Gelangweilt beobachtet Lästerschwester Feststeller Graf Zahl das Treiben des Prenzlauerbergos in der Primera Division und kommt zu einem wenig überraschenden Fazit.
„Der Prenzl wird einfach alt.“, so der Graf. Wir sehen das genauso. Anders sind sich die neusten Kommentare des Kontrahenten um die Meisterschaft (ja richtig, NOB will auch mal wieder oben mitspielen) nicht zu erklären. Einmal jammert er darüber, dass er am letzten ZAT wieder mal gegen Lanus spielen muss. Dann darüber, dass Vinnie seine Felle wegschwimmen sieht, weil er Gimnasia als härtesten Konkurrent sieht – und nicht in CAI. Heute dann die
vorläufige Krönung: Er bettelt quasi darum, dass Gimnasia ihm nicht eine Auswärtssechs verpasst. Dies ist so unwahrscheinlich wie Schnee im März. Äääh, wie ein VfB in der zweiten Bundesliga. Ähm, ja. Ist halt ziemlich unmöglich. Eher wird NOB Meister. Das stinkt mehr nach einem 6:0 als Marcels Fußschweiß. Wie dem auch sei, auf jeden Fall erinnert dieses Gebaren stark an einen verbitterten, alten 64-jährigen Haudegen, der sich nicht damit abfinden kann, dass andere jüngere Heißsporne ihm den Rang abgelaufen haben und fleht nun um Anerkennung, Gnade und um Weiterbeschäftigung. Wir sind hier aber nicht in Peru. Daraus wird nichts.
So meine lieben Kinder. Heute lernen wir ein neues Wort. Aber da solltet ihr eigentlich eure Ohren zu halten. Es ist nämlich nicht ganz jugendfrei (also husch weg, Marcool). Aber heute machen wir mal ne Ausnahme. Ihr seid ja schon groß. Das heutige Wort heißt:
nob
Und ähm ja. Ihr wisst ja schon, was das heißt, oder? Nicht? Oh toll. Also das Wort kann viele Bedeutungen haben. Es stammt aus dem britischen Dialekt.
Die erste Bedeutung wäre mal, ähm, nun ja. Ihr wisst ja, jeder Mann hat da was zwischen den Beinen. Bei manchen ist das gewisse Ding da kleiner wie zum Beispiel beim feNMRis, bei Anderen wie zum Beispiel bei mir ist er gaaaaaaanz groß. Wie ein Unterarm hab ich schon mal gehört.
Also wo waren wir stehen geblieben? Richtig. Nob kann ihr wisst schon bedeuten. Die zweite Bedeutung geht in die ähnliche Richtung. Also spielt sich in der ähnlichen Region ab. Das ist das, was eine Frau und ein Mann machen wenn sie
sich lieben oder was viel wahrscheinlicher ist, wenn die Frau betrunken ist oder dem Mann einfach alles egal ist. Also ja, ich denke ihr versteht schon, auf was ich hinaus will. Ihr seid ja sicherlich schon über bloßes Fummeln und Knutschen hinweg. Ihr frühreifen Bälger. Die zweite Bedeutung ist aber ein Verb. Das solltet ihr euch merken. Es wird wie folgend konjugiert:
I nob
You nob
He, she, it nobs
We nob
You nob
They nob
Die dritte und letzte Bedeutung ist auch nicht besonders schön. Müsst ihr aber mal gehört haben. Die sagt man, wenn mal jemand wieder einen kompletten Dachschaden hatte, die Alte ausgespannt hat oder einfach nur ein totaler Spast ist. Also ja. Ein fieses Schimpfwort halt.
Die drei Wörter lernt ihr bitte bis nächste Woche. Die könnten eventuell noch im Vokabeltest dran kommen. So, und nun meine lieben Zweitklässler habt ihr euch eure Pause redlich verdient. Ab hinaus mit euch, die Sonne strahlt!
Gähnende Langeweile in Argentinien. Die High Potentials der hiesigen Zeitungsbranche, Prenzl, Weh und Konsorten bekleckern sich gerade nicht mit Ruhm. Wer, wenn nicht Graf Zahl kann dann überhaupt noch ein journalistisches Feuerwerk abfeuern?
Die Kolumne? Guter Witz. Dann kann die Bild-Zeitung auch gleich eine kritische Berichtserstattung über Frau von Guttenberg halten oder auf Sport1 kein
Bericht über den FCB geschalten werden. Also nahezu unmöglich...
Der Jähnig? Der skua? Der Vinnie? Der Reverend? Potenzial wäre bei Allen mehr oder minder (Jähnig mal außen vor gelassen) schon vorhanden, aber davor müsste ihnen eigentlich endlich mal einer die Enter-Taste beibringen. Zeilenumbrüche
Eine zugegeben sonderbare (mangels Kreativität und fortschreitender Zeit zu 19:00 Uhr) Liebeserklärung.
Irgendwo zwischen Platz 20 und Platz 1 befindet sich der Lieblingsverein jedes Argentiniers, die Newell’s Old Boys. Davor und dahinter spielt der bemitleidenswerte Rest, denn eines ist klar: NOB ist der geilste Verein der Welt! Und er wird auf immer und ewig zu Graf Zahl gehören. Egal was kommt. Da muss erst ein NMR dazwischen kommen. Besser gesagt zwei. Misserfolg oder Erfolg? Egal! Hauptsache NOB. Hier ist man glücklich, hier ist das Herz an der richtigen Stelle. NOB por siempre! De todo la vida!
Juhu! Jucheisa! Hurra! Die eine Woche ohne NOB-Titel im Namen hat ein Ende. Da ist er wieder: NOB!
In oberen Sphären schweben nämlich die Old Boys. Man kann sich gar nicht mehr daran erinnern, wann das letzte Mal die Mannschaft aus Rosario auf der Eins war. Sicherlich irgendwann unter der Gerd-Müller-Ära. Genauso lang ist es her, dass so ein fader Artikel das Pressebüro der Old Boys verlasst hat. Aber keine Zeit und keine Lust führen dazu. Da hilft nicht mal ein noch so toller Platz 1. Was soll’s. ZAT voraus!
Kann nicht die Saison nur aus Heimspielen für die Newell’s Old Boys und nur aus Auswärtsspielen für den Rest der 19 Erstligisten bestehen? Ist sicherlich logistisch möglich. Wir glauben daran. Man müsste mal nur die Spielpläne dementsprechend anpassen. Aber wetten, dass NOB trotzdem nicht Meister wird?
Oh, da fällt uns auch schon was ein. Mist. den NOB im Titel vergessen. Wie gleichen
das wir wieder aus? In einem Artikel sämtliche Vereinsnamen der restlichen 19 Erstligisten verwenden? Nein, so billig sind wir nicht. Keine Ahnung, erstmal einen CAIpirinha und einen CAHBA drauf trinken und dann einen JUJUY rauchen. Wir sind ja schon 18 also werden wir nicht gegen die JUSTICIA verstoßen. Aber nicht zu viel trinken und rauchen. Sonst grüßt wieder der Dickdarm. Oder wieder Argentinier sagt, der lANU…
Senorita Kolumna-Krause ist zum ersten Mal zu Hause bei Graf Zahl zu Kaffee, Tee und Steinobst eingeladen worden. Wir befinden uns in Rosario, der wohl romantischsten Stadt Argentiniens.
GZ: Wollen Sie Zucker zu Ihrem Tee? KKK: Karla Kolumna-Krause kann nur Kandiszucker, Ihre königliche Grafheit. Sie haben hier eine schöne Villa sich zugelegt, werter Graf. Wie können Sie sich das als Trainer mit mittelmäßigen Fähigkeiten bei einem Graue-Maus-Verein leisten? GZ: Kandis? Gerne doch. KKK: Graf? Hören Sie mir zu? GZ: Immer doch, Senorita Kolumna-Krause. KKK: Na gut.
Was sagen Sie eigentlich zum Saisonstart? Schon wieder im Mittelfeld gefangen? GZ: Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt. KKK: Sehr aussagekräftig. Wie immer. Meine Leser würden gerne auch wissen, was Sie zum Weh‘schen NMR in der Copa Libertadores sagen? Und was zum miesen Saisonstart der Boca Juniors? GZ: Dios mio! Senorita Kolumna-Krause können Sie wirklich nicht das Private vom Beruflichen trennen? Müssen wir ausgerechnet jetzt ein Interview bei unserem ersten Date halten? Lässt sich das wirklich nicht verschieben? KKK: Ja gut... GZ: Hier, probieren Sie mal getrocknetes Steinobst.
Und plötzlich kommt von irgendwoher ein Lichtlein her. Wir befinden uns in Rosario, der wohl weihnachtlichsten Stadt Argentiniens.
KKK: Feliz navidad, Senor Zahl! GZ: Ich heiß nicht Felix. Und genauso wenig bin ich ein Senor. Graf Zahl. Bringen Sie das endlich mal in Ihr hübsches Schreiberköpfchen rein. KKK: Welche Laus ist Ihnen denn über Ihre Leber gelaufen, werte Miesepetrigkeit? GZ: Welche Leber? Ich habe keine mehr nach alldem Wein und Braten… KKK: Aha. Und warum sind Sie jetzt so mies drauf? Nur Socken und Strümpfe zu Weihnachten bekommen? GZ: Ich hasse Weihnachten. KKK: Wie können Sie
sowas nur sagen. Weihnachten ist das Fest der Liebe! GZ: Eher der Hiebe… KKK: Jetzt hören Sie mal auf. Denken Sie nur an die vielen Kinder, die sich auf den Weihnachtsmann freuen. Sie warten abends in der dunklen Stube auf ihn. Und plötzlich kommt er. Der bärtige Mann in Rot. GZ: Den es übrigens nicht gibt. KKK: Das ist so herzlos von Ihnen. GZ: So bin ich nun mal. Eiskalt, unberechenbar, ein knallharter Taktiker und Stratege. Harte Schale, harter Kern. Und das wird man auch diese Saison wieder zu spüren bekommen. Mit harten Bandagen greifen die Old Boys…
… GZ: Warum lachen Sie jetzt, Senorita Kolumna-Krause?
Hat mal einmal so ein lustiges Spielchen angefangen muss man auch weitermachen. So und jetzt meckert nicht. Findet mal einen Titel, der die Buchstabenreihenfolge „nob“ beinhaltet und auch irgendwie zum Leitthema der Woche, der üblichen Verballhornung von Jähnigs Überschriften, zusammen passt.
Aber wir müssen hier uns nicht rechtfertigen. Als Trainer der Newell’s Old Boys erst recht nicht. Da sind die Zeiten, wo man sich für nicht erreichte Saisonziele rechtfertigen muss, schon längst vorbei. Außerdem ist es doch psychologisch viel besser, das Saisonziel „Meisterschaft“ nicht zu erreichen als den „Klassenerhalt“. Waren das schon fünfhundert Zeichen? Ja? Super.
Karla Kolumna-Krause: Warum sind Sie am feiern, werter Graf? Das war doch eine äußerst besch… eidene Saison? Graf Zahl: Wir werden auch in der 31. Saison wieder Stadtmeister von Rosario sein, Senorita Kolumna-Krause. Das ist Grund genug zum feiern. Karla Kolumna-Krause: Mangels Konkurrenz…
Verzweifelnd muss Graf Zahl mit ansehen wie seine Old Boys mal wieder very old in Sachen Meisterschaft da stehen. Das ist er ja eigentlich schon gewohnt. Aber dieses Mal ist es noch ne Ecke schlimmer…
Graf Zahl dazu, der in seiner Weltanschauung und aufgrund seines verminderten Verständnisses von Taktik und Setzstrategien vom Neid zerfressen ist: „Wenn ich sehe, wer da die besten Meisterschaftschancen hat, bekomm ich vom Fleck weg Pusteln am Arsch. Ich meine, hallo? Erstmal sind es diese zwei Ösis aus der Pseudo-Macho-Liga, Serbien- und Montenegro, das Weh und Fenris. Wir brauchen kein zweites Cordoba hier. Und
ne zweite SM erst recht nicht! Und dann spielt das andere Weh der Liga, Vinnie Jones auch noch oben mit. Derselbe Vinnie, der vor einem halben Jahr rumgejammert hat, dass Copa keinen Spass macht und er mit seinen Boca Juniors schon mehr als überausgelastet ist. Und was ist jetzt? Jetzt hat er zwei Vereine, denen er beiden eine rührselige Liebeserklärung geschrieben hat. Na toll. Und wenn die drei Meisterschaftsaspiranten es doch noch vergeigen, dann springt Pfo-Stan in die Presche. Super! Kann die Saison eigentlich noch schlimmer enden? Das ist so unfair! Gerd Müller, bitte melde dich! Wir brauchen schnellstens einen Saisonabbruch. SOFORT!
Langsam öffnet er seine Augen. Das grelle, viel zu grelle Sonnenlicht blendet ihn. Es dauert bis sich sein Sehorgan wieder an das Licht gewöhnt hat. Wo ist er? Er schaut sich um. In einem Bett in einem Krankenhaus? Mit einem Schlauch in seinem Arm? Wie konnte das passieren? Langsam erinnert er sich wieder. Als er die Ligaergebnisse in der Primera checken wollte, traf ihn der Schlag als er das Auswärtsspiel bei Instituto näher unter die Lupe nehmen wollte und er fiel in Ohnmacht. Doch irgendwas ist anders. Sein Zimmer ist schmutzig, es liegen Abfälle auf dem Boden. Und keine Menschenseele ist zu hören. Was ist hier eigentlich los?
Er weiß nicht wie lange er dort geliegen ist. Doch nachdem er so lange gebraucht hat um auf die schwachen Füße zu kommen, müssen es Monate gewesen sein. Er schaut sich um im Krankenhaus. Alles wirkt verlassen. Und schmutzig. An einer Wand steht mit Blut geschrieben: „Rosario oder Buenos Aires – Hauptsache lebendig!“ Er versteht nicht. Er läuft weiter und bahnt sich seinen Weg durch umgefallene Rollstühle, ausgelaufenen Nachttöpfen und herum liegenden Vakuumpumpen, die eine komische Form aufweisen. Was für eine Klinik ist das eigentlich?
Er geht weiter bis er seinen ersten Toten sieht. Ein Bein fehlt. Das Gesicht halb verwest, ein paar Zähne ausgerissen und am Arm... sind das Bissspuren? Nein, kann nicht sein. Er geht weiter. Zum Notausgang. Irgendwie kommt der Tote ihm bekannt vor. Sah Basile nicht auch so aus? Er dreht sich instinktiv um. Hat sich der Tote gerade bewegt? Er läuft weiter Richtung der Tür mit dem grünen Schild „EXIT“. Er schaut zurück. Und bereut den Blick sofort. Der Tote, wenn man ihn überhaupt so nennen kann, macht Anstalten auf zu stehen. Kann es aber nicht. Wie auch mit nur einem Bein? Er schafft es nicht. Wäre die Situation nicht so außergewöhnlich Furcht einflößend, wäre Graf Zahl schon am Lachen. In fast schon Slapstick-artiger Manier versucht das bemitleidenswerte, tote Etwas aufzustehen, fällt aber jedes Mal dabei hin. Dann doch grinsend verlässt der Graf das Krankenhaus. Gefährlich können diese Wesen ja nicht sein. Irgendwie erbärmlich und einfach nur saudämlich.
Anm. d.
Red.: Was Graf Zahl an dieser Stelle noch nicht wissen konnte: die mangelnde Intelligenz des dämlichen Einbeinigen ist darauf zurück zu führen, dass der Tote, seines Zeichens Betrüger, schon als Lebendiger eher den Durchschnitts-IQ einer sambischen Tsetse-Fliege hatte.
Er läuft durch eine verwahrloste, zerstörte Stadt. Er sieht kaputte Autos, mit Dreck beschmierte Häuser und viele, viele Leichen. Was ist aus seinem Rosario bloß geworden? Er sehnt sich nach den Pressereibereien mit seiner Senorita Kolumna-Krause. Wo steckt sie eigentlich? Was macht sie? Warum denkt er überhaupt über sie nach? In Gedanken versunken merkt er nicht, dass hinter ihm sich etwas aufrichtet und beginnt zu laufen. Er hört ein Geräusch. Dreht sich um und schaut in das Antlitz eines Zombies, der bereit zum Angriff ist. Wenn man irgendetwas in diesem emotionslosen, abgestorbenen Gesicht erkennen kann, dann wohl die Lust auf Fleisch.
Er dreht sich um und beginnt zu rennen. Einfach nur weg! Was für ein verfluchter Ort ist das eigentlich? Er schaut zurück, der Zombie ist zwar nicht wirklich schnell, aber auch nicht leicht abzuschütteln. Plötzlich sieht er einen weiteren auf sich zukommen. Verflucht nochmal! Er rennt. Und es werden immer mehr. Verdammt. Wäre das jetzt irgendsoein Hollywood-Horrorfetzen würde ihm jetzt ein bewaffneter Fremder zur Hilfe kommen. Aber sind wir nicht. Das ist kein billiger Film, das ist die scheiß Realität! Das ist sein Ende, da ist sich der Graf sicher. Er rennt, aber es werden einfach immer mehr.
Plötzlich hört er Schüsse. Er dreht sich um und sieht wie es die Köpfe der lebenden Toten zerfetzt. Einen nach dem Anderen, bis keiner mehr steht. Da kommt aus einer Hecke ein bierbäuchiger Fußballfan im blauweiß-gestreiften Trikot auf ihn zu und grüßt ihn mit leicht österreichischem Dialekt. „Was zum Teufel? Ausgerechnet du? Hier?“ gibt verblüfft Graf Zahl von sich.
To be continued...
PS: Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich im Vorhinein sämtliche Copyright-Vorwürfe von uns ab. Wir sind als erste auf diese Storyline gekommen. Punkt, Aus, Basta. 28 Days later, Zombieland, The Walking Dead, usw. – alles nur billig abgekupfert!
Der folgende Gesprächsausschnitt hat sich neulich zugetragen in Rosario, der wohl bezauberndsten Stadt Argentiniens:
KKK: Senor Zahl, wo waren Sie?
GZ:: Wie meinen Sie?
KKK: Sie haben wochenlang nichts von Ihnen hören lassen. Nicht, dass ich mich jetzt beschwere. Ich fand das sogar recht angenehm ohne Ihre Hochwürdigkeit, aber man wundert sich ja schon...
GZ:: Ich habe mich auf meine Hauptaufgabe konzentriert...
KKK: Auf die Nerven gehen? Dann hätte man doch aber noch mehr von Ihnen gehört, werter Durchlaucht.
GZ:: Nein, ich habe mich auf die sportlichen Aspekte der Newell’s konzentriert.
KKK: Mit durchschlagendem Erfolg...
GZ:: Senorita Kolumna-Krause, Sie verkennen den Ernst der Lage.
KKK: Wirklich? Was haben Sie gross bewirkt in Ihrer medialen Abwesenheit? Im Landespokal ins Finale gekommen, dass Sie mit grösster Wahrscheinlichkeit klar verlieren werden? Oder ein souveränes Dreipunktepolster auf die Abstiegszone erarbeitet?
GZ:: Darum geht es doch nicht. Ich rackere micht für meine Old Boys nicht jeden Tag nur für kurzfristige Erfolge ab. Das hier ist was Längerfristiges...
KKK: Also heisst das, dass ich Sie wohl noch eine lange Weile an der Backe haben werde?
GZ:: Natürlich. NOB por siempre! De todo la vida!
KKK: Ja genau. Was heisst dieser komische Spruch eigentlich? Sie wissen doch, ich kann kein Portugiesisch.
GZ:: Senorita Kolumna-Krause, man spricht in Argentinien Spanisch.
KKK: Jaja, ich komm auch ganz gut ohne zurecht. Ich kann mich gut auch so verständigen. Ein paar Schuhe oder eine hübsche Handtasche
kann man in jeder Sprache kaufen. Nichtsdestotrotz, was heisst das jetzt? NOB – einfach tot wenn es um Titel geht?
GZ:: Genau...
[Schweigen]
KKK: Ähm ja. Seien Sie mal nicht so. Reden wir mal lieber über das anstehende Derby gegen CAI.
GZ:: Derby? Zwischen Avellaneda und Rosario liegen dreihundert Kilometer argentinische Pampa. Da haben Sie mal wieder äusserst schlecht recherchiert, werte Journalistin.
KKK: Jaja, meinen Sie etwa dass meine Initialien für Karla Korinthen-Kacker stehen? Sie wissen doch im CAI-NOB-Derby schlagen die Emotionen über. Denken Sie doch nur an die Paulo-Vlad-Wertung. Eine weitere Niederlagen können Sie sich da nicht erlauben.
GZ: Warum? Ich führe doch.
KKK: Wenn man die Tabelle umdreht?
GZ: Nein, unter mehreren Gesichtspunkten. Ich führe in der Fuxx-Wertung, der Oddset-TK-Relations-Rechnung, SUN-Wertung in Verbindung mit einer umgekehrten Alphabet-Bewertung, der 6:6-Auswärtswertung, und und und...
KKK: Geben Sie’s auf. Man muss auch mal erkennen, wann man verloren hat.
GZ: Wieso verloren? Ich führe doch! (flüstert) Und die Meisterschaft hole ich auch noch. KKK: Darf ich Sie Graf Bahla Bahla nennen?
GZ: Sind ja noch 36 Punkte zu holen bei 13 Punkten Rückstand. Da ist noch Alles drin. Ich kann Ihnen gerne eine A Bola-Tabelle dazu zeigen, in wievielen Fällen das noch aufgeholt worden ist. Und darüber hinaus, ist die Konkurrenz vor mir ja nicht sonderlich gut mit TK bestückt. Sehen Sie dazu diese Tabelle unter Berücksichtigung der Gaussschen Normalverteilung...
KKK: Okay, Sie heissen vielleicht wirklich nicht umsonst Graf Zahl...
Auszug aus der heutigen Pressekonferenz in Rosario:
Karla Kolumna-Krause: Was sagen Sie zu ihrer Verteidigung? Graf Zahl: Ich bitte um Verzeihung? KKK: Sie wissen schon. Dieser niederträchtige Versuch sich so einen erheblichen Wettbewerbsvorteil zu erschleichen… GZ: Ach jetzt aber. War doch witzig. KKK: Fanden Sie? Ich fand das überhaupt nicht lustig. Schließlich musste ich deswegen ein paar, wertvolle Minuten meines Lebens für die Recherche investieren und fand die Antwort nicht gleich auf dem Silbertablett serviert. GZ: Seit wann spielen sie Copa, Senorita Kolumna-Krause? KKK: Darum geht es doch nicht, werte Durchgedrehtheit. GZ: Sondern? KKK: Um boshafte, absichtliche Beeinträchtigung eines Quiz! Sie wissen doch, dass in manchen Ländern auf Wiki-Manipulation die Todesstrafe steht? GZ: Ja, aber wir sind hier in Argentinien. KKK: … was sagen Sie also zu Ihrer
Verteidigung? GZ: Ein bisschen Spaß muss sein? KKK: Aber ich bitte Sie! Das kann doch nicht ihr Ernst sein? GZ: Nein, natürlich nicht. Es tut mir ja auch Leid und ich werde das nicht wieder tun. Eine Handlung aus dem Affekt. Aber das soll nicht als Entschuldigung herhalten. Ich werde mich bessern ich habe da schon einen Plan! KKK: … der da wäre? GZ: Ich werde mich in fremden, copa-externen Foren anmelden. Vielleicht unter dem Nicknamen Milan oder so und dann Copa-Fragen darin posten. Die Forenmitglieder werden dann dort die Antworten posten und über die Google-Sufu werden dann die (hoffentlich) richtigen Antworten auftauchen. So kommen dann hoffentlich auf diesem Weg die geschädigten Spieler wieder zu einem Bonus. Ist kein Ersatz für die fehlenden 0,1 TK, aber ein Anfang. KKK: Werter Hochwürden… GZ: Ja? KKK: Können Sie mir bitte die Adresse von Dr. Zoidbergs Award-Büro geben? Ich hätte da eine Nominierung abzugeben…
Die Los Leprosos gewinnen wieder. Friede, Freude, Pfannenkuchen?
KKK: Sind Sie zufrieden mit der jetzigen Situation, Hochwürden? GZ: Was ist das für eine Frage? Natürlich bin ich das. KKK: Kaum vorstellbar, wo doch das Ziel Meisterschaft wie ein Damoklesschwert über Ihnen schwebt? GZ: Ach Quatsch. Noch ist alles drin. KKK: Ja? Sie haben bei gleichem TK schon sieben Punkte Rückstand auf den Pfaffen. GZ: Ach wissen Sie. Das ist doch hier wie Monopoly. Es gibt die Einen, die den anderen auf dem Spielfeld schon Runden voraus sind. Sie sogar überrundet haben. Und andere, die wiederum
ständig ins Gefängnis kommen oder nur niedrige Zahlen würfeln. Trotzdem können diese Spieler im Spiel schon viel weiter sein. KKK: Das glauben Sie wirklich? Wie schon gesagt… Gleiches TK… GZ: Ja, aber dafür habe ich schon die sicheren Investitionen gemacht. Meine wichtigen Züge sind schon gespielt. Ich habe meine großen Einkäufe schon erledigt. KKK: Ja? Wenn ich mir die Ligasituation der Newell’s Old Boys so anschaue… Haben Sie in so sichere Häuser wie Kaufland, Woolworth, Horten oder Hertie investiert? GZ: Haha. Senorita Kolumna-Krause, schauen Sie mal: Blaues Licht! KKK: :rolleyes:
Er wusste es. Irgendwann wird seine Zeit kommen. Seine Stunde wird schlagen. Er muss nur lang genug warten. Das Karma holt jeden wieder ein. Tick, tick, tick. Es ist an der Zeit. Jemand wird sein tausendrotweißgestreiftes Wunder erleben. Egal, wer dann am der lachende Dritte wird. Das war ihm schon immer egal, solange er es nicht selber ist. Tick, tick, tick. That’s your life running out.
Zum Teufel mit Flanders. Zum Teufel mit Flanders. Zum Teufel mit Flanders.