Viel Bewegung ist in der Tabelle der MTN Ligue 1 der Elfenbeinküste nicht zu verspüren. Fast alle bleiben auf ihren Plätzen ohne sich vor oder zurück zu bewegen. Auch Racing Koumassi behauptet den vierten Platz, der am Ende der Saison so wichtig sein könnte. "Wenn Sie mir jetzt sagen würden, dass wir keinen Platz mehr verlieren, wäre ich zwar ungläubig, aber ich würde es sofort akzeptieren", äußerte sich der Trainer haxel zum aktuellen
Stand.
Nur leider scheint dies geradezu ausgeschlossen, denn am nächsten Wochenende stehen zwei Auswärtsspiele an. "Bei unserer bisherigen Auswärtsleistung können Sie sich ja denken, wo wir nach dem Wochenende stehen. Ganz sicher nicht mehr an der vierten Position."
Tatsächlich haben die Mannen um haxel auswärts gerade mal ein Tor erzielt und noch keinen Punkt geholt. So kann man davon ausgehen, dass demnächst doch mal Bewegung in die Tabelle kommt.
Zwar verlor Racing Koumassi einen Platz in der Tabelle, aber die Stimmung beim Club aus dem Viertel Abidjans ist nach wie vor blendend. Trainer haxel war jedenfalls zufrieden mit der Leistung und der Einstellung seiner Mannen. "Natürlich war das 0:1 gegen Séwé unglücklich. In solchen Spielen müssen wir dran arbeiten, noch mehr Druck zu entwickeln und sie für uns entscheiden."
Desweiteren möchte haxel in Zukunft einiges in
Fanarbeit investieren. "Wir müssen zusehen unseren Verein bekannter zu machen, um mehr Zuschauer ins Stadion zu locken. Das ist eine Investition in die Zukunft, denn mit der Unterstützung der Fans werden zukünftige Gegner Angst haben, hier anzutreten."
Ob sich aber z.B. europäische Fankultur in diesem eher entspannten Land etabliieren lässt, ist wohl eher fraglich. Dennoch ist der Enthusiasmus der "Elfenbeiner" eine gute Basis dafür.
Es scheint, als ob haxel mit seiner Gelassenheit sehr gut in die MTN Ligue 1 der Elfenbeinküste passen würde. Nach wie vor genießt er das entspannte Leben auf dem ihm bis dato noch unbekannten Kontinenten und steht dennoch ziemlich erfolgreich da. Es ist auch nach den beiden Derbys gegen zwei Stadtkonkurrenten beim Tabellenplatz drei geblieben.
"Nun ja wir sollten den Erfolg genießen so lange er da ist. Das Blatt kann sich auch schnell mal
wenden. Aber die Jungs machen einen ganz guten Eindruck bis jetzt."
Um seiner Mannschaft dazu noch die nötige Portion Gelassenheit einzuimpfen, wurde extra ein jamaikanischer Mentaltrainer verpflichtet, der jegliche Aufregung vor den Spielen vertreibt. Fraglich dabei ist wohl nur, ob die Spieler dadurch unter Umständen nicht auch ihre sie sonst so auszeichnende Speilfreude verlieren und demnächst eher wie Schlaftabletten über den Platz schleichen.
Nachdem haxel vor dem ersten Spieltag viel getan hat, um seine Mannschaft auf die Saison einzustellen, sieht es jetzt schon ganz anders aus. Das Auftaktspiel gegen die "Breiten" wurde klar gewonnen und das war für den Coach das Zeichen sich erstmal zurückzulehnen. "Wir haben gewonnen, wir sind Dritter, da kann man ja auch erstmal das Leben in der neuen Heimat genießen", so der Trainer von Racing Koumassi.
Training nur halbtags, nachmittags Entspannung am Strand, abends
Entspannung auf der Partymeile. So sah der Tagesplan in der letzten Woche aus und das obwohl es so schien, als ob haxel voll motiviert in die neue Aufgabe starten würde. "Aber ich bin doch motiviert. Nur man sollte auch Land und Leute kennenlernen. Hier ist zum Glück ohnehin alles etwas entspannter."
Wie entspannt, wird sich spätestens nach der ersten Niederlage zeigen. Ob sich der Verein die etwas gemütliche Haltung dann noch länger tatenlos anschauen wird, bleibt wohl abzuwarten.
Die Sonne schien ihm ins Gesicht und entlockte ihm ein Lächeln. Angekommen im warmen Afrika, an der südlichen Küste der Elfenbeinküste, aber keine Zeit für Urlaub. Ganz im Gegenteil, denn haxel hat den Club von Racing Koumassi übernommen und sofort mit der Arbeit begonnen. Trotz längerer Abstinenz vom Trainergeschehen und gar einem totalen Blackout, wo er denn zuletzt überhaupt tätig war, wurde ihm der Posten an der Côte d'Ivoire angeboten.
"Da habe ich nicht lange überlegen müssen. Ein schönes Land,
viel Sonne und guter Fußball; was will man mehr", gab der neue Mann zu verstehen. Große Erfolge hat er im Gegensatz zu seinen anderen beiden gespaltenen Persönlichkeiten noch nicht vorzuweisen. Das sieht er selbst aber recht locker: "Dann erwartet wenigstens auch niemand was von mir. Das Saisonziel wird sich wohl erst im Laufe der Zeit ergeben."
Im ersten Spiel geht es zuhause gegen Sabé de Bouna und haxel lässt schon mal sein taktisches Verständnis aufblitzen: "Ich denke sie werden das Spiel breit machen wollen."