Wenn der Trainer nicht kommt, kommen wir eben auch nicht!
Was für ein Eklat! Als wäre das Verschwinden von olschara nicht schon peinlich genug, hat nun auch die Mannschaft die Reißleine gezogen. Zum angesetzten Spieltag erschien: niemand. Kein einziger Spieler!
Der Gegner stand bereit, der Schiedsrichter pfiff sich warm, und die Zuschauer starrten auf einen leeren Platz. Nur die Trainerbank blieb besetzt – von einer einsamen Getränkekiste.
Spieler ziehen die Reißleine!
Aus Mannschaftskreisen heißt es, die Spieler hätten sich kurzfristig auf einen kollektiven Streik geeinigt.
„Wenn unser Trainer seit Tagen nicht zum Training erscheint, warum sollen wir dann pünktlich zum Spiel kommen?“, erklärte ein angeblicher Mannschaftssprecher. „Wir haben schließlich auch ein Privatleben. Und außerdem wusste keiner, wer uns überhaupt aufstellen sollte.“
Ein anderer Spieler soll vorgeschlagen haben, einfach den Würfel entscheiden zu lassen. Doch nach drei Würfen stand fest: Keiner hatte Lust auf Auswärtsfahrt.
Vorstand kurz vor dem Nervenzusammenbruch
Die Vereinsführung reagierte entsetzt. Man prüfe nun rechtliche Schritte
gegen die Spieler, hieß es. Dumm nur: Als man olschara ebenfalls abmahnen wollte, fiel auf, dass niemand seine aktuelle Adresse kennt.
Ein Funktionär soll daraufhin gefragt haben, ob man wenigstens den Fiat Multipla stilllegen könne.
Doch auch hier: Fehlanzeige.
Und olschara? Der würfelt vermutlich noch!
Während der Verein im Chaos versinkt, meldete sich kurz vor Mitternacht eine unbekannte Nummer beim Mannschaftskapitän. Am anderen Ende waren Würfelgeräusche, Gelächter und eine Frauenstimme zu hören.
Dann sagte jemand:
„Jungs, macht heute locker. Ich bin gedanklich bei euch.“
Die Verbindung brach ab.
War es olschara? War es Jelena? Oder hat inzwischen jemand den Würfelbecher übernommen?
Fest steht: Das Spiel ist geplatzt, die Mannschaft streikt und der Vorstand sucht verzweifelt nach Verantwortlichen.
Doch die größte Sorge bleibt der Multipla. Denn ein Tankstellenmitarbeiter will den Wagen heute Morgen erneut gesehen haben – diesmal mit einem Aufkleber an der Heckscheibe:
„Bin dann mal weg.“
Wir bleiben dran. Und falls jemand den Trainer findet: Bitte gleich die ganze Mannschaft mitbringen!
olschara verschwunden – doch sein Multipla taucht nachts an höchst verdächtigen Orten auf!
BELGRAD – Die Affäre um den verschwundenen Trainer olschara nimmt eine pikante Wendung!
Nachdem zunächst nur von einem „kurzen Aufenthalt in Belgrad“ die Rede war, häufen sich nun die Hinweise, dass der Übungsleiter seine Nächte offenbar nicht mit Taktiktafeln und Trainingsplänen verbringt.
Ein Taxifahrer will den legendären Fiat Multipla gegen 2 Uhr nachts vor einem Nachtclub im berüchtigten Belgrader Rotlichtviertel gesehen haben. „Der Wagen stand da wie bestellt und nicht abgeholt“, berichtet er. „Und dann kam dieser Mann heraus. Ich bin mir zu 87 Prozent sicher: Das war olschara. Dieses scheussliche Auto. Dieser Blick. Diese Jacke. Und dieser Bauch.“
Würfel statt Taktiktafel?
Noch interessanter: Ein Kellner behauptet, der verschwundene Trainer sei später in einer Bar aufgetaucht. Vor ihm habe ein Berg Cevapcici und ein Würfelbecher gestanden. „Er hat ständig gewürfelt“ , sagt der Kellner. „Und jedes Mal wurde es hektischer.“
Ob um Geld, Getränke oder etwas völlig anderes
gespielt wurde, wollte der Mann nicht sagen.
Nur so viel: „Es ging definitiv nicht um die Aufstellung einer Mannschaft.“
Und dann kam Jelena...
Kurz vor Mitternacht soll eine Frau namens Jelena den Tisch von olschara aufgesucht haben. Die beiden hätten sich offenbar bestens gekannt. Was anschließend geschah, darüber gehen die Aussagen auseinander. Ein Gast berichtet von „sehr vertrauten Blicken“.
Ein anderer will gehört haben:
„Wenn das der Vorstand erfährt, bin ich erledigt…“
Worauf Jelena geantwortet haben soll: „Dann sag ihnen einfach, du warst beim Training.“
Autsch.
Und plötzlich war er wieder weg
Gegen 3 Uhr soll olschara den Club verlassen haben. Wenige Minuten später wurde der Multipla beobachtet, wie er mit quietschenden Reifen davonfuhr.
Das Ziel? Unbekannt.
Die Begleitung? Unbekannt.
Der Grund für die nächtliche Ausfahrt? Noch unbekannter.
Wenn die Gerüchte stimmen, verbringt er seine Zeit derzeit mit Würfeln, Slivovitz und einer gewissen Jelena.
Der Verein dürfte hoffen, dass wenigstens einer dieser drei Begriffe gelogen ist.
Wir bleiben dran.
Während die Vereinsführung bislang tapfer versucht, die Angelegenheit herunterzuspielen („Alles unter Kontrolle“, soll ein nicht näher genannter Funktionär unter vorgehaltener Hand gemurmelt haben), verdichten sich die Hinweise, dass olschara inzwischen tatsächlich in Belgrad abgetaucht sein könnte.
Seit mittlerweile einer Woche fehlt von dem Übungsleiter jede Spur.
Sein letzter bekannter Aufenthaltsort: ein unscheinbares Café irgendwo zwischen Novi Beograd und Zemun. Dort soll er am vergangenen Freitag gegen 17:43 Uhr gesichtet worden sein – angeblich mit einem Kaffee, einem Stück Burek und einem zerknitterten Taktikzettel unter dem Arm. Augenzeugen berichten außerdem von „auffällig hektischem Würfeln“.
Danach: nichts.
Kein Training. Keine Mannschaftsbesprechung. Keine taktischen Anweisungen. Nicht einmal eine WhatsApp-Sprachnachricht mit den Worten „Jungs, macht heute locker, ich bin gedanklich bei euch“.
Stattdessen herrscht Funkstille.
Die Spieler schlagen Alarm!
Besonders dramatisch soll die Situation innerhalb der Mannschaft sein. Ein Spieler, der anonym bleiben möchte, berichtet:
„Wir wissen ja inzwischen gar nicht mehr, ob wir am Freitag überhaupt trainieren oder nur kurz zusammenkommen, um uns gegenseitig zu erzählen, wie schlecht wir letzte Woche gespielt haben.“
Ein anderer ergänzt:
„Letzten Dienstag habe ich aus Versehen selbst eine Aufstellung gemacht. Ich weiß gar nicht, ob das erlaubt ist.“
Gerüchten zufolge soll sich mittlerweile sogar eine kleine Gruppe von Spielern auf eigene Faust zu einer Trainingseinheit verabredet haben. Allerdings scheiterte das Vorhaben bereits nach zwölf Minuten an der Frage, wer eigentlich die Hütchen mitbringt.
Und dann dieser Fiat!
Besonders mysteriös: Auch vom legendären Fiat Multipla fehlt jede Spur.
Der 35 Jahre alte Bolide, der in Fachkreisen längst als „mobiles Trainerbüro mit Abgasnorm Euro -3“ gilt, soll
zuletzt mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit in Richtung Autobahn gesehen worden sein.
Ein Tankstellenmitarbeiter will sogar beobachtet haben, wie olschara dort nicht etwa tankte, sondern lediglich aus dem Fenster rief:
„HABT IHR HIER WLAN?“
Danach sei er wieder verschwunden.
Die Vereinsführung schweigt. Noch.
Hat olschara etwa ganz andere Pläne?
Unterdessen machen Gerüchte die Runde, wonach der Trainer in Belgrad längst ein zweites Leben im Rotlichtviertel begonnen haben könnte.
Wohnungssuche? Möglich.
Neue Liebe? Nicht ausgeschlossen.
Vielleicht sucht er inkognito nach dem ebenfalls verschollenen fenris? Quatsch.
Ein lukratives Angebot eines Belgrader Traditionsvereins? Vereinsintern angeblich „kompletter Unsinn“.
Oder – und dieser Verdacht lässt die Verantwortlichen besonders nervös werden – ist olschara schlicht auf die schiefe Bahn geraten?
Insider berichten von verdächtigen Aktivitäten: lange Nächte in Belgrader Kneipen, dubiose Würfelrunden, übermäßiger Slivovitz-Konsum und wiederholtes Betrachten der SM-Tabelle unter lautem Fluchen.
Ein Vereinsmitarbeiter soll inzwischen gesagt haben:
„Wir machen uns Sorgen. Nicht nur um die Mannschaft. Auch um den Trainer. Und ehrlich gesagt auch um den Multipla.“
Krisensitzung ohne Trainer
Für heute Abend wurde deshalb kurzfristig eine Krisensitzung einberufen.
Tagesordnungspunkt 1: Wo ist olschara?
Tagesordnungspunkt 2: Warum ist olschara nicht hier?
Tagesordnungspunkt 3: Wer hat eigentlich noch seine Telefonnummer?
Tagesordnungspunkt 4: Darf man einen Trainer abmahnen, wenn man nicht weiß, wo er ist?
Tagesordnungspunkt 5: Wer stellt am Freitag die Slivos kalt?
Die letzte Frage soll besonders kontrovers diskutiert worden sein.
Und während sich die Vereinsführung berät, wartet die Mannschaft weiterhin auf ihren Übungsleiter.
HEUTE ist schließlich wieder Spieltag. Die Uhr tickt.
Die Spieler stehen bereit. Die Trainerbank ist leer. Auweia.
Bahnt sich vielleicht schon die erste Trainerentlassung der Saison an?
Was ist passiert? Ja nix! Zumindest fast nix! Das ist es ja eben. Insbesondere bei den Spielern des FK Sutjeska herrscht große Unsicherheit hinsichtlich ihres sogenannten „Trainers“ olschara. Hat er sie denn nicht mehr lieb? Während alle anderen Profiteams der Liga unmittelbar nach den Spielen mit engmaschiger Unterstützung seitens der Trainerschaft in Analysen und Verbesserungsmethoden verfallen, zusammen Tag für Tag trainieren, tüfteln und taktieren, herrscht in Sutjeska tote Hose! Olschara hat sein Hauptaugenmerk offenbar auf die Wohnungssuche in Belgrad gelegt und kurzerhand die 0,5-Tage-Woche (freitags) eingeführt. Zirka 3 Stunden vorm Spiel kommt man mal gemütlich zusammen, quatscht ne Runde, trinkt 2-4 Slivos, würfelt Taktik und Mannschaftsaufstellung aus, ärgert sich über die Ergebnisse des
letzten Spieltags sowie über die Tabellensituation, lästert über die Unzulänglichkeiten anderer Trainerkollegen, erledigt kurzerhand die Post und Pressearbeit, jagt die Quizfragen durch die KI und schon ist der „Trainingsplan“ auch schon abgearbeitet. Insiderberichten zufolge (irgendeiner quatscht ja immer…) soll er sich letzte Woche noch VOR dem Spiel mit den Worten „Sorry Jungs, ich muss wieder los... nach Belgrad. Ihr wisst ja: Freitag, Feierabendverkehr, Baustellen... Ihr schafft den Rest allein!“ verabschiedet haben und anschließend mit aufheulendem Motor seines 35 Jahre alten Fiat Multipla weggesaust sein.
Der eine oder andere Spieler soll mit einem Tränchen im Auge und wehleidigem Blick auf die verwahrloste Trainerbank aufs Feld getrottet sein. Arme Jungs!
Wie lange kann die Vereinsführung noch stillhalten. Ist da nicht langsam härteres Durchgreifen gefragt?
Was Olschara total verdrängt hatte, ist die Tatsache, dass die härteste Liga der Welt nur deswegen so hart ist, weil man gefühlt 3/4 der Saison gegen Mannschaften aus der dreckigsten Stadt der Welt (Belgrad) spielen muss. Also hat er sich kurzum dazu entschlossen, sich auf die Suche nach einer kleinen Zweitwohnung zu machen, um wenigstens die Buskosten zu sparen. Falls da also jemand zufällig eine nette Herberge kennen sollte (aber bitte am Stadtrand)... Bitte an
olschara@sutjeska.sm senden! Danke!
Wenigstens tanzt im nächsten Spiel der amtierende Meister Zeleznik Belgrad (würg!) unter Trainer qbat bei uns an. Aber viele Chancen rechnet sich Olschara trotz des Heimvorteils nicht aus.
Anschließend gehts zum Teppichhändler Hadschi im Partisanen-Dress (natürlich nach Belgrad...würg!). Was soll dabei schon groß rumkommen? Vielleicht wenigstens ein Kamelhaar-Bettvorleger für die neue Heimat...
"WTF? Wo bin ich? Welches Jahr haben wir? Geht Copa noch?" So oder so ähnlich waren die ersten Worte von Trainer Olschara als er nach 15 Jahren aus seinem Koma aufwachte bzw. aufgeweckt wurde, als die hübsche Stationsschwester mal wieder zum Vorlesen aus der "Bild der Frau" vorbeikam. Meistens tat sie zwar nur so und machte es sich lieber neben ihrem Lieblingstrainer gemütlich und schlummerte ne Weile vor sich hin.
Wie dem auch sei. Als eines der ersten Handlungen (nach einem Toilettengang, der seinesgleichen sucht!) ging sein Griff zum Nokia-Handy (ein
Smartphone hatte er damals ja noch nicht) und er rief die Geschäftsleitung des FK Sutjeska an, ob sie einen Job freihaben. Er musste sich entscheiden, ob er lieber Zeugwart oder Trainer werden wolle. Ganze zwei Tage nach unermüdlichem Abwägen, hat er sich dann doch für den Trainerposten entschieden (aber nur, weil der andere Job schon an so einen anderen Heiopei vergeben war). Kurz gesagt: Sofern es noch eine QP-Fraktion in der Prva Savezna gibt... Hier ist ein verlorener Sohn zurück!
P.S.: Ick freu mir total, hier auch wieder die selben Chaoten anzutreffen, wie vor ewigen Zeiten!
Der Schädel brummt, die Ohren schmerzen, die Beine sind taub, der Mund wie gelähmt. Es stinkt erbärmlich. Als Olscharätterhand auf dem Boden liegend inmitten seines ausgekotzten Büffelburgers aufwacht, nahm er nur sehr benommen wahr, dass er sich anscheinend immer noch in diesem heruntergekommenen Saloon befindet. Was war nur passiert? Das letzte, an was er sich erinnern kann, ist der seltsame Kerl mit dem feuchten Handtuch, wie er ihm ein Handvoll gepresste Krümelkacke unter die Nase hielt. „Arabisches Geheimnis“ nannte er es. Eine Nase voll genommen und dann wurde es schlagartig dunkel…
Jetzt sitzt er nun an der Wand gelehnt und blickt in einige eigenartige Gesichter. „Siehst Du! Ich sach doch, der wacht nochmal auf…“ Offensichtlich wurden schon Wetten auf sein Ableben abgeschlossen. Bestatter Tiihciih mit der Vokuhila-Frisur unter seinem Zylinder hatte bereits seine Maße genommen, um das passende Leibholz zu bauen. Doch dieser muss sich wohl noch etwas gedulden…
Noch etwas beduselt bemerkt
er, dass er in seiner Hand einen großen Zettel hielt. Die Buchstaben verschwammen zwar noch etwas vor seinen Augen, aber was er da in der Hand hielt war ganz klar eine Besitzurkunde… von einem Pferd names Jaqueline. Häh? Unten auf der Urkunde stand etwas geschrieben: Herzlichen Glückwunsch zu dem Erwerb dieses prachtvollen Tieres. Pass gut darauf auf. Es hat zwar einen sehr empfindlichen Darm, welcher zweimal die Woche durchgespült werden muss, aber sonst ist es total pflegeleicht. Danke nochmal für die beiden Colts – einer hätte zwar auch gereicht, aber du hast mir den zweiten ja quasi aufgedrängt.
ma`a salama – Hadschi
P.S. Fenris glaubt, dass das Pferd ihm gehört. Lass Dir schon mal ne gute Ausrede einfallen…
(Epilog: Da offensichtlich die einhellige Meinung herrscht, dass die SM verweichlicht, werden ab jetzt in jedem Zeitungsartikel mindestens zehn Schimpfwörter, 3x hart, 4x härter und Wörter wie Beleidigung entfernt erscheinen…wenn’s denn hilft…)
…So nah sind sie dir schon lange nicht mehr gekommen….Das ist DIE Chance….Los, mach!….nur noch ein paar Sekunden….der Winkel ist ungünstig….gleich!...
Die Gedanken in Olscharätterhand’s Kopf überschlagen sich, als er aus dem Saloonfenster heraus mit seinen beiden goldenen Colts auf die dahertrottenden Indianerimitate Bernd und Fenris (er hofft zumindest, dass es tatsächlich Fenris ist unter dem Federkleid) zielt. Mit zwei gezielten Schüssen würde er sich gleich zwei seiner größten Probleme entledigen können. Totenstille. Adrenalin. Konzentration. Whiskey. Whiskey?Sheriff Maldini kam wohl überhaupt nicht mit der Stresssituation klar und orderte gleich mal einen doppelten Beruhigungsdrink an der Bar. …Na toll. Wieder drei Sekunden dahin. Und der Typ mit dem Handtuch hinter mir nervt auch
etwas. Muss der mir so aufdringlich über die Schulter schauen?... Bernd und Fenris ziehen derweil seelenruhig am Saloon „Zum tänzelnden Büffel“ vorbei. …Jetzt oder nie… Nu, mach!...ehh, die Sonne blendet etwas….Was?... Wo gehen die hin?...Nein!...
Zu lang gewartet. Die beiden Rothäute verschwinden soeben in die Tür des gegenüberliegenden Saloons der Konkurrenz „The broken peace pipe“ – ein Szenesaloon der Unterschicht Belgrad City’s. Das ganze Gesindel treibt dort sein Unwesen. Aber es soll dort die besten Gürteltierschnitzel des Landes geben…
Wird der Lone Ranger nochmal so eine Chance bekommen? Finden Barisic und Qbat hinter der Bühne ein paar trockene Höschen? Warum riecht Hadschi aus dem Mund wie ein Kamel aus dem Ar…?
Weiter in der nächsten Maus.
Endlich, nach unzähligen, schmerzhaften Stunden auf seinem alten Gaul, war sein Ziel erreicht: Ein Saloon mit einem schief hängenden Schild „Zum Tänzelnden Büffel“ über der Schwingtür. Zu hören war laute Klimpermusik gepaart mit spitzen Jubelschreien und Trampelgeräusche von offensichtlich übergewichtigen Tänzerinnen. Das muss er sein! Olscharätterhand stieg von seinem Pferd ab und band es am Pferdeparkbalken fest. Und dann kam das Wichtigste im Leben eines einsamen Revolverhelden: Der Moment, in dem man durch die Schwingtür eines Saloons eintritt! Bloß keine Gefühlsregung erkennen lassen und so gefährlich wie möglich dreinblicken. Die müssen mal richtig Respekt vor Dir haben, wenn die Dich zum ersten Mal sehen, das Blut in deren Adern soll gefrieren!
Toller Plan, aber in der Realität ist das leider nicht so einfach. Olscharätterhand ging also mit entschlossen Schritten und mit beiden Händen auf den Griffen seiner goldenen Colts auf den Eingang zu und knallte mit voller Wucht mit der Brust gegen das Holz. Eine Schwingtür erwartend stellte sich schnell raus, dass die Tür nur nach außen aufging. Das kleine Schild „Zieh!“ hatte er wohl missverstanden… Diese Peinlichkeit blieb natürlich nicht unbemerkt, dementsprechend war das Gelächter groß. Zumindest bei denen, die noch nicht aufgrund des übermäßigen Feuerwasserkonsums in der Ecke lagen.
Als das Gelächter langsam erstarb setzte sich Olscharätterhand an einen Tisch direkt vor der Bühne und bestellte ein Rothaut-Menü. Auf der Bühne tanzten die „Balkan Wheather Girls“ zu Musik aus einem verstimmten Klavier, sofern man diese wenig anmutend wirkende Bewegungen als Tanz bezeichnen konnte. Unter den Rock wollte man den Girls jedenfalls nicht gucken…
Dann – endlich - machten die schwitzenden Girls Pause und auf die Bühne trat ein Herr lediglich mit
einem roten Cowboyhut und einer rote Badehose bekleidet. Es stellte sich heraus, dass Mitsch wohl der Ansager dieser Kaschemme war - sozusagen der Thomas Hermanns des Balkans. Seine Ankündigung versprach nix gutes: “Und jetzt kommen die Paradiesvögel von Belgrad-City – Qbat und Barisic“. Durch den Vorhang traten zwei große bärtige Ladies, geschmückt und geschminkt mit mehr Farben, als sie sich Olscharätterhand in seinem tristen Wüsten-Leben jemals hätte vorstellen können. Die Kleider bestanden aus Pailletten und Federn und bedeckten nur das nötigste. Die Zuschauer jubelten und applaudierten. Die Ladies setzten sich auf zwei Barhocker, spielten auf einer Okkulele und sangen dazu „Das sind nicht 20 Zentimeter - nie im Leben kleiner Fenris“. Olscharätterhand war vor Schock erstarrt. Beim Biss in seinen Büffelburger ließ er vor Schreck einen dicken Klecks Rachenteufelsoße auf seine Hose schlabbern. So ein Mist! Er wusste, dass er wahrscheinlich erst wieder in 2 Monaten dazu kommt, seine Klamotten in einem Wasserloch zu waschen.
Wie gerufen, stand plötzlich ein merkwürdig angezogener Mann neben ihm, der auf dem Kopf ein feuchtes Tuch trug. „Ah! Sehr aufmerksam!“Olscharätterhand zog an einem Ende des Tuches und wischte sich damit den gröbsten Dreck von der Hose. Hadschi Halef war sichtlich irritiert als er gänzlich ohne Kopfbedeckung mit seiner Glatze dastand. Er fing an zu stottern: „Olscharätätätätätätä….“. Doch was er wirklich wollte, hat Olscharätterhand leider nicht herausfinden können, denn auf einmal leerte sich der Saloon. Sheriff Maldini rannte durch die „Schwing“tür auf die sandige Straße und kam umgehend wieder zurück. „INDIAAANAAA“ schrie er und verschanzte sich hinter einem Fensterbrett mit gezogenen Waffen….
Die Zeiten sind rauh dieser Tage in der Balkan-Prärie, in dem Land, „in dem kein Gras wächst, kein Büffel scheißt, kein Wasser fließt“. Die Sonne ist heiß, der Wind peitscht unerbittlich Sand ins Gesicht, der Hintern schmerzt dank tagelangem Reiten im unbequemen Sattel. Da freut sich Lone Ranger Olscharätterhand zurecht auf das Ziel seiner langen Reise.
Aus dem fernen Montenoklahoma kommend ritt er bereits unzählige Tage durch die cacakische Schlammwüste. Wie der Name schon vermuten lässt gibt’s da nicht viel zu entdecken. Außer einem böse dreinblickenden Indianer ohne Pferd, der unentwegt vor sich her fluchte und was
von Leberkäse und Saunazelten faselte, ist Olscharätterhand keiner Menschenseele begegnet. Umso höher schlug sein Herz, als er endlich an dem Holzschild mit der Aufschrift „Belgrad City – 20 Meilen“ vorüberritt.
Dort soll ein neuer Saloon eröffnet haben, der einsamen Helden die heißesten Büffelburger und die fettigsten Cancan-Tänzerinnen des Landes bieten soll (oder auch umgekehrt). Genau das richtige für den Lone Ranger, auch wenn um Belgrad City zur Zeit fiese Rothäute ihr Unwesen treiben sollen. Aber wen kümmert’s? Seine zwei goldenen Colts sind geladen und warten schon zu lange auf Pulverkuss und roten Sand.
+++ Ein Skandal, der nicht nur PETA und WWF auf die Barrikaden hüpfen lässt, erschüttert zur Zeit die SM +++ Tierfreunde und Wendy-Abbonnenten aus aller Welt spenden eine horrende Summe für die Rettung Jaquelines +++ Entschuldigt sich Winnetouch Fenris bei seiner Stute? +++ Welche Rolle spielt Hadschi Halef Omar? +++
Zunächst vermutete der gemeine Leser, dass der ehemalige Schweiger, der sich ganz offensichtlich während seines Schweigegelübtes wieder seine alten Karl May Bände zu Gemüte geführt hat, Bernd „Abahachi“ Weh, mal wieder eine schlaue Westernweisheit herausgehauen hat, aber es steckte viel mehr Wahrheit darin als erwartet! Wie sich herausstellte, wurde am letzten Samstag tatsächlich Fenris‘ arabische Halbblutstute Jaqueline in der Pferdeklinik eingeliefert. Das an sich wäre keine Überraschung, denn Jaqueline wurde schon des öfteren in die Klinik eingeliefert: sie übergibt sich immer im hohen Bogen, wenn Fenris sie zu schnell
galoppieren lässt. Aber das war diesmal nicht der Grund, denn Jaqueline wurden offensichtlich die letzten 6 Äpfel aus dem Darm gedrückt, damit diese bei der letzten Schlammschlacht gegen Abahachi Weh als Wurfgeschoss umfunktioniert werden konnten. Geholfen hatten sie dem Werfer zwar, aber Jaqueline muss dafür jetzt leiden…
Geschockt von dieser schrecklichen Nachricht, haben Pferdeflüsterer aus der ganzen Welt spontan für die OP und die anschließende Reha auf der Puder Rosa Ranch in Cacak gespendet. Der Scheck wurde übrigens nicht dem bösen Winnetouch Fenris überreicht, sondern Hadschi Halef Omar. Dieser hat ja bekanntermaßen ein Fetisch Händchen für große Vierbeiner. Er wird sich fortan um die Genesung von Jaqueline kümmern. Aber Obacht Hadschi! Auf Kreuzung von Kamelen und Pferden gibt’s 2 Jahre Freiheitsentzug oder wahlweise lebenslanges Säubern von Tiergehegen im Belgrader Streichelzoo...
Es ist wieder soweit! Die neue Saison ist eingeläutet und alle versuchen sich wieder in den alljährlich verhassten wiederholenden Rückblenden und Saisonvorschauen. Zu hören sind Floskeln wie „Ich bin nicht Meister geworden, weil blablaba…“, „der soundso ist nur Meister geworden, weil der blablabla…“, „in der nächsten Saison wird alles besser blablabla...“, „wir hoffen, auch dieses Jahr wieder international blablabla…“, „wir kämpfen gegen den Abstieg blablabla…“, „Nach der Saison ist vor der Saison blablabla…“, „die nächste Saison ist immer die schwerste blablabla…“, „Wir
werden es allen zeigen blablabla…“
Machen wir uns nichts vor, auch Olschara musste in das nervtötende Horn blasen: „Ja gut, die letzte Saison war mittelprächtig, genauso wie die Saison davor. Aber wir werden uns jetzt besonders anstrengen, um am Ende nicht wieder im Niemandsland oder gar in der Druga zu landen. Wir sind guter Dinge! Wir waren in der recht kurzen Saisonpause fleißig und haben ein paar Neuzugänge im Sonderangebot klargemacht. Die neuen Spieler sind gerade dabei, sich in das neue Gefüge einzugewöhnen. Der Rasen wurde auch gemäht, damit wir demnächst…….“
An dieser Stelle mussten wir das Interview leider abbrechen, da unser Reporter vor Langeweile ins Koma fiel. Gute Besserung!
Das wäre eine Sensation, wenn Olschara zum BVB wechseln würde... Aber leider müssen die lieben SM-Kollegen, die sich beim Lesen dieser Nachricht schon vor Freude in die Buxen machen, enttäuscht werden. Der QP bleibt auch weiterhin der Prva Savezna erhalten!
Saisonfinale hin oder her, Olschara wird den Ausgang der Saison nicht mit seiner Mannschaft erleiden müssen feiern können. Denn: Olschara hat sich entschlossen, dieses Jahr in Deutschland in den Mai zu tanzen, und zwar auf der MAYDAY in Dortmund. Warum? Gerüchten zufolge soll dies ein gut gemeinter Rat von Dr. Schizophrenic gewesen sein. Auch ein Rezept soll dieser ausgestellt haben. Es wurde versucht herauszufinden, was genau
Olschara verschrieben wurde, aber seine Apothekerin schweigt wie ein Grab!
Noch vor Druckbeginn dieser Zeitung befand sich Olschara bereits auf der Autobahn irgendwo zwischen Slowenien und Österreich. Er ist nicht, wie man vermuten sollte, nach Dortmund geflogen. Nein, er hatte sich in seinen 78er Lada gesetzt, um den ganzen Weg in Demut zu pilgern. Zum Glück begann seine Pilgerfahrt schon am Dienstag, denn da musste er feststellen, dass irgendein Vollidiot einen ganzen Zentner Kartoffeln durch den Auspuff bis in den Motor geschoben hatte! Nachdem der komplette Kartoffelsalat in mühsamer Kleinarbeit entfernt wurde konnte die Reise schließlich am Donnerstag starten.
…Da saß er nun, mit schwitzigen Händen und Herzklopfen auf diesem unbequemen Holzstuhl, genauso wie damals, als er zum ersten Mal im Belgrader Rotlichtviertel seine ersten Erfahrungen mit… aber das ist eine andere Geschichte! Abgesehen von dem fortwährenden Wippgeräusch neben ihm war es um Olschara herum sehr still, man konnte lediglich hier und da das Knarzen eines der anderen Stühle vernehmen, wenn jemand von einer eingeschlafenen Arschbacke auf die andere wechselte. Die Luft in dem verdunkelten Raum war verbraucht. Es roch, als wären mehrere Anwesende gerade eben noch in einem stark verqualmten Schnitzelrante gewesen und hätten dabei mehr Bier aufs Hemd als in die Kehle laufen lassen.
Plötzlich tat sich was, die Tür sprang auf und die Leuchtstoffröhren an der Decke blitzen klimpernd auf. Die Augen brauchten zwar ein paar Sekunden, um sich an das grelle Licht zu gewöhnen, doch Olschara erkannte schnell, welche Patienten noch so in dem gemütlichen Rund saßen. Ihm gegenüber saß TC, der sich - anscheinend eben noch im Schutz der Dunkelheit - vergnügt in der Nase bohrte und jetzt hastig versuchte, den widerspenstigen „Ertrag“ unter dem Holzstohl loszuwerden. Daneben saßen schimi, der verträumt nach oben starrte, und Qbat, der sich die Haare bürstete. Mitch ölte sich gerade den Oberkörper ein. Auf der anderen Seite saßen Fenris und Hadschi, die beide eingeschlafen waren.
„Guddn Abbnd, meine Hörrn. Wie schön, dat se so zahlreisch erschiene sinn.“ Dr. Schizophrenic quetschte sich zwischen Olschara und BigGeez in die Mitte des Stuhlkreises. Er war ein kleiner, runder Mann in einem viel zu großen, weißen Kittel. Sein merkwürdiger Sprachfehler Akzent schien nicht nur Olschara zu nerven. „A gugge ma doa! Ein neues Gesischt! Hätzlisch willkomme in unsera Grupp! Wie schö, dass se sisch durschgerunge habbe. Aaaller Anfang is schwär. Wie wär noch gleisch ihr Namme? Ach, nisch so schüchtan. Abwaarde, det
wird noch.“ Olschara hatte kaum eine Chance zu antworten „Ähm, ja, mein Name ist…“ „FENNRIIIISSSS! AAUFWAAAACHE!“ schrie der Doc und verpasste diesem mit der Picke einen „Knödelreiter“ ans Schienbein. Fenris schreckte auf und musste offensichtlich kurz überlegen, wo er ist. Als er sich wieder orientiert hatte, verdrehte er nur die Augen und sank wieder in sich zusammen.
Die kurze Ablenkung des Docs nutzte BigGeez sofort aus und zog sich ungesehen ein Slivovitz-Fläschchen.
„Wo ware wa letschte Woch denn stehngeblibbe? Wer will denn heude beginn’n? Wie wär’s denn mal mit Ihne, Herr Weh? ….. Nich? Immer noch so schweigsaam? Na, des krieg’n ma scho noch hin. Wir hamm doch über de Kur im Bunker gesproche! Wer kann sich denn vorstelle, in de Bunker zu gehen, zu de Kuschel-Schwäden? Keiner? Des geht aba net! Eener muss! Dat hat die Kasse so vorgegebn! Qbat, wie iss denn mit ihne? Isch könnt mir gut vorstelle, dass das genau das rischtige für se wäre. Nisch, dat se diese Säsong auch über de Schlammlöchsle stolbern! So wie der Weh, schaun se sich den doch ma an! Im Bunker kriegen’s von dem ganze Brimbamborium hier nix mit. Glauben’s mir. Is bessa so! Mir könne ja abstimm.“
Qbat, der gerade noch Haare aus seiner Bürste zupfte und vor sich auf dem Boden verteilte, stand der Mund offen, als der Doc kurzerhand alle Anwesenden abstimmen ließ, ob Qbat in Bunker-Kur gehen soll. Das Ergebnis scheint eindeutig, muss nur noch von der Krankenkasse abgesegnet werden.
„Jut! Dann hätte wa des geklärt! Und jetz gibbet noch für alle `ne Runde Regenbogenpillen, die se so gerne mögen. Dann is det Leben auch net mehr so schwer!“
Die Pillen wirkten schnell: überall Farben! ….und selbst Qbat hatte den Schock schnell vergessen und lehnte sich lächelnd und zufrieden zurück. Dunkle, feuchte Räume in Kombination mit Schweden sind überhaupt kein Problem…
So oder so ähnlich muss das Vereinspräsidium vom FK Sutjeska dem zerstreuten Olschara ans Herz gelegt haben, gefälligst mal wieder sein Privat- und Arbeitsleben in geregelte Bahnen zu lenken, verbunden mit dem unmissverständlichen „Tipp“ eines „Experten“, der sich in solchen „Sachen“ auskennt.
Auch der letzte Depp hätte spätestens dann gewusst, dass Olschara zum Psychoonkel geschickt wurde! Doch selbst das hat Olschara völlig verpeilt und dachte, dass er eine Telefonnummer einer fähigen Sekretärin erhalten hat, die ihm jeden Morgen die Leviten bläst liest und minutengenau seine Tage verplant. Nach einem kurzen Anruf wurde ihm auch direkt ein Termin mitgeteilt, zu dem er unbedingt kommen sollte, um die erste Sitzung nicht zu verpassen (wie? Sitzung? Naja, egal!). Natürlich hatte er auch diesen Termin fast verpennt und kam keuchend an der ihm genannten Adresse an. Auf der Türschild stand „Prof. Dr. Dr. psych. med. Schizophrenic – Experte für Schwachsinnsheilung“ (Ach du Schreck!).
Nach einigen Schrecksekunden entschloss er sich, trotzdem zu klingeln. Noch bevor Olschara die Klingel berühren konnte, summte der Türöffner (Drecks Überwachungskameras!). Oben im Vorzimmer
kam ihm eine dickbebrillte Nervensäge entgegen und erklärte ihm mit unerwartet erotischer Stimmlage, wo er lang zu gehen hat. „Wir warten warten schon auf Sie. Die anderen haben, glaube ich, schon ohne Sie angefangen…“. Sie ging vor und öffnete die Tür zu einem großen Raum mit geschlossenen Vorhängen und stark gedimmtem Licht. Nur schwer konnte Olschara erkennen, dass sich in dem Raum ein großer Stuhlkreis mit lauter Menschen darauf befand. Ein Stuhl war noch frei.
Nachdem er nur zögerlich Platz genommen hatte, entschloss er sich, seine beiden Sitznachbarn anzuschauen. Der Schreck war groß, als er die Gesichter von ihm bekannten Trainerkollegen erkannte. Zu seiner Rechten saß Bernd W., der Olschara auch sofort erkannte. Er schwieg ihn allerdings aggressiv an! Zu seiner Linken saß BigGeez, der unentwegt nach vorne wippte. Es schien, als hätte er panische Angst. Wovor, weiß man natürlich nicht (vielleicht hat der auch nur ein paar zuviel geext…riechen tut er zumindest so…).
Olschara war sich ziemlich sicher, dass nicht nur drei SM-Trainer in diesem Stuhlkreis saßen, aber erkennen konnte er zunächst niemanden in dieser Dunkelheit, zumal niemand auch nur den Hauch eines Lautes von sich gab….
Es läuft zur Zeit gar nicht so übel beim FK Sutjeska, hat man doch beim letzten ZAT sogar 6 Punkte ganz ohne Gegenwehr einfahren können. Als Belohnung gings in der Tabelle nach oben und die internationalen Plätze (vielleicht sogar die Meisterschaft!?) sind nicht länger unerreichbar.
Doch immer wieder werden die kritischen Stimmen lauter, dass sich der einst so motivierte (und teilweise fast witzige) Olschara nur unzureichend um seine Mannschaft kümmert. Zu Anfangszeiten kümmerte er sich bereits samstags um das Training seiner Elf sowie das Ausspionieren der kommenden Gegner. Lange hielt diese
Motivation anscheinend aber nicht an, denn oftmals wurde den Spielern großzügig übers Wochenende frei gegeben, manchmal wurde auch erst wieder ab dienstags oder mittwochs trainiert. In den letzten Wochen ließ er jedoch die Zügel derart schleifen, dass er sich sogar teilweise erst einen halben Tag vor Anpfiff sehen lässt und sich gar desinteressiert in den Mannschaftsbus zu seinen Spielern setzt. Diese nehmen ihn auch kaum noch ernst wahr. Die sportliche Führung hat längst der Kapitän der Mannschaft - Bogdan Popoklatschic - übernommen.