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COPA NEWS

Artikel de la Langéweile!
Selbst im aufregenden Leben eines Frosches klatscht nicht alle Nase lang das literarische Kind von Terry Pratchett und Stephen King auf die Matte und führt den kleinen Amphibienmann durch die verworrene Welt seines Kopfes. Nein, manchmal – so wie die letzte Woche – heißt es einfach nur gammeln, Larven von der Wand lecken und alle Stunde mal einen halben Liter Schleim absondern.

Ja, Frösche sind widerlich. Besonders wenn sie wie Solo nach Zigarettenasche stinken, wie abgestandener Honig kleben und jedwede gute Kinderstube vermissen lassen – speziell bei sportlichem Misserfolg. Da ist es eigentlich nur gut, dass die Kröte momentan tabellarische Höhenluft atmet, zumindest für seine Nachbarn. Ob sich allerdings die Liga

auf Dauer solch ein darwinistisches Paradox fürs eigene Ansehen leisten kann, ist äußerst fraglich – sind mit dem Zaziki-Griechen und dem Amadora-Opa in jüngster Zeit doch schon viel zu viel Sonderlinge im sportlichen Rampenlicht herumstolziert (oder -gezittert). Aber wie sagt es ein schlaues Sprichwort: „Ein Frosch ohne Flügel, der versucht zu fliegen, ist wie ein grüner Stein am Himmel...“ Nein, das war es nicht. Ähm... „Spielt eine Quappe Vogel, bleibt am Ende nur ein grüner Fleck...“ Nein, nein, das war es auch nicht... aber jedenfalls meiden Frösche Erfolg wie der Teufel das Weihwasser, also lasst ihn einfach machen – er wird sich irgendwann von ganz allein in den Keller verziehen.
21.05.2010 10:19 - Dan Solo - Sporting Lissabon (0.3 TK)
 
Pakt mit dem finnischen „Teufel“?!
Als knochenloser Profiltester eigentlich dazu verdammt in den Niederungen der portugiesischen Tabelle sein tristes Dasein zu fristen, taucht Solo nun plötzlich und für viele völlig unverschämt bei Sporting Lissabon und damit in der Europa League auf. Da muss die Frage schon erlaubt sein: Wie konnte es zu dieser sportlichen Missbildung kommen?

Eine Antwort ist schnell gefunden. Der eigentliche Verursacher versteckt sich mittlerweile in den finnischen Wäldern und hinter dem Namen Graf Vladimir „Betrüger“ van Lezzsche, der in der letzten Saison aufgrund einiger Tricks und alkoholischer Attacken auf die Gegnerschaft Sporting bis auf den 6. Platz und damit in das internationale Geschäft schummeln konnte – natürlich nicht ohne Folgen! So ist der Verein aufgrund des Anbaus von massenhaft „Edelkartoffeln“, importierten finnischen

„Edelschlitten“ (aus dem horizontalen Gewerbe), sowie „Edelspenden“ im 7stelligen Bereich (für das Wiederaufleben der finnischen Fußballliga) nun dem finanziellen Kollaps nahe. Bei so einer Schieflage flüchtet man natürlich schnell ins abgeschiedene Oulu, um dem Finanzamt, der drohenden Insolvenz und dem wütenden Mob der hiesigen Fans zu entkommen. Nur schade, dass dies alles ein gewisser Frosch aus Covilha nicht wusste, nicht ahnte und nur seinem sportlichen Aufstieg nachgeiferte. Damit heißt es wohl Karren aus dem Dreck hieven, Schelte ertragen, Profil gewinnen und zum sportlichen Erfolg verdammt sein – wohlgemerkt ohne ausreichend Profis, die sind nämlich alle dem Kartoffelschnaps verfallen. „Mich dünkt, dass wird noch böse enden.“ war sein kurzer Kommentar zu dieser dramatischen Situation bei „Pleite Lissabon“.
08.05.2010 11:34 - Dan Solo - Sporting Lissabon (0.3 TK)
 
Der Kampf gegen die Laterne
Das sportliche Ego eines Frosches ist sicherlich nicht das größte, die Ansprüche diesbezüglich eher auf Sozialhilfe-Bezug angesiedelt, doch als Letzter die Runde beenden und als Erster zur Schlachtbank geführt zu werden, ist selbst für eine Quappe zu viel.

Doch will das Kleinhirn, das seit einem hinterhältigen Jeep-Zusammenprall die zweifelhaften Solo-Aktionen plant und durchführt, den Supergau irgendwie abwenden, heißt es Zitzen anlecken, in den Wind hängen und sich strecken, um das Unmögliche doch noch zu erreichen... Platz 17. Verständlich und typisch für

solch ein Szenario, flüchtet sich der verantwortliche Grünkopf mittlerweile in altbekannte Phrasen: „Ich bin nur so gut wie mein Team und das ist halt sch***... ey, schlechter wollte ich sagen, schlechter als eine Kirmestruppe nach sieben Kästen Bier. Wankend, müde und lustlos schleppen sich die Kerle über den Platz und verlieren trotz genialer Taktik jedes Spiel – da kann selbst ich nichts mehr machen. Doch so schnell gebe ich nicht auf, nächste Saison greife ich erneut an, nur eben nicht mehr mit diesem Team.“ sagte es und verschwand aufreizend fröhlich in einem Taxi gen Lissabon.
30.04.2010 09:30 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Solo im Sinkflug nach oben!
Der talghaltige Freund des Oxymorons und neuernannte portugiesische „Profiltester“ sieht den kommenden Wochen, trotz anhaltender sportlicher Talfahrt, geistiger Beengtheit und fehlender taktischer Schulung durch den Ausfall von picknicks Statistik-Lektüre, mit Freude entgegen – man munkelt, es liegt an der Flucht von Lehtola und Lezzsche in die finnischen Wälder.

Und dies, obwohl das zugegeben noch junge Band zwischen den beiden Finnen und der Kröte langsam zu einer breiten und widerstandsfähigen Front gegen Langeweile und Tristesse ausgebaut werden konnte und ersehnte Früchte der literarischen Freude in Reichweite wuchsen. Doch nun soll es halt so sein, der Vorzeige-Choleriker früherer Tage muss sich mit dem Abschied der beiden abfinden – ohne Vetorecht. Aber Finnen sind bekanntlich auch Menschen und so hinterlassen sie dem mürrischen Solo angeblich ein paar Flaschen Wodka + ein

„kleines“ Überraschungspräsent als Trost für die auf ihn zueilende Wüste der südländischen Presse. Das macht ihm soviel Spaß, dass er sich in letzter Zeit schon mal mit vergorenem Larvensekret „ran trinkt“ an den Kartoffelschnaps aus dem Norden. Ferner sieht Solo auch ohne die beiden finnischen Kollegen durchaus Potential für eine kurzweilige und darüberhinaus erfolgreiche Saison 29 „Kompetente Gegner gibt es ja dann nicht mehr und betrunken ist vieles lustiger als man denkt!“ so sein knapper Kommentar. Ob er sich mit solchen Aussagen allerdings einen Gefallen tut, bleibt abzuwarten – denn als designierter Absteiger wirkt es doch etwas arrogant und weltfremd über die Konkurrenz so abzuledern, oder? Nur bei Paulo geht die Gefahr einer sportlichen Retourkutsche gen Null – denn der wird allein beim Lesen dieser Zeilen den Anfang schon wieder vergessen haben.
22.04.2010 15:50 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Platt, platter, Solo!
Die Laktose-freie Amphibie aus Covilha sieht vor lauter Autoreifen die kühlende und Nahrung spendende Pfütze auf der anderen Straßenseite nicht mehr. Überall wird er nur noch von diesen monströsen runden und profilgeilen Trainervehikeln gejagt, über den Teer getrieben und taktisch ausgekontert. So gleicht sein eh schon unrühmliches Gesicht mittlerweile einer Gummi-Rillen-Landkarte des Grauens – überall Spuren der physisch wie psychisch deformierenden „Begegnungen“ der letzten Wochen. Man könnte meinen, Portugal hasst ihn.

Doch ein Solo denkt nicht so weit – meistens denkt er gar nicht. Eher vegetiert er, analog zu einem mittellosen Hippie nach dem dritten schalen Bier und einer Mütze voll Marihuana, vor sich hin – quasi stets gut gelaunt im eigenen Kopf auf Reise gehend. Nur reicht diese Laissez-faire Lebensart in Portugal nicht für höhere sportliche Ansprüche. Hier muss

man schon die 231 Statistik-Bücher von Professor picknick auswendig kennen, wissen wann der Konkurrent wo Abgase lässt, wie er sich kratzt, besser noch wo es gleich jucken könnte und warum. Dies könnte man dann ins Verhältnis zum möglichen Taktik-Verständnis des Gegenüber setzen, einen Masterplan entwerfen, die Unwahrscheinlichkeitskomponente mit einberechnen, den Plan wieder verwerfen, einmal würfeln, setzen – fertig. Dann hat man vielleicht eine kleine Chance auf die oberen Tabellenregionen. Nur, einer knochenlosen Amphibie ist diese Prozedur zu anstrengend, den eigenen Habitus um 180 Grad zu ändern, nur um dann mit Kalkül setzen zu können. Dann lieber heiter weiter zuhause gegen die finnische Anti-Frosch-Mafia verlieren, von Ü40ern über die Piste gejagt werden und gegen anderen Unrat Punkte lassen. Was am Ende zählt, ist nicht der sportliche Erfolg, sondern die Aufmerksamkeit! :/
15.04.2010 11:36 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Rententäuschung
Kolchosen-Sympathisant und notorischer Pedant 1. Ordnung wird man entweder durch jahrelanges Training, gepaart mit fehlendem Knochenbau oder einfach durch den übermäßigen Verzehr des finnischen Plörr-Wodkas. – Quelle: www.quappipedia.de

Gut, der arme Solo kann nur bedingt etwas für seine bewegte und schmerzhafte Vergangenheit, auch wenn er den damaligen „Todes-Laster“ bestellte (um ein paar zusätzliche proteinangereicherte Larven zu ordern), der dann leider seine kleinen, lieben 543 Geschwister überrollte, zerquetschte und zu Mus verarbeitete. Doch sowas kann in den besten Familien passieren, gegen das vermaledeite Schicksal am Lenkrad kann selbst der kräftigste Frosch nichts machen – und die Larven haben übrigens auch nicht geschmeckt.
Aber der Count van Lezzsche ist ein Individuum aus einer anderen, viel böseren Dimension. Labt er sich doch jeden Tag an seinem selbstdestillierten Wodka, schwimmt zum Wachwerden ein paar Bahnen in diesem Teufelszeug und verbreitet dann in bester Jelzin-Manier taumelnd seine Lügen über die zum Großteil integeren Trainer der Superliga.
Beispiel gefällig? Bitte! Zitat Count van Lügzzsche: „Seine Mutter war heroinsüchtig seit dem Moment als sie von einer Heroinspritze getroffen worden ist, als eine slowakische Nutte diese weggeworfen hatte. Sie fand ihr Seelenheil schließlich im Freitod, als sie sich einer in der Seitengasse verirrten Ente hingab.“
Erstens war die Nutte usbekisch-russischer Abstammung und zweitens hatte sich diese gemeine Ente nicht verirrt, sondern war in Dubnica bekannt dafür ihre diabolischen Sexspiele mit verlorenen Seelen vor laufenden Kameras abzuhalten und dann meistbietend im Internet zu verscherbeln. Nachdem sie allerdings den Fehler beging und ein Video mit dem Ministerpräsidentensohn ins Internet

stellte, musste sie fliehen. Und der zu diesem Zeitpunkt bereits in Einsamkeit gefangene, misanthrope und verbitterte Solo folgte ihr. Erst nach Bulgarien, dann nach Schweden und zu guter letzt nach Portugal, wo sich das debile Enten-Drecksstück laut unbestätigten Informationen mittlerweile rumtreiben soll.
Da hätte unser Wodka-Willi wohl besser recherchieren sollen, bevor er diese Lügen verbreitet.
Apropos Lügen. Auch an einer anderen Front bemüht sich ein abgehalfterter Trainerkollege mit diesen metaphorisch kurzbeinigen Possenspielen einen Vorteil herauszuschlagen. Die Rede ist von Faltenteppich Paulo, der jüngst beim Amt für Seniorenzuwendung und Altershilfe mit einem geliehenen Rollstuhl vorfuhr und versuchte ob seines 40. Geburtstags ein wenig finanzielle Mittel für seine abgenutzten Beckenknochen und die teuren Liebesabenteuer im Seniorenstift von Amadora zu bekommen – doch trotz Glatze, grauem Bart und gut vorgetäuschten geistigen Aussetzern beging er einen fatalen Fehler. Als eingefleischter Stehendpinkler konnte er nach dem eigentlich erfolgreichen Gespräch nicht an sich halten und stieg im WC aus seinem Rollstuhl, um mal wieder Urinal und Wand zu benässen – ein Fauxpas, der ihn wohl die erhofften Mittel kosten dürfte, sah ihn doch der zuständige Sachbearbeiter bei diesem Akt. Und was lernen wir daraus? Blasenschwäche beginnt mit 40 und lügen will gelernt sein – dazu braucht es Jahre der Übung, am besten in einer Ehe.

Fazit: Es scheint, als wäre Froschhaufen Solo hier ganz richtig. Unter soviel geistiger Verwirrtheit, passionierten Lügenbaronen und selbstverliebten Egozentrikern bekommt niemand mit, dass er speziell sportlich wohl die Oberniete ist – und das hat am Ende tatsächlich etwas Gutes, muss Solo sich für seine fehlende sportliche Finesse immerhin nicht rechtfertigen.
08.04.2010 14:22 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Enttauschung
Die kaum bekannte linguistische Zwillingsschwester der deutlich berühmteren „Enttäuschung“ soll heute einen kleinen Raum bekommen, um in knappen Worten einige Vorurteile über einen gejagten, verhassten, kleinen grantigen Querulanten namens Solo zu entkräften.

Autoreifen rollen für gewöhnlich über dafür eigens in die Natur geschlagene Straßen, machen Lärm, stinken und geben faulen Hautsäcken die Möglichkeit lange Strecken in möglichst benzinschluckender Manier hurtig zu überbrücken. Nur in Portugal gibt es eigens angelegte Frosch-Mord-Straßen. Kilometerlang wurden Larven auf sandige, unscheinbare Wege ausgelegt, um die verhassten kleinen Grünlinge bei unbedachter Fressattacke zu zerquetschen. Das Solo nicht der geistig kräftigste ist,

wird ja immer wieder kolportiert – stimmt möglicherweise auch, doch auf solch billige Versuche ihn wieder loszuwerden fällt er nicht rein, er ist ja kein Verwandter der Eberle-Gattung. Angeblich soll er – so einschlägige Medien – darüberhinaus nur nach Portugal gewechselt sein, um als personifizierte Froschplage dem ein oder anderen talentierten, graumelierten Ü40er oder finnischen Wodka-Prinzen in die sportliche Suppe zu spucken und in Covilha eine militante Froschfarm aufzumachen – so ein Quatsch, in Portugal gibt es doch gar keine talentierten Trainer. Also, diese ganzen infamen Lügen hätte Solo gerne enttauscht und dafür als österliche Entschädigung einen Auswärtssieg bei Estrela Amadora heute Abend im Briefkasten. Herzlichen Dank!
02.04.2010 11:29 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Mentale Fischvergiftung gebiert kranken Frosch!
„1:2, Eins-zu-Zwei, verdammter griechischer Kadarka-Verkäufer, osmanischer Teufelssohn, stinkender Tsatsiki-Fresser, fauliger Olivenkernspucker...Eiiiins-zu-ZWEEEIIIII...Aaaaaaargghh!“ schallte es die ganze letzte Woche über den Trainingsplatz von Covilha.

Und warum? Weil es Pepeke NixindieKopfos tatsächlich gewagt hat der portugiesischen Froschjagd noch eins drauf zu setzen und dem armen knochenlosen Racker in die sportlich eh

schon dünne Suppe gespuckt hat – eine Frechheit! Doch weinen hilft nix. Frösche gehören in Portugal wohl zur meistgehassten Art unter Gottes Himmel. Hier legt man extra dicke Autoreifen auf, da schreibt man Anleitungen wie Amphibien mit kleinen Elektroshocks „besänftigt“ werden können und dort tritt man eben achtlos auf sportlichen Visionen herum. Doch man sieht sich sicher nochmal in diesem Leben, und dann, dann wird zurückgetreten...
26.03.2010 10:56 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Lebensqualitätseinbußen vs. sportlicher Teil(miss-)erfolg
Trotz kurzfristig angesetztem Befeuchtungs-Urlaub und zwischenzeitlichem Abschalten des zentralen Jammer-Systems blieb in Solos übergroßem Kopf der Verlust der liebgewonnenen, kalten Tümpel der einstigen schwedischen Heimat sowie anderer mentaler Unrat hängen. Doch nicht nur die persönliche Defizitrechnung eines Sonnenstrahlverächters ist momentan Grund zur Veranlassung, sondern auch die sportlich prekäre Situation seines Teams aus Covilha.

„Wenn eine Gesäßseite juckt, hilft es nicht die andere zu kratzen.“

weiß sogar der dümmste Frosch. Nur wie will man die lange portugiesische Rückrunde überstehen ohne sich beim notwendigen TK-Gekratze einen blutigen Hintern zu holen? Das fragt sich Tränendrüse Solo bereits die ganze Woche, ohne bisher eine passende Antwort gefunden zu haben. Wahrscheinlich liegt es an der Gewohnheit nur 26 anstatt der 34 Spiele vor der kleinen Hängebrust gehabt zu haben. Als letzten Ausweg hat Solo nun Statistikgenie picknick angefragt, um ihn als Taktikhebamme für einen goldenen Ausweg aus der Miesere nutzen zu dürfen.
16.03.2010 12:15 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Wellness-Urlaub a la Solo!
Nach nunmehr sieben Wochen des portugiesischen Frühlings (beginnt im Januar und kann im Durchschnitt mit ca. 40 Grad Celcius und 0,00 mm Regenfall aufwarten) brauchte Solo mal wieder eine gute alte schwedische Schneedusche oder zumindest etwas kühlende Flüssigkeit, um die ausgetrockneten Akkus etwas aufzuladen und die mürben Gesichtszüge zu entspannen.

Nur woher das kalte Nass im glühend-heißen Covilha nehmen? Schneekanonen sind hier nämlich genauso beliebt wie kichernde Lackschuhe, ergo schwer zu finden. Doch im Wunsch nach Entspannung lässt sich ein importiertes Froschhirn nicht von widrigen äußeren Umständen aufhalten. So wurden die Spieler fix dazu verdonnert ihre Kühlschränke und ein paar Lappen zum Training mitzubringen. Die Geräte wurden dann mit geöffneter Tür kreisförmig auf dem Übungsplatz aufgestellt, so

dass Solo sich auf einer Fläche von ca. 2m² fröhlich drapieren konnte. Erste kühlende Windzüge streichelten sanft durch sein nicht vorhandenes Haar. Ein freudiges Köckern huschte aus seinem Spuntloch, denn der Plan schien aufzugehen. „Nun bitte die Lappen dort hinten im Eimer befeuchten und dann nacheinander mich sanft damit abrubbeln. Los, los!“ diktierte der kleine Trainer seinen verdutzten Spielern das heutige Trainingsprogramm. Angewidert schlichen diese zum besagten Behältnis, gatschten ihren Lappen hinein und schritten dann mit heruntergezogenen Mundwinkeln wieder zurück zu Solo. Der streckte bereits die Extremitäten in die Luft und bat um die „Ölung“. Ein wahrlich widerlicher Anblick, doch ihm schien es zu gefallen. Ob das ganze dann allerdings auch positive Auswirkungen auf das sportliche Ende der Hinrunde hat, darf wohl eher bezweifelt werden.
12.03.2010 15:24 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Fremder Voyeur labt sich passiv an Solos Hängezitzen?
Kaum zurück aus den stinkenden und verrauchten Interviewräumen der A Bola riss Solo die aktuelle portugiesische Zeitung auf um nach den nervenaufreibenden Fragen etwas Ruhe und Entspannung zu finden. So suchte er – wie immer – nach schlüpfrigen Geschichten, Pressemitteilungen der dritten Abart oder einfach beruhigenden Spielbeschreibungen, fand zu seiner Überraschung aber nur eine Information zu einem „Solo-Voyeur“, der ihn angeblich beim täglichen Reinigen der Hautlappen beobachtet haben soll.

Der Puls war gleich wieder auf 200, der Herzschlag ließ den kleinen Körper vibrieren. Hat sich da tatsächlich jemand an Solos fein zurechtmassierten Hängezitzen ergötzt. „Das wäre ja phantastisch!“ schrie er freudig erregt. Endlich die Aufmerksamkeit die Solo sich bei seiner Ankunft in Portugal gewünscht hatte. Nicht ohne Grund duscht er unter einer selbstgebauten Brause,

etwas außerhalb des zentralgelegenen Trainingsgeländes, jeden Tag mindestens fünf Mal. Doch die meisten Passanten wechselten bisher nur angewidert die Straßenseite oder bewarfen ihn gar mit bösen Flüchen oder alternativ altem Käse. Keiner wollte freiwillig länger als 2 Sekunden dieses bizarre Szenario beobachten. Aber offensichtlich gibt es nun einen ersten noch unbekannten Sympathisanten, der Solo so mag wie er ist, der ihn aus der Ferne liebkost und süße Träume rüber wünscht. „Gib dich zu erkennen holder Fremder, zeige dein Antlitz, mein schmucker Prinz!“ säuselte er zum Abschluss leise, fast verschämt ins Mikro, bevor er sich wieder aufmachte zum nächsten Duschen. Das Training war deshalb übrigens die ganze Woche abgesetzt – womöglich keine optimale Lösung, will man längerfristig im oberen Mittelfeld der Liga platziert bleiben. Nur will das Solo überhaupt?
05.03.2010 12:52 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Überschrift wär auch mal schön
Selten in seiner Karriere stand der Hirnimus reduktimus Solo an der schmucken Tabellenspitze mit all ihren schönen aber auch ihren schattigen Seiten. Wieso schattige Seiten? In Portugal? Dem Land des 24-stündigen Sonnenscheins? Tja, die streng durchstrukturierte Zeit drängt und spült mit ihrer gemeinen Einwegspielrichtung nur halbgare, mentale Sonnenstrahlen in das geistige Gehege des Covilha-Trainers. ... Hääh?

Dann anders: Wer in Portugal führt, der ist beliebt oder zumindest interessant. Hier ein Autogramm schreiben (ja, bisher nur EIN einziges Autogramm), da auf ein Interview für die A Bola warten (Betonung: WARTEN) und zwischendurch noch

genug Luft in die Lungen blasen, um Count van Zero Punto gebührend zu bedenken. Ja, wie gesagt, es ist verdammt schwierig an der Tabellenspitze, doch die Crux ist, dass wenn man mal die Ehre hatte dieses Wesen zu beschmieren, es wie eine Droge ist von der man nicht mehr lassen kann (analog zum weiblichen Oktopusgeschlecht? Vielleicht.), obwohl doch jeder weiß, dass es am Ende Wichtigeres, Besseres und vor allem für den kleinen grünen Korpus Gesünderes gibt.
Mal sehen was Solo angesichts dieser Gemengelage für den kommenden Spieltag geplant hat? Am besten wäre wohl einen Absturz ins bedeutungslose Mittelmaß anzuvisieren, auch wenn da schon der Paulo hockt.
26.02.2010 09:15 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
„Kein Meistertitel“ ist für andere da!
In Portugal ist vieles anders, vieles im Alltag noch schwer verständlich, vieles aber auch leichter – speziell sportlich, findet zumindest Covilha-Kaulquappe Solo nach den ersten sechs Partien in der Superliga.

Hat der kleine Fliegenschmiss mit der Walujew-Denkerstirn letzte Woche seinen unerwarteten Erfolg noch zurückhaltend formuliert („Gegen diese Gurken verlier‘ ich kein Spiel mehr – soviel ist sicher!“), baut er heute schon nebulöse Vergleiche in ungeahnte philosophische Dimensionen: „Ich sag’s ja immer: Hirn schlägt Muskel, Muskel schlägt Fliege und Fliege schlägt Frosch, aber Frosch schlägt Hirn! Verstehen Sie was ich damit sagen

will?!“
Nicht so richtig...
„Na dann anders: Viele Köche verderben bekanntlich den Brei, kochen ihr eigenes Süppchen und spucken sich gegenseitig in ihre lauwarme Brühe. Und auf die glitschige Amphibie achtet mal wieder niemand und zack, da steht sie am Ende mit breitem Grinsen im Meistertopf.“
Ob es allerdings soweit kommt, darf bezweifelt werden, meldet sich doch nun Graf Zahnlos an, der nicht nur unberechenbar, sondern auch Oddset-Quoten-Hasser ist (da er da nie auftaucht). Man muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnen, dass der Covilha-Trainer natürlich schon massig Stimmen einsacken konnte (eine). Keine guten Aussichten also für eine erfolgreiche Partie des Neuportugiesen... oder?
18.02.2010 18:31 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
„Ich kann auch alleine ganz glücklich sein!“
Er kam, schleimte und siegte. Nur Siegen macht einsam, besonders wenn man sowieso kaum jemanden kennt im neuen, warmen Portugal mit all seinen Trainerkoryphäen und der Paulo war auch noch da.

Doch Solo ist kein schmieriges Gewebe, das sich bei anderen anbiedern muss, nur um nicht allein zu sein. „Hauptsache ist, du hast Erfolg und wenn nicht, dann ist die Hauptsache, dass irgendwer noch schlechter ist als du, dann bleibt nämlich immer noch ein subjektiv ausformbarer Resterfolg, den man mit Alkohol schon schön trinken kann. Außerdem kann ich auch alleine ganz glücklich sein, ganz allein an der schmucken Tabellenspitze, am Herzschlag der Superliga. Ach was red‘ ich... ich bin

der Herzschlag der Superliga – ganz klar!“ lallte es aus der Spuntöffnung des blasengefüllten Korpus delikti.
„Ja, da hat Gott schon Mist gebaut.“ begrüßte ihn einst vor drei Jahrzehnten seine Mutter und warf ihn angewidert zurück in den Tümpel. Dass daraus nun ein so erfolgreicher Trainer geworden ist, macht Solo stolz, wie er kürzlich zu Protokoll gab „Ischh bin soooo jeil!“. Dies wirft allerdings im Umkehrschluss auch ein fahles Licht der Demütigung auf die anderen portugiesischen „Trainer“. Ob sich das diese Woche ändern wird, kann wohl nur Meisterfänger Paulo beantworten, wenn er sich denn traut!
12.02.2010 12:17 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Picknick mit Horst Manson

„Der Frosch mit dem zerzausten Haar (Glatze) wirkt manchmal etwas sonderbar!“ dachten sich möglicherweise die wenigen Fans des traditionslosesten Vereins Portugals beim heutigen Blick auf den Trainingsplatz. Da saß der kleine Grünschmiss Solo zwischen ein paar Pappkameraden und spielte eine Art psychedelisches Geistertheater. Seine unbegabten Spieler hat er aufgrund der hoffnungslos erscheinenden sportlichen Situation fürs erste in den örtlichen Puff Vergnügungspark geschickt, um konditionelle Grundlagen zu trainieren. Damit konnte er sich ganz seiner geistigen Umnachtung hingeben.

Auf die, durch Irritation ob des merkwürdigen Szenarios ausgelöste Nachfrage eines örtlichen Journalisten, was der Neu-Portugiese da veranstaltete,

antwortete dieser nur vielsagend: „In Portugal da ticken die Uhren anders, ganz anders. Und ich habe noch einige Schwierigkeiten mich in die Gemengelage einzufinden. Was liegt da näher als ein spaßiges Picknick mit meinen Trainerfreunden, um sich etwas näher zu kommen. ...Jaaaa gut, ich gebe zu, eigentlich ist nur der Horst Manson echt (die Papppuppe auf die Solo zeigte, hatte einen raffinierten Pelzschal um den Hals gewickelt und war im Gesicht lieblos mit Lippenstift verunstaltet worden), denn die anderen Trainer haben alle abgesagt, doch was kümmert mich das. Der Horst reicht völlig für den Anfang. Außerdem reicht so der schwarze Cafu und das Störtebecker-Bier länger. Also, auf Wiedersehen, oder wie ihr hier zu sagen pflegt: Sayonara!"
05.02.2010 16:41 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)
Der mentale Rollstuhlfahrer

Der 12 kg leichte, knochenlose Haufen Hirnfleisch mit dem garstigen Impetus eines Störenfriedes und mit dem immanenten Wunsch nach Aufmerksamkeit – Dan Solo – ist nun endlich im warmen Portugal gelandet, um neue Teiche und Stadien zu beschmieren und mit schwer verdaulichen Auswürfen zu verwirren.

Sein erstes Opfer war er allerdings selbst, meinte er doch bei Boavista Porto, einem unbekannten Traditionsverein mit ausreichend Potenzial für höhere Tabellenregionen anzuheuern. Doch die mentale

Dysfunktion des kleinen Froschmannes (wichtige Hirnareale sind mit sinnlosen Anekdoten und Besserwisser-Ratschlägen besetzt) brachte ihn über Umwege am Ende zum wohl schlechtesten Verein der ganzen iberischen Halbinsel, nach Covilha – einem Dorf im Nirgendwo, mit ca. 7 betrunkenen Fans, 90% überalterten Spielern und keiner sportlichen Perspektive. Doch ein Frosch nimmt sowas mit Humor (O-Ton: „Ich hasse es hiiieeer!“) und freut sich auf die Herausforderung.
In diesem Sinne, ein Hoch auf die neue Heimat!
27.01.2010 14:30 - Dan Solo - SC Covilha (Archiv)


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