Der Serienmeistertrainer weilt seit einer Woche allein in seiner Residenz in den Hügeln über der Stadt und muß zugeben, dass er ein gewisses Fern-W. verspürt. Schließlich ist selbiger zu einer Dienstreise im Auftrag der Mafia aus Zemun gestartet, um im kanadischen Yelloknife etwas Yellowcake für ein schmutziges Bomberl zusammenzuramschen...diese kleinen Kofferbomben, die bestellt wurden, sollen in den Gastduschen der Gegner des Roten Sternes gezündet werden, allerdings nach Spielschluß, um einen gewissen Schein der Pseudoehre zu wahren. Woher wir vom Sartider Pressedienst wissen? Nun, Abhörprotokolle. W., derzeit in Zentralkanada (am SKLAVENSEE!): "Oida, minus 45 Grad und i bin da jetzt supernackt!" Blede G'schicht...
Im Stammcafe unseres Vertrauens sitzen sie also beisammen, der, der sich für was Besseres hält und der erdige Stahlkocher, beide mittlerweile nicht immer pünktlich, was die Ausfertigung der Presseaussendungen belangt. Schließlich geht es ja doch um was, wenngleich keiner weiß, worum genau. Egal, heute gegen den amtierenden Meister und gegen einen Aufsteiger. Das Sprudelwasser lächelt wieder von einem vorderen Rang, und auch der Aufsteiger tut das inzwischen noch, wobei hier wieder nicht klar ist, wie lange das der Fall sein wird. Die Prognose lautet: nein, doch nicht.
Heute abend geht's wieder einmal, um es nicht noch langweiliger werden zu lassen, als es ohnedies schon ist, gegen einen Griechen, der die Agenden der Zemuner Mafia übernimmt. Patenzug wird hier zum "Wortspiel". Angesichts der finanziellen Verhältnisse der Stahlkocher (die Konjunktur schnurrt wieder!) ist dem Trainer derselben über den Ausgang der Partie nicht bange, schließlich ist die gegnerische Nepotistentruppe, der Verbindungen zu Plech und Plume (copyright
falter, BoB, KH Grissini-Pacifico-Grasser) nachgesagt werden, der Spende des Werksvereins gewiß nicht abhold. Qbat, aka the "Zottelmonster" aka "Schwinnnng" spielt auch, allerdings vor Ort, das ist um einiges härter. Andererseits hatte er, nachdem er ja von seiner Mentalistin eine Kontaktsperre nach Einbruch der Dunkelheit verordnet bekommen hat, die Begegnungen mit Trainerkollegen umfasst, genug Zeit für die Vorbereitung auf die heutigen Begegnungen gehabt. Home office, Q asi.
Also doch noch heuer geht es in die erste Runde des Unternehmens SM-Voigas. Was steht zu erwarten? Nun, der Prickelwasserfabrikant wird seinen Titel zu verteidigen suchen, was nicht gelingen wird. Er möge uns und vor allem sich international würdig erweisen, zu diesem Behufe möge er sich als beratungsresistent hinsichtlich jedweder Einflüsterei erweisen und seinen erfolgreichen Weg selbst beschreiten.
Zum Auftakt heute beehren uns zwei unterschiedliche Charaktere: Auswärts geht es gegen einen, der nur deshalb so gefährlich und wichtig erscheint, weil er es
selbst in der Manier tibetanischer Gebetsmühlen andauernd selbst strapaziert, sonst würde es eh keiner mehr glauben - warum auch?
Der zweite, der die letzte Saison nicht wirklich als Renommierstück verbucht haben wird, ist der steuerlose Vielflieger mit der großen Familie, der James Bond der SM. Schließlich ist es ihm zu verdanken, dass es hierzulande Schlammlöcher und keine schmutzigen Kofferbomben gibt.
Fest steht jedenfalls, es werden schwierige Auftaktpartien, zumal die beiden Kontrahenten Silberrücken im Reservat sind. Auf geht's, Buam!
Nächste Partie: Daheim gegen den Götterwolf mit der kognitiven Dissonanz. Das verspricht Spannung, so wie es das immer tut. Der zwischen Beißhemmung und Maulstarre pendelnde Trainer-Ass, wie der Anglophone sagt, ist ein unberechenbares Wesen, nur privat scheint er in letzer Zeit etwas leichter verortbar: Entweder er schafft Eßbares vom Nahversorger nachhause, wobei er dem Vernehmen nach gelegentlich nochmals gehen muss, um sich das Wohnrecht dauerhaft zu erschleichen, oder er ist dabei, sich genanntes Recht zu ersitzen, nämlich
auf der heimischen Couch.
Übernächste Partie: Auswärts gegen den Kriegsgewinnler mit der Abfüllanlage. Serbisches Grundwasser aus uranmunitionverseuchtem Gebiet (die dort auf mehreren Kilometern ausgerollte Plastikplane war nur in den Augen der US-Bomberbesatzungen eine "Autobahn") mit zuviel Kohlensäure bleibt trotzdem eines: Völlig geschmacklos. Angesichts der vor Ort wirkenden chemischen Industrie fast ein nostalgischer Ansatz, grundsympathisch. Meister wirst Du trotzdem nicht.
Come visit, have a Keli!
...einmal anders. Was soll wohin fließen - soll man dem Jungvater eine reinwürgen? Oder in der Vojvodina punkten? Oder dem Bademeister die Speedo in die Ritze stopfen? Wir wissen es nicht. Wir hoffen, dass der Trainer rechtzeitig Bescheid weiß, dann werden es die Gegner nämlich auch wissen. Und die Prophezeiung des hatschenden Kamels wird so wohl kaum eintreffen, ein Blick auf den Spielplan zeigt, dass das Saisonziel sehr wohl noch erreicht werden kann - und wird, wie wir als Fans der Stahlstädter nicht nur glauben, sondern wissen. Wer Meister wird? Darüber zu spekulieren ist höchst unseriös, irrte man sich, so bliebe der schale Geschmack abgestandenen Mineralwassers. Und das kann ja wirklich keiner wollen.
Darum und um nichts anderes geht es heute für die Horde des FK am Platz. Und um einen Platz geht es schließlich auch, nämlich um einen, der zu einem internationalen Start in der nächsten Saison berechtigt; dafür müssen allerdings noch zahlreiche Hürden genommen werden, heute beispielsweise der Tankwart, den es nicht git, und das meisterliche Weh, das sich für's Wochenende in die Stadt der Wies'n verzogen hat, um dort rot-grün vor Ort zu studieren und mit dem Erkenntnisgewinn nach Hause zurückzukehren. Vorige Woche noch Gaucho, jetzt wieder in den Niederungen der g'stopften Lederhose! O'zapft is, Hörr Börnd!
Im Nichts des Frühnebels befindet sich momentan der FK Sartid samt Trainer. Da steht man irgendwo herum, es passiert das Erwartbare, kleine Abweichungen sind auch noch innerhalb der Norm und der Blick aufs große Ganze ist zwar existent, aber verstellt, schließlich gab es diese eine unselige und unbedachte Runde, die das Saisonziel erschwert realisierbar macht. Nächste Runde geht es gegen den "Es-muss-jetzt-endlich-sicher-ganz-sicher-aufwärts-gehen-Trainer von Hajduk Belgrad, der interessanterweise im echten Leben mit beiden Beinen am Boden steht und sich an die normative Kraft des Faktischen hält, in seinem Elfenmeisteruniversum aber offenbar zum Fabulieren neigt. Wir werden sehen.
...scheint dem Trainer und seinen Mannen ja seit ein, zwei Runden nicht mehr ausm Arsch. Dafür beehrt uns heute Abend Herr Qbat mit seinen Filigrantechnikern und Schaffnern. Die Hinrunde zeitigte ein erfreuliches Resultat, möge dies in dieser Runde auch so gestaltet werden, sodaß der Strudel des Abstieges möglichst noch nicht nach dem FK Sartid giert. Nichtsdestoweniger wird es schwierig genug werden, dem waidwunden Zottelbären die Stirn und Paroli zu bieten, schließlich ist er ja bei obengenannter, nicht so spaßiger Angelegenheit mittendrin statt nur dabei. Und das obligatorische Auswärtsspiel ist auch.
Mitten in einem Seminar sitzend, welches sich mit der Trainerassistenzfrage in allen Aspekten beschäftigt, findet der Trainer Zeit, ein paar Zeilen an die p. t. Kollegenschaft zu richten und da gilt das Hauptaugenmerk natürlich der glorreichen Vorstellung der letzten Runde, die unter dem Motto "Wir heizen für die Umwelt" stattfand. DA verpuffte einiges an offensiver Kraft, und das schmerzt im Hinblick auf die bislang nicht unerfreuliche
Saison natürlich besonders, da hat man sich aus dem Spiel genommen bzw. wurde man das recht unsanft. Das war ein großes Aua, schließlich spielt jetzt der Mann von Oblilic gegen sich selbst um den Titel, aber da ist keineswegs sicher, dass er gewinnt. Wir vom FK Sartid hingegen steigen mit dem heutigen Abend "mim voin Gscheft" in den Abstiegskampf ein. Wir lernen daraus: Pflege die Hosenscheißertaktik und die Schale wird Dein. Die Schale Gold.
Hat man Freunde in der SM? Anders gefragt: Kann man Freunde haben in der SM und wenn ja, darf man überhaupt? Diese Frage beschäftigt den Trainer des Erstserienmeisters der härtesten Liga des Universums. Denn es begab sich, dass das Zottelmonster samt charmanter Begleitung (ja, seine Lebensgefährtin) vor der Tür stand, um sich "ein Stück vom Kuchen" zu holen. Im
Angesicht der beiden und Ihrer Tischgespräche bekam die Phrase vom "direkten Duell" neues Leben eingehaucht. Schließlich dräute dem Betreuer des FK die Erkenntnis, wonach es möglich ist, Freunde in der SM zu haben, aber nicht besonders wahrscheinlich und keinesfalls günstig. Nepotismus überläßt Smederevo jenen, die sich wortreich dazu verbreiten mögen.
Nun also, am Tag 2 der höchstwahrscheinlich unwahrscheinlichen Qualifikation seiner Heimat für das Europameisterschaftsturnier des Jahres 2012, welches in fernen, östlichen Landen stattzufinden ausgelobt wurde, während also der Trainer der Stahlkocher aufgrund einer glücklichen Fügung, die das vermutlich Unerträgliche erträglich machen soll, nämlich durch das Reichen von
Häppchen im WIPP-Bereich des Stadions der Hauptstadt, in welchem man auf jene trifft, die sich Aseri nennen, an diesem Abend also treten die Mannen des Trainers eine Klassenfahrt zum ehemaligen Primus, Primus ante nos an. Es wird dort viel gelacht werden.
Zu Gast kommt hingegen, so prickelnd es auch klingen mag, der Padavan des Zottelmonsters, der Rookie of every year: Pellegrini. Es wird gegrätscht!
Heute stehen wieder zwei Kracher auf dem Programm, zumindest meint das die Pressestelle des hiesigen FK. Da ist einerseits die Auswärtsfahrt zum Tabellenschlußlicht, dem Mafiosoindianer mit der roten Laterne hinten drin. Das wird ein heißer Tanz, denn schließlich ist ein verwundeter Serienmeister ein höchst ernstzunehmender Gegner, mit dem wird nicht gut Kirschen essen sein. Wir bringen eine große Schachtel Mon chéri mit, da ist nämlich die Kirsche aus dem Piemont drin. Hoffentlich zieht sich der
neapolitanische Lokalpatriotismus des Paten von Villaggio Fioridi nicht bis in kleinste geographische Details.
Andererseits kommt der Tankwart von Jugo-Öl auf Hausbesuch. Für den Trainer der Stahlkocher ist und bleibt Hörr TC ja ein mythisches Wesen, das genausogut fenris' Phantasie entsprungen sein könnte (es gibt da Theorien...) ...schließlich hat man einander ja noch nie realiter gesehen. Er kommt mit dicker Hose, der Mann weiß, wo er sparen muß, damit er's hat, wenn er's braucht! Anpfiff!
Nicht wegen des Tabellenranges, nein, weit gefehlt, sondern aus Zeitgründen. Denn es ist kalt im ehemaligen Gasthaus Vorstadt, nichtsdestoweniger wird die Wärme der Duelle, die die Hinrunde beenden werden, dem Stahlkocher schon einheizen. Auch kommt der Bademeister auf Besuch, und nicht nur sein sonniges Gemüt, sondern auch der knappe Tanga, der sein Gemächt zwischen seine austrainierten Adduktoren preßt (was offenbar der Fertilität nicht abträglich scheint) sorgt für lüsterne Wallungen bei den weiblichen Besuchern des als Hochofen verschrieenen Stadions des FK. Wir freuen uns auf einen spannenden Fußballabend!
Kurz innegehalten und auf die Tabelle geschaut, aber das war's dann auch wieder, das Tagesgeschäft ruft und will erledigt werden. Natürlich freuen den Trainer des heimischen FK die Erfolge der letzten Runden, aber die Tabellenführung ist nichts weiter als eine Momentaufnahme, die naehzu unmöglich allzu lang fortgesetzt werden kann - sonst wäre es ja auch keine Momentaufnahme, ja nicht, wie der Exilsteirer unseres Vertrauens zu sagen pflegt. An dieser Stelle möchte der Pressereferent des FK die zuständigen Stellen der anderen Vereine dazu aufrufen, ihre Beiträge vor der Veröffentlichung sorgsam zu redigieren. Ansonsten drohen Verwicklungen durch den "Slavenmarkt" und ähnliche Stockfehler!
Heute abend ist es also wieder einmal so weit, ein Klassiker steht auf dem Programm des ZATs, nämlich Grundstoffindustrie gegen Dienstleister und Verarbeitendes Handwerk. Da kommt er dann angeschnauft, der Eisenbahner, wenn er denn einmal rausdarf von zuhause, und lädt zum heißen Tanz zwischen den Remisen, die schon etwas Staub und Rost angesetzt haben. So wird es interessant sein, zu sehen, wie die ähnlich strukturierten Vereine versuchen werden, einander das Leben am Spielfeld schwer zu machen, schließlich hat der Mann mit den Nuklearwaden genug Bums im Fuß, um Stahl zu biegen. Zu biegen. Nicht zu brechen.