Yazid ist zurück und Gaddhaffi, Ghadaffi, Gadaffhi und/oder Gafaddidi sind auf ihrer Afrikatournee in Algerien angekommen
- da bleiben Fragen offen und zwar nicht zu knapp. Quasi Burka-Fragen, (das war jetzt eine Anspielung. Nicht zu knapp im Sinne von knappen Bikinis an schönen, wohlproportionierten Frauen (im MAD-Magazin (nein, nicht der Monatszeitschrift für unsere Staatsschützer (Militärischer Abschirmdienst!), sondern das Satiremagazin (ist das Satire? Oder schon Klamauk? Auf alle Fälle war das früher besser! (Da war allerdings auch Herbert Feuerstein (genau, der Sidekick von Harald Schmidt bei Schmidteinander im WDR! (Harald Schmidt ist ja jetzt wieder bei Sat 1 mit seiner Harald-Schmidt-Show (wobei ich persönlich ja weder Harald Schmidt noch Sat 1 mag (es sei den, es kommt Fußball (früher noch mit Ulli Potowski(mit dem hab ich mal bei einer Veranstaltung die Garderobe geteilt! (Kein Scherz, er hat durch die Veranstaltung geführt und ich war mit unserer Theatergruppe da und habe ein paar (auf den Veranstalter bezogene) lustige Zwischenspiele gespielt und dort waren nur begrenzt
Umkleidemöglichkeiten)) da gab's auch noch "ran") aber kommt das noch auf Sat 1? Ich weiß es nicht.), was tatsächlich am Programm liegt (bei beiden jetzt(wobei dann noch eher Harald Schmidt, auch wenn ich (ich sagte es bereits) seine Art nicht mag)))), das war noch richtiger Humor! Die haben mal in einer Sendung 20.000 Fliegen losgelassen (wenn ich mich recht erinnere wurde die Sendung abgebrochen (die Fliegen saßen vor den Kameras und man konnte nichts mehr sehen))) Chefredakteur des deutschen MAD-Magazins und man merkte dort schon, daß der kleine Kerl es wirklich drauf hat.) und hat sich durch die neuen Geschichten nicht wirklich verbessert. Schade eigentlich. Vielleicht (wahrscheinlich mehr als nur vielleicht) liegt es auch daran, daß ich älter geworden bin und kein Teenager mehr.)) würde hier jetzt irgendwo ein "hechel" oder ein "lechz" stehen) im Gegensatz zu den übermässig verhüllenden Burkas, die ja nichts bis auf das Gesicht zeigen. Noch nicht verstanden? Dann kann ich Dir auch nicht helfen...) leider reicht der Platz hier nicht diese zu stellen, geschweige denn zu beantworten.
Alle hatten es irgendwie gewusst, das Worstspiel lauerte schon lange am Ende des Ganges und nun war es hervorgesprungen: Man sucht hier nicht irgendeinen Pott in Algerien. Man ist auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Dem Quell allen Ursprungs. Die Grundlage, ja die Basis aller Fundamente.
Angeblich kennt Powerkraut der 1,5te den Ort der letzten Sichtung. Aber der klevere, gutaussehende, muskulöse, bescheidene und joviale fubinio hatte einen Hinweis auf ein Antiquariat auf dem Basar von Dchassil-el-Harraaf bekommen und machte sich auf den Weg. Der Besitzer - El Haalif Ibn El Solo Mio - winkte ihn nach Hinten und suchte in einem Berg von vergilbten, brüchigen Schriftrollen und fand offensichtlich das, was er gesucht hatte: das Notizbuch eines gewissen Doktor Jones. Doktor Steffi Jones, die aktuell die Frauen-WM in Deutschland organisiert. Diese hatte zwischenzeitlich
mit einer Anstellung in Algerien geliebäugelt und man hatte ihr - um sie zu diesem Schritt zu bewegen - einen kurzen Einblick in die Geschichte des Grals gegeben.
Zwischen wirren Zeichnungen von Fußbällen, abgeschittenen Hoden und einem wirklich überzeugendem 3-2-2-3-System fand der Lieblingstrainer der nordafrikanischen Fußballfrauen tatsächlich auch einen Hinweis auf den Verbleib des Grals. Dieser sei zuletzt in der Volkshochschule von ***** (Anmerkung der Redaktion: die Erlaubnis zur Veröffentlichung des fubinio bekannten Ortes wurde kurz vor Erscheinen dieser Ausgabe wieder zurück gezogen.) gesehen worden. Der Gralshüter - vielmehr die Gralshüterin - sei jedoch jemand, der sehr gefährlich sei. Obacht also.
fubinio machte sich also auf den Weg. Scheiß doch auf die Meisterschaft. Ach nee, es war ja gar kein Pott...
"Im Garten eines Kraken möcht ich sein..." sang damals schon Kermit der Frosch aus der Sesamstrasse. Doch noch wunderlicher geht es im Norden Afrikas zu. Ein Pokal ist verschwunden, der auch der Gral sein könnte...oder eine Lampe. Wir versuchen eine wissenschaftlich Aufarbeitung
Zwei Theorien herschten bisher vor in Algerien. Zwei Theorien zum Verbleib der Meistertrophäe. Zum einen die Klotheorie, nach der der Feigling Yazid, der lieber Häuser in Europa zeichnet, als einem ordentlichen Männersport in Afrika nachzugehen, diese Trophäe, die hier noch ein Pokal ist, als Notdurftverrichtungsanstalt verwendet...
Zum anderen gibt es die Hundetheorie. Ein gewisser fubini oder fubinio, ber mal als Mensch, mal als Hun dbeschrieben wird, soll die Trophäe, hier wohl ein Gral, was auch immer das ist, in seinem Garten vergraben haben. Schon seit Jahren.
Und zum dritten ist eine Theorie aufgetaucht, dass die Trophäe eigentlich eine Lampe sei. Oder ein Kühlschrank. Oder ein Swimming-Pool. Oder ein Teppich. Auf alle Fälle verschwunden nach einer durchzechten Nacht.
Analysieren wir die Wahrscheinlichkeiten dieser Theorien:
a - Klotheorie. Insidern zufolge hält sich Yazid in Mitteleuropa auf. Genauer: Stuttgart. Hier wird gerade großer Bahnhof gemacht - oder auch nicht. Ein Pokal als Klo? Nun, in Deutschland bekommt der Pokalsieger den "Pott", insofern mag hier die nationale Folklore zumindest die Richtung vorgegeben haben. Stuttgarter Wohnungen sollen auch recht karg ausgestattet sein, da kommt so ein Gefäß mit viel Volumen natürlich passend daher. Allerdings
war Yazid in seiner aktiven Trainerlaufbahn nicht einmal in der Nähe eines Meistertitels. Wie soll der abgehalfterte Möchtegern an das Ding gekommen sein? Durch Beischlaf? Man weiß es nicht, scheint aber eher unwahrscheinlich. Insofern: sieben Punkte auf unserer nach oben offenen Kot-Skala.
b - Hundetheorie. Ein Trainer, der mal ein Hund und mal ein Mensch sein soll. Ein Werhund sozusagen. Wer dieser Hund ist, ist in der Tat noch nicht klar. Und warum sollte er den Gral, wenn es den einer ist, vergraben? Elstern stehlen glänzende Objekte. Elster-Gene können eventuell in einem Werhund vorhanden sein. Wo in Algerien gibt es eigentlich Gärten mit buddelbarer Erde? Ist das nicht alles feinkörniger Pudersand? Insofern stehen hier viele Fragezeichen und es gibt nur drei Punkte auf der nach oben offenen Bauarbeiter-Skala.
c - Lampentheorie. Abstruss und lächerlich. In welchem Land bekommt denn der Meister eine Lampe? Die dann zum Kühlschrank, Swimming-Pool, Teppich, Kondom und Flaschenöffner wird? Eben: Niergends. Wenn man allerdings die Umstände näher beleuchtet, könnte natürlich in einer wilden Meisterschaftsfeier die Trophäe entwendet worden sein und jeder der Meisterschaftsspieler einen anderen Alltagsgegenstand - nämlich den, der am meisten fehlte - bekommen haben. Die Legendenbildungstriebe, der Alkohol und die Scham des Verlustes sorgen dann für den Rest. Auf der nach oben offenen Promille-Skala satte neunzehn Punkte.
Es ist also wahrscheinlich, dass die Trophäe von einer Nachtisch-Schlampe entwendet wurde. Diese zu finden, sollte die dringlichste Aufgabe aller Trainer sein. Los geht's...
In Algerien geht es mal wieder runder zu, als am Anfang der schon jetzt langen Saison gedacht. Eine vom Bus gefallene Schale, die auch ein Pott sein kann, ist verschwunden und halb Nordafrika - zumindest der Teil, der Ahnung von Fußball hat - spekuliert über den Verbleib des Aufbewahrungsgefäßes aus Edelmetall.
Die gesamte Liga, voll von Professionellen, hat mittlerweile einen Hund in verdacht. Einen Hund, der eigentlich über jeden Verdacht
erhaben sein sollte. Allerdings gab es in der Vergangenheit jener Person einige seltsame Geschehnisse und Begebenheiten, die seltsam erscheinen, zumindest, wenn man es mit den neuen Erkenntnissen abgleicht.
Wenn also die Chimäre aus Pott und Schale (Pottale? Schott?) vor die Hunde gegangen ist, so ist das möglicherweise nicht nur eine Redensart. Der Verdächtige war zu einer Stellungnahme nicht bereit, roch dem Reporter am Hintern und leckte dann seine Genitalien.
Ein Sandsturm kam auf und drückte unmengen kleiner Quarzkörner durch die Ritzen der windschiefen Tür in die kleine Kabine, in der sich die Kicker von JSK (schee-ess-ka, nicht jai-ess-kay, ihr Vollhonks) vom harten, aber gerechten Training erholten.
Der Trainer, eine dieser Legenden, von denen man nur noch den Ruf, nicht aber die Erfolge behalten hat, was nicht überrascht, da diese Erfolge Aufsteig-Abstieg-Aufstieg
(in dieser Reihenfolge) waren, sah mit leichtem Entsetzen und angewidert herabgezogenen Mundwinkeln auf die traurigen Ballkünstler herab.
Aber anstatt mit einer lauten Standpauke oder einer aufrüttelnden Strafpredigt wieder Schwung in den Laden zu bringen, schickte er die Spieler wieder auf den Platz, der mittlerweile kniehoch mit Sand besudelt war.
"Wir haben keine Deuser-Bänder, lauft halt gegen den Wind..."
Irgendwie ist immer Weltmeisterschaft. Oder Weihnachten. Oder Oster. Jetzt ist mal wieder Ostern.
Und die halbe Welt liegt in Trümmern. In Japan frisst sich ein Klecks heißen Metalls bis in den inneren Kern runter und wie schlecht es uns dann geht, konnte man in dem gleichnamigen Film sehen. Ganz schlecht. Wie der Film halt. (Nein, der Film hieß nicht "Ein Klecks frisst sich durch"...)
In Nordafrika brennt die Wüste. Komplett, von
Links nach rechts, und man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.
Und in Deutschland sind Landtagswahlen. Die SPD verliert in beiden Bundesländern und macht einen auf den großen Sieger. Dabei haben die tatsächlich verloren. VERLOREN! Man begreift es nicht.
Da bleibt man am Besten in seinem Land und macht weiter den Trainer. Da weiß man wenigstens, wenn man verliert. Und falls man das nicht mitbekommt: die anderen werden es Dir schon sagen...
"Zweimal Bleeching bitte!". Der ausgelaugt Wundertrainer fubinio lehnte lässig am Tresen seines WM-Hotels und betrachtete die Auslegeware im Rezeptionsbereich.
"Wieso denn zweimal?" Die blendend aussehende und dabei blutjunge Hotelfachfrau zog aufreizend erotisch die rechte Augenbraue hoch.
"Naja, es ist mein erstes Mal und ich dachte, Sie teilen die Freude mit mir."
Ein sanftes Lächeln erschien auf den Lippen der leichten Schönen: "Ich bin gegen 19.00 Uhr auf ihrem Zimmer, Herr...?"
"Bond, James
Bond, geben Sie mir bitte ein Zimmer mit Blick auf das Stadion..."
"Natürlich..."
So lässt es sich der Trainer gut gehen, nachdem er den gesamten Alltagsbetrieb an seine unfähigen Co-Trainer übergeben hat und gleich die Sommerration "'Beibipoopo'" aus der Schweiz bestellt. Daneben erfreut er sich, trotz der schief gelaufenen Vorbereitung der Nationalkicker, an den kommenden Spielen. "Sei es mit der Nationalelf, oder eben mit der blutjungen, zauberhaften Hotelfachfrau", dachte er und probierte schon mal die Peniscreme...
Nachdem die Trainerfortbildung der Fußballnationaltrainer der Fußballnationalmannschaft von Algerien merh oder weniger als katastrophaler Stars-in-der-Manege-Abklatsch endete, sah man sich von Seiten der Verbandsführung dazu berufen, den Taktik- und Techniktrainer des Führungstrios, des unterbezahltenfubinio abzuberufen.
Dabei stelle sich allerdings heraus, daß der alte Haudegen von niemandem offiziell in diese Position gebracht wurde. Der CSI Falla-U-El-Hamiid wurde mit den Nachforschungen beauftragt, herauszufinden, wie es der findige Geselle geschafft hat, eine solche Berufung
zu Berschleichen und alle Würden- und Bedenkenträger so zu hintergehen.
Es ist eine dieser großen Geschichten von Geld, Frauen und großen Autos. Keiner ahnte an jedem Tag, dass ein kleiner Anruf so eine Wendung der Ereignisse hervorrufen würde. Aber dann kam es wie es kam. Geld war keins da, die Frau war 'ne häßliche, verbrauchte Professionelle und das große Auto war ein Bus. Unterm Strich bleit die Ratlosigkeit eines gebeutelten Volkes und die Frage, wie man mit solchen Trainerhonks die WM bestreiten will. Die Bevölkerung steht zumindest in Teilen vielleicht dahinter.
Eine Hotelrezeption in Trümmern, die Hotelangestellte in einer Mischung aus In-Tränen-aufgelöst und Das-war-die-schönste-Nacht-meines-Lebens, daneben ein Hotepage mit einem ähnlichen Gesichtsausdruck, allerdings mehr eine Melange aus Das-waren-die-schönsten-Tränen-meines-Lebens und Da-hat-sich-was-aufgelöst-heute-Nacht. Und das alles in einer weit abgelegenen algerischen Hochebene. Was war passiert?
Nachdem die Buskaperung so erfolgreich geklappt hat, fuhren der erfolgloseste Erfolgstrainer, der unwiederstehliche fubinio und die immer noch glückseelig lächelnde Hannelore in immer größer werdenenden, konzentrischen Kreisen um den Mittelpunkt herum und fanden so schließlich das kleine Örtchen, in dem sich die drei Fußballnationaltrainer der nordafrikanischen Übermannschaft treffen wollten, um die Taktitk, Technik, Ausrichtung, Aufstellung und Emanzipation der Spieler in Eizelheiten auszudiskutieren. Leider waren die drei Hoffnungsträger eiones ganzen Landes noch nicht eingetroffen.
Hannelore schaute in ihre Geldbörse, um sich ein Zimmer zu nehmen (ein
Einzelzimmer für zwei, wie sie erwähnt hatte) und ging Richtung Hotelrezeption des Grand-Hotels am Hauptplatz. Hinter einer Lotuspalme stieß sie mit einem Hotelpagen namens Ali Ben Alibert zusammen, ihre Geldbörse fiel auf den Boden und die Fotos ihrer Top-10-Liebhaber verteilten sich auf dem Mamorboden.
"Das ist ja mein lange verschollener Vater!", sagte Ali.
"Wer?", frug Hannelore.
"Der da!", sagte Ali.
"Powerkraut? Der Frankfurter mit dem großen Würstchen? Mit dem ich einen Handkäs mit Musi hatte, olalalalalala!?"
"Ja."
Hannelore schaute Ali an. Schätze sein Alter ein ("Ist legal!"). Ali schaute Hannelore an. Schätzte ihr Alter ein ("Noch keine Nekrophilie, sie bewegt sich noch!").
fubinio schaute in diesem Augenblick zur Drehtür herein und dachte: "Na sauber, noch einer, der bald einen Blumenkohl im Schritt hat.", sah die hübsche Hotelangestellte an der Rezeption und ging nach kurzem Gespräch mit auf ihr Zimmer.
Die Hotelrezeption wurde nachts unbemerkt durch eine Beduinenbrigade zertrümmert.
Nachdem die junge und aufstrebende Trainerhoffnung von JSK die jungen und talentierten Nationaltrainer in der VHS Algier verpasst hatte, hörte er von gewwöhnlich gut unterrichteten Kreisen, dass die drei Nationalübungsleiter ein Höhentrainingslager im Ahaggar-Massiv planten.
Da diese bergige Gegend seine italienische Diva namens Vespa überfordern würde, nahm der gutaussehende fubinio kurzerhand einen Linienbus, der gerade an der VHS Algier abfuhr und in die richtige Richtung fuhr. Neben ihm kam eine für ihr stolzes Alter noch recht gutaussehende Frau zu sitzen.
"Hallo, ich bin Hannelore!", sagte die Frau.
"Hallo, ich bin fubinio", sagte der Trainer.
"Ich bin eine Professionelle!", sagte die Frau.
"Ich bin auch ein Profi!", sagte der Trainer.
Der Busfahrer wollte gerade in Richtung Küste abbiegen, als Bonnie und Clyde Nordafrikas spontan den Bus in ihre Gewalt brachten, alle Pasagiere und den Busfahrer hinauswarefen (nicht ohne vorher alle Uhren, allen Schmuck und das gesamte Bargeld
einzusammeln. Spende für die Nationalmannschaft! Zufälligerweise kamen sie so in den Besitz von sieben Tafeln echter schweizer Schokolade).
Auf dem Weg Richtung Ahaggar-Massiv sammelten die beiden Halunken, die mittlerweile T-Shirts mit lustigen Sprüchen trugen, noch einen Clown zur Unterhaltung der Mannschaft, einen Kameramann für einen Dokumentarfilm (leider ohne Kamera) und die Playmates der Monate November und Dezember ein, die auch lustige T-Shirts trugen.
Ohne Stop rasste der Bus durch die Berge, hätte beinahe noch drei am Wegrand wartende, seltsam aussehende Gestalten umgenietet und suchte nun schon seit etwa drei Tagen das Höhentrainingslager, ohne auch nur einen vagen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Trainertriumvirats zu haben.
"Nun denn", sagte der Trainer, "dann sollten wir uns jetzt wenigstens wie Profesionelle verhalten!"
Der begierige Blick von Hannelore und ihre Reaktion und die damit verbundenen folgenden Taten waren jedoch nicht das, was er erwartet hatte. "Wenn das der Powerkraut wüsste...", dachte er noch...
Ein Klingeln des Mobiltelefons (ich schreibe nicht Handy, a: ich mag das Wort nicht, b: Mobiltelefon hat mehr als doppelt so viele Buchstaben!) lies den neuen Trainer von Jeunesse Sportive Kabylie hochschrecken von seinem Lager auf Gabi. Hecktische Suche, dann ein knappes "Ja fubinio hier in der Sprechmuschel und ihren Worten lauschend!"
Im Folgenden ahnte man nur noch Bruchstücke des Telefonats. "Volkshochschule", "grüner Trainingsanzug", "Schokolade"... Wie dem auch sei, der junge Erfolglostrainer wühlte ein wenig in Gabis Unterwäsche und dann in seinen Unterlagen, wobei ihm eine Handvoll seiner alten Konzeptpapiere und Bewerbungsmappen in die Hände vielen: "Von der Doppel-Sechs zur Doppel-Zwei", "Die Zwei-Mann-Mauer: Theorie und Praxis", "Decken - Nicht nur gut für Hengste", "In bed with Maradonna", "Freistoß auf der Reeperbahn".
Flugs schwang sich der alte Sack auf seine Vorkriegsvespa und schummelte sich durch den Verkehr, wie vorhin bei Gabi. Die Volkshochschule war - natürlich - am anderen ende der Stadt und so blieb dem Gummigeber nichts anderes übrig, als zum anderen Ende der Stadt zu fahren. Dort angekommen erkundigte er sich beim Pförtner: "Wo geht's denn zur Nationaltrainerfortbildung des Algerischen Fussballverbandes?" "Moment!". Der schon etwas ältere Mann hinter der Glassscheide, der vor einem Bild von der algerischen Miss Januar saß (eine dunkelschwarze Burka) und gemütlich stark
gesüssten Fenscheltee zu sich nahm, blätterte in seinem kleinen, stark abgegriffenen Heft. Nach wenigen Minuten legte er das Heft beiseite und nachm ein wenig abgegriffenes, eigentlich wie neu aussehendes dickes Buch und blätterte dort weiter. "Warum nehmen Sie nicht den Computer und schauen dort nach?" , frug der langsam nervös werdende fubinio.
"Das Internet hat gerade Pause.", grummelte die nordafrikanische Ausgabe des Alm-Öhi und nach weiteren gefühlten zehn Minuten: "Ah ja. Gut:
1. Von Rue Si Djilali nach Nordwesten Richtung Boulevard Mohand Saïd Ouzeffoun starten 55 m 2. 1. links auf Boulevard Mohand Saïd Ouzeffoun nehmen 230 m 3. 3. rechts auf Bvd Houari Boumediene nehmen 250 m 4. Weiter auf Rue Kerrad Rachid 500 m 5. Geradeaus auf Rue Frères Belhocine 450 m 6. Weiter auf Route de Tala Allam 1,8 km 7. Bei Route d'Alger rechts abbiegen 750 m 8. Weiter auf N12 44,0 km 9. Weiter auf N5 34,1 km 10. Rechts halten bei N11..."
"Moment! Was soll das?"
"Na, Sie haben doch danach gefragt!"
"Das ist doch nicht hier in der VHS!"
"Nein, das ist in der VHS in Algier. Und da nehmen sie von hier - Tizi Ouzou - die Rue Si Djilali nach Nordwesten Richtung..."
"Jaja,schon klar."
Nach weniger als drei Stunden strandete dann der mitlerweile ausgemergelte fubinio in der VHS Algier, nur um noch die Reste des Kurses zu finden: eine kaputte Profi-Kamera, ein zerissener grüner Trainingsanzug und eine abgerissene Clowns-Nase.
Als Neuling in der Liga ist es verständlich, dass der junge und unverbrauchte Trainer von Jeunesse Sportive Kabylie Startschwierigkeiten hat. Das allerdings der erste Spieltag komplett verpennt wurde, zeugt nicht von guter Vorbereitung oder stabilem Charakter.
Es mag den Feiertagen geschuldet sein, schlechter Verkehrsanbindung, einem zu langen Urlaub, aber die Zukunft der jungen Mannschaft mit einem der erfolglosesten Trainern auf dem schwarzen Kontinent geht nur über eine konzentrierte und engagierte Arbeit. Auch wenn der Neuankömmling unter den etablierten Trainern nicht (mehr) den besten Ruf
genießt, sondern dem ein oder anderen nur ein abfälliges „bah!“ entlockt, will fubinio doch ein Wort mitsprechen in Algerien.
Welches Wort das ist, weiß man noch nicht, aber Fakt ist, dass zumindest der Wille und eventuell auch der Anspruch vorhanden sind, um oben mitzuspielen. Und oben heißt: unter den besten Acht. Der Weg zu diesem Ziel ist einfach und lässt sich durch die Formel DMG beschreiben: das ein, mitspielen, gewinnen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Formel am Ende der Saison den erhofften Gewinn bringt – und vielleicht ja auch wieder mehr Anerkennung bei den Trainerkollegen.
Schon eine Woche nach der Wiedereröffnung war das Spotz gerammelt voll - im Wortsinn. Die alten Stammgäste, neue Gesichter, die den legendären Schuppen kennenlernene wollten und die alte, immer junge Garde der hübschen Animierdamen machten einen Besuch zum Erlebnis.
Tri Pper, Isda Amanda, Lasmiranda Dennsewillja und - überall zu finden - der Pate des einzigen Jazzklubs, in dem keine Musik gespielt wird, der ausgewilderte fubinio[/], versuchten
den Gästen ein Erlebnis zu schenken, daß den überzogenen Preis wert ist. Unter den Gästen sollen, neben den üblichen Verdächtigen, auch Trainerkollegen, wie der King of Queens Südafrikas, der potenzüberschätze Yves Eigenrauch, zu finden gewesen sein.
Man kann nur hoffen, daß sich der enorme Erfolg der Kaschemme auch auf den Klub überträgt, damit dieser seine Kastrationsängste vor den Abstiegsplätzen abbauen kann.
Südafrika leidet weiter unter der Frühjahrmüdigkeit und alles scheint so zu bleiben, wie es immer war. Schattenboxen an der Spitze, Kungeln im Abstiegskampf.
Doch nein, ein kleines Team voller betrunkener Animierdamen und Schenkenbesitzer stemmt sich gegen die aufkommende Sinnlosigkeit des Daseins und die Langeweile zwischen den Spielen. im geheimen Hauptquartier, dem Spotz kämpfen immer noch ein paar alte haudegen für die Existenz des Klubs selber und des gesponsorten
Fußballteams. Und seit ein paar Tagen ist sogar der Gründer des Spotz' selber, der geistig noch im Urlaub befindliche fubinio wieder auf dem Posten und lenkt die Geschicke sowohl seiner Kaschemme als auch seines Kickerteams.
Wie sich dieses auf das Team der Kicker und der Animierdamen auswirken wird, ist noch nicht gewiss. Aber ein Gutes hat diese Entwicklung am Kap: Nichts ist nämlich scheißer als ein Verein ohne Trainer. Diese Gefahr ist zumindest für den Sporting FC zunächst einmal gebannt...
Am Ende einer traurigen Saison, sowohl für den Sporting FC, als auch für den Kneipenbesitzer und Kneipenbummler, den unerträglich sabbernden fubinio, bleibt nur ein Trümmerfeld übrig.
Ein Trümmerfeld im Spotz: Geschlossen durch das Gesundheitsamt, verklagt von den Grünen (Biotope in der Küche, die erhalten bleiben sollen), verlassen von den beiden Hauptanimierdamen Isda Amanda und Tri Pper, die ein besseres Angebot vom Kreuzfahrtschiff Aidarrhoe erhalten hatten und ausgeblutet durch Sterunachforderungen in Millionenhöhe.
Ein Trümmerfeld bei fubinio: verlassen von seinen beiden Lebensgefährtinnen (s.o.), Verlust des Hauptberufs durch Schließung des Spotz (s.o.),
Geldverlust in Millionenhöhe (s.o.) und dazu Briefe von diversen fubinio-Hassern...
Ein Trümmerfeld beim Sporting FC: Verlust des Hauptsponsors (des Spotz', s.o.), der Trainer kann sich aufgrund privater Probleme nicht mehr richtig um das Team kümmern (s.o.), Abstiegskamp und -krampf, fast ohne jede Hoffnung.
Nur gut, daß es für die nächste Saison einen hoffnungsvollen Neuanfang gibt:
Beim Verein: durch einen neuen Vereins-Namen!
Bei fubinio: Durch eine neue Lebensgefährtin (Lasmiranda Densewillja ist wieder aufgetaucht) und durch Privatinsolvenz!
Beim Spotz: Durch eine neue Animierdame (s.o.) und einen neuen Geldgeber, der allerdings noch nicht offiziell aufgetaucht ist.
Nachdem der Lieblingsverein aller Bettnässer mittlerweile gegen den Aufsteig, nein, Abstieg kämpft, das Spotz seine Pforten schließen musste (Gesundheitsamt!) und der Trainer und Übungsleiter, der sagenumwobene fubinio sich mit allerelei weltlichen Dingen (Alimente, Sorgerechtsklagen, Parkvergehen und Menschenhandel) herumschlagen muss, wird es wohl auch in nächster Zeit nur sporadisch Lebenszeichen aus der Schmuddelecke von den Schmuddelkindern geben.
Aber so
schlecht finden das die meisten Kollegen - halt: "Kollegen" - dann ja doch nicht, wird der nette und sympathische junge Mann doch gemieden wie nässender Juckreiz. Aber das kommt dem paranoiden und schmerzmittelabhängigem Dauernetrunkenen gerade recht, will er doch eigentlich nur in Ruhe gelassen werden, denn in den letzten vier Wochen war jeder Brief
a) vom Gerichtsvollzieher
b) von einer Ex-Frau
c) von der Ex-Frau des Gerichtsvollziehers