Mit zwei knappen Heimerfolgen schaffte Kénitra AC den Sprung auf Rang acht in der Tabelle und erhöhte seine Chancen auf einen internationalen Startplatz im nächsten Jahr. Letztlich sei es für KAC-Trainer Boussati "ein guter ZAT mit einer Klasse Abwehrleistung" gewesen. Nicht mehr und nicht weniger. "Allerdings waren wir in beiden Heimpartien nicht effektiv genug vor dem Tor. Dennoch bin ich froh, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gingen. Gegen andere Gegner wie am kommenden ZAT gegen KACM
aus Marrakesch wird ein 1 zu 0 garantiert nicht reichen und ich erwarte diesmal wirklich einen klaren Heimsieg von meiner Mannschaft", so Boussati, der von seinem Team in Laâyoune dagegen "nicht allzu viel" erwartet: "Es wird eine lange Reise mit dem alten Bus sein (ca. 1000 km, Anm. d. Red.) Wir wollen nie verlieren, aber wir werden diesmal sehr müde sein, um gegen die Heimmannschaft von JSM zu bestehen. Lieber schone ich die Kräfte meiner Jungs für die restlichen Duelle", verriet Boussati.
Das die Saison bei KAC nicht optimal läuft und die grün-weißen sogar Abstiegsbedroht sind ist seit mehreren ZAT's kein Geheimnis. Wie viel Schuld der Trainer bei der Schieflage mitträgt sei hingestellt, aber eins muss man Boussati lassen: Er hat es in den letzten Wochen geschafft, die Mannschaft zu stabilisieren und zumindest die Ergebnisse zu Hause stimmen. Viel wichtiger sind die Kraftreserven des Tabellen-13-ten, denn auf einmal zählt der Club aus Kénitra zu den vier besten Teams seiner Liga, was die Kondition angeht. "Das ist im Endspurt der Saison enorm wichtig!", meinte Boussati. gerade wenn am
kommenden ZAT zweimal infolge vor heimischer Kulisse gespielt wird. "Dann müssen zwei Heimerfolge her, damit wir endlich diesen schwer ersehnten Sprung in der Tabelle schaffen. Die Jungs müssen Gras fressen und klare Siege einfahren", nahm der Coach seine Schützlinge vor den Heimpartien gegen RSS aus Settat und Raja aus Casablanca in die Pflicht. Beide sind auswärts ungerne gesehene Gegner! Sie waren bislang recht erfolgreich auf fremden Plätzen und weisen eine sehr gute Auswärtsbilanz auf, „deshalb ist am Freitag zweimal besondere Vorsicht im Stade Municipal von Kénitra geboten", sagte KAC-Coach Boussati
Welch eine verkorkste Saison in der Botola 1 Marokkos. Kénitra AC kann gewinnen, wie er will, "diese verfluchte Spielzeit will und wird sich nicht schönen lassen", meinte Coach Boussati, der sich bereits jetzt Gedanken über die nächste Saison macht: "Wir haben jetzt schon an unseren Schwächen gearbeitet und konnten einige abstellen und wir werden von Spiel zu Spiel besser und selbstbewusster. Das lässt auf eine
bessere Zukunft hoffen.
Um den – zumindest was die Ergebnisse anbelangt – guten Eindruck der letzten Heimerfolge zu festigen und mit einer besseren Platzierung in die Sommerpause gehen zu können, streben die Grün-weißen in den restlichen Begegnungen klare Heimsiege an. "Wir sind konditionell gut trainiert, das ist auch in Copa sehr wichtig und bietet uns eine sichere Möglichkeit auf große Erfolgschancen", so KAC-Coach.
KAC ist nun einer der Klubs, die im Abstiegskampf in der marokkanischen « Botola » genau so sehr bangen müssen, wie sie hoffen können, oben mitzumischen. Ohne Heimstärke geht nichts, will man die Abstiegsränge verlassen, aber auch auswärts muss sich Herr Boussati langsam etwas einfallen lassen. Doch am letzten Spieltag kam seine Elf in Settat bei RSS und in Casablanca bei Raja gleich zweimal unter die Räder und kehrte erneut mit leeren Händen nach Kénitra.
Am nächsten ZAT empfangen
die Grün-weißen, JSM, den ersten Fußballvertreter der Westsahara aus Laâyoune: Ein großer Tag für Kénitra und die West-Region Marokkos sowie für die treuen Anhänger « Helala Boys », die einen 300 qm großen Tifo in etwa 120 Arbeitsstunden gebastelt haben. Die Anhänger vom großen KAC wollen ein Rot-grünes Transparent mit der Aufschrift « Alle Finger weg! Westsahara ist Marokkanisch! » als Zeichen ihrer Unterstützung der Sahara Affäre zeigen.
Für die Vertreter der Westenhauptstadt Kénitra gab es in Casablanca bei Wydad nichts zu holen - wie immer in den Auswärtsspielen. "Momentan fehlen uns die Stürmer in den Gastspielen, die für uns zu Hause erfolgreich auf Torjagd gehen", ärgert sich KAC-Coach erneut über die Verträge seiner Stürmer, die nur Gültigkeit für die Spiele im Stade Minicipal von Kénitra haben. Das Heimspiel
gegen SCCM aus Mohamedia endete mit einem ungefährdeten Sieg. Alle Treffer erzielte Superstar Nour Bouden, den man am kommenden ZAT in Casa gegen Raja erneut schmerzlich vermissen wird. "Wir sind auf der Suche nach Auswärtsstürmern, die den Geldbeutel nicht belasten", versprach Boussati und solange bleibt die Offensive der Grün-weißen blass in der Fremde - "es sei denn die Abwehrspieler treffen wieder", so der Coach.
Als er vom Urlaub zurück kam wollte, er seine Augen nicht glauben: Boussati's Club Kénitra AC steht auf dem 12. Rang, fast hoffnungslos abgeschlagen, punktgleich mit 2 weiteren Abstiegskandidaten. Wer ist bloß für die Schieflage des Vereins verantwortlich? " Das ist mir schnurz wer! Alle raus - selbst die blöde Putzfrau, die konnte ich eh nie leiden", so Boussati.
Die Grün-weißen von Sebou brauchen dringend Unterstützung, sie liegen mit gerade Mal 25 Punkten im unteren Drittel der Tabelle. Den Abstieg noch aufzuhalten, scheint schon schwer zu werden, aber nicht unmöglich. Zum Glück ist der Top-Scorer Nour Bouden wieder genesen und kann wieder voll angreifen.
Kénitra AC hat zwar sein Heimspiel gewonnen, aber sein Coach war mit der knappen Torbeute nicht zufrieden: "Wir haben zahlreiche klare Torchancen kreiert, aber nicht verwertet. Wir waren nach der Halbzeitpause noch druckvoller und konnten wenigstens zwei Tore erzielen. Dass wir nur noch das Ergebnis verwaltet haben, ärgert mich auch an der Sache!" Boussati verspricht Besserung im nächsten Heimspiel in Kénitra und kündigt an, dass eine bessere Torchancenverwertung in der Partie gegen CODM aus Méknes noch bevorstehe: „Unser Topstürmer Nour Bouden ist wieder gesund und zu hause wieder einsatzbereit!" Schade für KAC, dass der Vertrag mit Nour nur für die Heimspiele gilt.
Einen torreichen Saisonauftakt erlebten die Zuschauer in Kénitra. Das erste Heimspiel der Saison im « Stade Municipal » von Kénitra gegen Tétouan's Vertreter MAT konnten die Grün-Weißen von Beginn an beherrschen und endete mit einem hohen Sieg vom Team Kénitra AC, pausenlos unterstützt durch die treuen Anhänger « Helala Boys ». Topstürmer Nour Bouden erzielte alle 5 Treffer des Spiels und führt die Torschützenliste an.
In diesem
Spiel blieb der Kasten dicht, aber nicht im Westderby in der Hauptstadt Rabat. Dort verlor man gegen AS FAR, obwohl « Helala Boys » in der Überzahl zum « Complexe Moulay Abdellah » pilgerten. Es war alles in allem eine schwache Leistung von KAC auch wenn die « Herrenreiter von Sebou », aufgrund einer besseren Tordifferenz, den zweiten Tabellenrang momentan belegen.
Boussati will den schwachen Auftritt seiner Mannschaft vergessen machen und am nächsten ZAT Einiges wieder gut machen.
Boussati ist in Kénitra geboren und in der Nähe von Stade Municipal, der Wirkungsstätte des Heimatvereins, aufgewachsen. Er dürfte gar in der D-Jugend mit kicken und ist seit Lebzeiten ein fanatischer Fan von Kénitra AC.
In der 22. Saison ging erstmalig sein Traum in Erfüllung, als er an der Seitenlinie der Grün-Weißen als Chefcoach stehen dürfte. Nun kehrt der verlorene Sohn in die Heimat zurück. Der Favorit hat das Rennen gemacht und wird ab der kommenden Saison neuer Trainer in Kénitra. Beim Trainingsauftakt waren 8000 « Helala Boys » anwesend, sie kamen um den Heimkehrer zu begrüßen.
So so, der amtierende Meister will sich bei uns eine Freude machen!? OK, why not. Chris ist uns sehr sympathisch und wenn wir den D'Dorfer leicht siegen lassen, dann können wir auch JSK zu seinem nächsten Auswärtserfolg einladen. Wir setzen nur eins voraus: Chris muss für Marokko als neue Liga für die neue Saison voten, dann darf er mit 2:1 gewinnen. Einen Treffer müssen wir schon erzielen, sonst bekommen wir es mit Dr. Watson zu tun! Die Punkte holen wir dann in der Auswärtspartie bei MO Constantine, dem Titelkandidaten Nr. 1, denn mit Billy haben wir ebenfalls etwas chrilles am Laufen.
Aus Blida in Algerien war uns Coach Boussati telefonisch zugeschaltet. Die Leitung war wieder nicht berauschend, weil rauschend, dennoch hat man Boussati versehen können: „Immer wen einer sich zum Kampf um den Titel in Spanien äußert, rufen Sie mich an! Muss ich bereuen, dass ich Ihnen meine Nummer bekannt gegeben habe? Ich leite auch hier eine Erstliga-Mannschaft und sie haben mich gerade aus der PK zum bevorstehenden ZAT gezerrt. Ich muss allerdings zugeben, Lust zu diesem Job hier habe ich sowieso nicht! Also zu Ihrer Frage... Kimball hat natürlich nicht Unrecht! Barca ist Favorit. Und viele andere auch. Sie alle bilden einen Riesen Kandidatenkreis, der diese Liga spannend und interessant aber zu gleich nerven beraubend
macht, denn hier kann keiner durch marschieren und den FCB Deutschlands spielen und das ist auf die Qualität von mehreren Trainern zurück zu führen. Allerdings sollten Sie den nächsten Spieltag auf jeden Fall abwarten, denn es kann einen lachenden Dritten geben, dann verkleinert sich eventuell dieser Kreis um zwei Kandidaten. Und ich bin mir sicher, dass Herr Kimbal genau dies bezwecken will, er will JC auskitzeln und ihn dazu verleiten, einen seiner zahlreichen Joker bereits morgen zu zücken. Also, wenn das Spiel 6:6 oder 5:5 ausgeht, wie in der Vergangensaison, dann dürfen Sie Santander gratulieren!“
Als wir nach seinem taktischen Vorhaben für morgen gefragt haben, hat Herr Boussati wider Erwarten aufgelegt.
Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfuhren, hat das fröhliche Treiben am 1. April wohl einen bösen Dämpfer erhalten. Denn Boussati hat sich vor einigen Wochen beim Deutschen Marken- und Patentamt die Begriffe « Aprilscherz », « April, April » und « April hin oder her » als Wortmarke registrieren lassen. Dennoch haben sich alle Spaßmacher und Witzbolde zum 1. April etwas einfallen lassen, nur in Spanien herrscht Ruhe bzw. « Schweigen im Blätterwald » – wie Kollege Basti zu sagen pflegte. Auch Boussati hat sich zurückgezogen und ließ sich nach irgendwo in Algerien verfrachten, bevor man ihn in
den April schicken konnte. April hin oder her, Boussati stand uns erneut aus Algerien telefonisch zur Verfügung: „Was? Wir spielen gegen « Dablju Pii »? Dann kann ich meine 1:0-Strategie voll in der Pfeife rauchen und muss wohl meine Stürmer aus dem Osterurlaub zurückholen!“ Und schon war die ohnehin schlechte und rauschende Verbindung nach Nordafrika unterbrochen und wir konnten ihn nicht mehr erreichen. Hat er das ernst gemeint mit der Minimalisten-Taktik? Denkbar wäre es, zumal Konditionell noch Nachholbedarf bei La Coruña besteht, aber war das nicht derselbe Boussati, der sich vor einigen Tagen dafür entschieden hat, nichts zuhause riskieren zu wollen?
« Meinen Sie das-böse-Wort-mit-F, welches er zuletzt verwendet hat? Ich denke nicht. JC ist ein herzlicher Mensch, der seinen Garten, sein Team, die Liga und vor allem seine Trainerkollegen liebt und achtet, obwohl er weiß, dass wer zum Erfolg seines Teams in der Liga beitragen möchte, darf keine Rücksicht auf seine nähere Umgebung nehmen. Zugleich gesegnet seien
Trainer, wie Basti, die viel zu sagen haben und trotzdem den Mund nicht halten. JC wird sich nicht entschuldigen und man ist wirklich gut beraten, ihn jetzt in Frieden zu lassen, denn ist der „Cucumberman“ ein Mal sauer, sind es die Gurken auch und das werden die „Sport Friends“ von Basti am 22. Spieltag in Mendizorroza zu spüren bekommen », so Boussati am Telefon aus Algerien.
Eigentlich ist Platz sieben in seiner ersten Saison in Algerien gar nicht so schlecht, doch man ist nicht ganz zufrieden. Jedenfalls weiß ich immer noch nicht, was ich hier mache - in einer Liga, die mir, wie eine Freundin vorkommt, die keine ernsthafte Beziehung eingehen will, während ich mir auch noch sicher bin, nicht mit ihr zusammen sein zu wollen und trotzdem treffe ich mich mit ihr regelmäßig, mindestens ein Mal wöchentlich. Ich weiß nicht, was mich dazu motiviert, aber
ihrem Wohle widme ich nach wie vor all meine Kraft, von der ich wahrlich nicht mehr viel besitze. Ich sehe sie am Freitag wieder, soll ich ihr dann meine Gefühle gestehen oder nicht? Wahrscheinlich wird sie mir wieder nicht zuhören wollen und wir machen munter weiter, wie bisher?! Ach ich weiß es nicht! Alles, was ich weiß, ist, dass ich darauf sehnsüchtig warte, dass man die Grenze zum Nachbarland Marokko öffnet und wir - meine wahre Liebe und ich - liegen uns endlich wieder in den Armen.
Dem, was aus Bou Sâada vor dem ZAT so groß angekündigt wurde, hat man Taten folgen lassen und das Team von Boussati blieb den letzten Begegnungen gegen JSK und MOC fern.
Die Copa Mundial Fußballliga (CMFL) sah sich gezwungen, eine Entscheidung am « Grünen Tisch » fallen zu lassen und so verlor Bou Sâada sein Gastspiel beim wiedererstarkten amtierenden Meister. Eigentlich hätte ABS sein Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer aus Constantine auch gleichermaßen verlieren müssen, doch man erfuhr vor dem Spiel im
M'Sila, dass auch die Gäste zuhause geblieben waren und so sammelte man ratzfatz, à la Thomas Gottschalk, elf Personen ein und steckte sie ins Trikot der Grün-Weißen. Der Schiri sah eine Komplette Mannschaft, verzichtete dann auf eine Spieler-Passkontrolle und deklarierte die abwesenden Gäste « Forfait », als Verlierer.
Auf dem Mannschaftsfoto von Bou Sâada konnte man verschiedene Persönlichkeit gut erkennen u.a. den Platzwart, den Busfahrer sowie die Putzfrau und ihr Bruder. Die prominente Teilnehmerschar auf diesem Foto führte Hannelore an.
"Nicht schlecht", dachte sich Boussati, als er die Tabelle der algerischen "Première Division" genauer angeschaut hat und dürfte ein wenig überrascht sein, dass man auf dem 3. Rang steht. Dabei macht seine Mannschaft einen fitten Eindruck. "Die beste Technik nützt nix, wenn man nicht die notwendige Kondition besitzt! Ich bin davon überzeugt, dass unsere Kraftreserven für vier Heimerfolge vollkommen ausreichend sind, um am Ende der Saison einen CAF-Cup Platz, das Saisonziel von Boussati (Anm. d. Red.), zu erreichen", so A Bou Sâada Coach 3 ZAT's vor Ende seines Engagement in Algerien. Der Nachfolger kann sich auf eine internationale Teilnahme in der kommenden Saison freuen.