aber wert."
Keinerlei Flutlicht, keine Menschenmassen, kein Trommelwirbel. Deutlich weniger Getöse als noch bei der Premierenvergabe kennzeichnete dieser Tage die Verleihung des zweiten ALE für Außergewöhnliche literarische Ergüsse auf den britischen Inseln. Aber immerhin: Die Medienvertreter von Funk, Fernsehen und Print ließen es sich doch nicht nehmen, die Pressekonferenz in den Hallen der Cairngorm Brauerei in Aviemore zu besuchen, wo Sheep Shagger als Brauerei-Vertreter das Ergebnis der Jury verkündete: "And the ALE goes to - Anders Quälixson."
Anders Quälixson also, der Trainer der Queens Park Rangers aus der
englischen Premier League. Aber warum? "Die Jury würdigt mit dieser Auszeichnung das waghalsige Manöver, die eigene Mannschaft mit einem Trainingslager in den schottischen Highlands aufs Saisonfinale vorzubereiten." Die Auszeichnung solle gleichzeitig ein Trost für Meistertrainer Quälixson sein, der sich durch Kälte, Dauerregen und triste Platzverhältnisse seiner Titelchancen beraubt sah. "Klar", schmunzelte Tumirnix, "solche verweichlichten Engländer haben mit den für uns alltäglichen Bedingungen halt so ihre Not. Die Idee, sich überhaupt in die Highlands zu wagen, ist den ALE aber wert."
Kein Flutlicht, keine Menschenmassen, kein Trommelwirbel. Deutlich weniger Getöse als noch bei der Premierenvergabe kennzeichnete dieser Tage die Verleihung des zweiten ALE für Außergewöhnliche literarische Ergüsse auf den britischen Inseln. Aber immerhin: Die Medienvertreter von Funk, Fernsehen und Print ließen es sich doch nicht nehmen, die Pressekonferenz in den Hallen der Cairngorm Brauerei in Aviemore zu besuchen, wo Sheep Shagger als Brauerei-Vertreter das Ergebnis der Jury verkündete: "And the ALE goes to - Anders Quälixson."
"Schon wieder ein Engländer", entfuhr es einigen speziell der schottischen Schreiberlinge, die allzu gerne den ersten einheimischen Titelträger gefeiert hätten und mit Dugarry in der einschlägigen Presse auch schon einen Favoriten ausgemacht hatten. In seiner Erklärung hinsichtlich der Entscheidung für den Monat April ging Mit-Initiator Tumirnix auch auf entsprechende Forderungen des Boulevard ein: "Mit Dugarry verbinden Jerry und mich sehr innige Bande, was es uns nicht immer einfach macht, ihn bei der Preisvergabe einzuordnen." Heiß diskutiert worden sei beispielsweise das jüngste Torf-Duell in der Almond Bank, wobei sich hier in seiner Erinnerung doch
einige Lücken aufgetan hätten, so Tumirnix: "Ich bin irgendwann in der Klinik aufgewacht, hatte Miss-Erfolgstrainer Bellicus zum Zimmernachbarn, und der erzählte mir, ich hätte mir mit den Caley Jags ja eine ordentliche Abreibung abgeholt." Weil ohnehin noch keine Einigung in der Jury herrsche, in wie weit Dugarry den ALE tatsächlich als Auszeichnung honorieren würde, habe man sich eben anders entschieden. "Und das", unterstrich Tumirnix mit anschwellender Stimme, "aus voller Überzeugung".
Anders Quälixson also, der Trainer der Queens Park Rangers aus der englischen Premier League. Aber warum? "Die Jury würdigt mit dieser Auszeichnung das waghalsige Manöver, die eigene Mannschaft mit einem Trainingslager in den schottischen Highlands aufs Saisonfinale vorzubereiten." Die Auszeichnung solle gleichzeitig ein Trost für Meistertrainer Quälixson sein, der sich durch Kälte, Dauerregen und triste Platzverhältnisse seiner Titelchancen beraubt sah. "Klar", schmunzelte Tumirnix, "solche verweichlichten Engländer haben mit den für uns alltäglichen Bedingungen halt so ihre Not. Die Idee, sich überhaupt in die Highlands zu wagen, ist den ALE aber wert."
Was für ein Freitag. Ein schwarzer Freitag für Tumirnix. Aber auch ein scharzer Freitag für manch anderen. "Gut, die Lions haben uns bezwungen. Ich weiß aber nicht, ob das genug für die Meisterschaft war", sagt Tumirnix, der aber auch so viel erkennt: "Wir können uns damit größere Ambitionen in jedem Fall abschminken."
Und auch für Jerry war es ein schwarzer Freitag. Noch mal der Coach der
Caley Jags: "Sieben, vielleicht neun Punkte wollte er einfahren, geworden sind es zwei", rechnet er vor - und schlussfolgert: "Wie soll Jerry nun noch zwei Spiele gewinnen?"
Wer ist also der Sieger? "Na, irgendwer wird schon Meister werden. Aber Sieger ist die Liga. Denn Thies ist aus dem Dämmerschlaf erwacht. Und Oleg sitzt in den Startlöchern."
Tumirnix: "Auf geht es, Highlander. Machen wir das Beste daraus."
Es gibt Dinge, die sind um Längen wichtiger, als aufm Platz. "Der gesunde Sohn zum Beispiel", sinniert Tumirnix dieser Tage bei einem guten Schluck Whisky auf der sonnenüberfluteten Terasse seines schmucken Landhauses vor sich hin. Der Trainer der Caley Jags genießt vor den Toren von Inverness den Blick auf den Beauly Firth, freut sich: "Ich habe eine gesunde Familie, einen Job bei einem Verein, der auf eine prima Saison schauen kann." Und doch gibt es Dinge, die sind so unwichtig, wie nur was - und lassen einen doch voll Übermut den einen oder anderen Purzelbaum schlagen. Für den Trainer der Caley Jags dieser Tage selbstverständlich, bei Kumpel Jerry die neue Einrichtung an den rechten Platz
zu rücken - und das Inventar (Tumirnix: "Typisch, lauter Nobelmarken") anschließend zu begießen. Als er dann aber sogar Trainerlegende Oleg gegenüberstand, wuchs in dem Jungschotten eine zittrige Vorfreude: "Der Sir ist zurück, das Schottenleben verspricht eine weitere Spur lebhafter zu werden."
Sportlich? "Dugarry hat ja schon mal alles durchgerechnet. Natürlich ist es ihm nicht gelungen, sich von der Favoritenrolle reinzuwaschen", schmunzelt Tumirnix, der unterstreicht: "Am Freitag können die Lions ihr Meisterstück machen. Sie müssen nur gegen uns gewinnen."
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander. Wir stürmen das Almondvale Stadium."
Der erste ALE ist vergeben, und so rückt der Ligaalltag wieder in den Mittelpunkt. Und dem begegnet Trainer Tumirnix in Inverness mit großer Spannung - und einer kleinen Analyse der Lage der Nation: "Bellicus hat seine Chancen auf die Meisterschaft entdeckt, haut plötzlich in die Tasten und verrät gleichzeitig den echten schottischen Whisky, dem er das irische ey-Gesöff vorzieht. Dazu torkelt Dugarry durch die Kneipen und denkt daran, seinen Job an eine cognag-schluckende Französin abzugeben. Jerry übt sich in Pflichterfüllung und
begnügt sich mit einfacher Spielanalyse. Und Bluebiker flirtet mit aller Welt, ergibt sich in seiner Hoffnungslosigkeit und erhält sogar noch Unterstützung und vermutlich einen Enzian aus dem Alpenland. Weil Altschotte Thies auch noch in Abwesenheit glänzt und wahrscheinlich Ostseewasser schlürft, lässt sich festhalten: Es wird zu viel internationales Gebräu getrunken im Schotten-Land."
Tumirnix: "Auf geht es, ihr Highlander, es kann nur einen Sieger geben. Gönnt den anderen ihre Brause, wir trinken unser Ale und greifen an."