Nachdem Trainer Thomas Magnum sich für ein intensives Trainingslager in den luftigen Höhen der Anden als Vorbereitung für den internationalen Wettkampf entschieden hat, sollte das seinen Spieler auch in den Ligaspielen zu Gute kommen. Besonders gegen die Andenbewohner von Los Andes, sollte der konditionelle Vorsprung der Bergbewohner damit zu Nichte gemacht worden sein. Den vermehrt vorkommenden roten Blutkörperchen sei dank.
Thomas Magnum hat während des Höhenlagers jedoch nicht nur die Zahl seiner roten Blutkörperchen erhöhen können, sondern auch den die Zahl an Rotweinflaschen, die er pro Tag trinken kann. Ein rundum gelunges Trainingslager also.
Den Gipfel der argentinischen Liga erklommen und international eine Runde weiter. So eine Bilanz wie die des letzten Spieltags lässt sich sehen und so könnte es auch ruhig weitergehen. Doch es bleibt Vorsicht geboten, denn die Konkurrenz schläft nicht auch, wenn der Rennwagenclub sich ein bisschen ans falsche Ende der Tabelle verfahren hat.
Wie konnte Thomas Magnum seine Jungs zu solchen Leistungen bringen. Es wird gemunkelt, dass er auf seiner letzten Selbstfindungsreise in Ushuaia ein magischen Kraut von einem lokalen Medizinmann erstanden hat, welches seinen Spielern schier unendliche Ausdauer gibt. Offensichtlich hat Magnum jetzt einen Container davon bestellt.
Muss man sich schon wieder Gedanken machen um unseren Andeneremiten ? Nachdem er in der letzten Saison durch tiefes In-sich-gehen und buddhagleiche Enthaltsamkeit hinsichtlich verbaler Expressionen auffiel, scheint er nun auf eher esotherischer Ebene zu finden zu sein. In Europa faellt er durch seine zweite Persoenlichkeit einem Indianerhaeuptlich auf, was man ja noch immer mit dem Wunsch eines jeden Mannes nach Cowboy und Indianerspielen zu erklaeren ist. Doch, dass er nun eine Bergpredigt von seinem hohen Andendomiziel haelt und sich Gras aus seinen Jesuslatschten, muss man sich nun doch ernsthaft Gedanken machen, was mit ihm los ist. Vielleicht ist es die duenne Andenluft, oder ueberhoehter Weinkonsum oder einfach nur eine durchgebrannte Sicherung.
Thomas Magnum hat sich entschieden, und zwar dafuer sich ein Weingut zu kaufen. Da er sowieso seine ganze Freizeit in seinem Lieblingweinlokal in Cordoba verbringt, hat er sich entschieden dieses auch gleich aufzukaufen. Somit ist die ganze Wertschoepfungskette von Produktion, Vertrieb und Konsum in einer Hand bzw. einem Mund.
Es wird vermutet, dass Thomas Magnum die Finanzierung seiner Investitionen von einem Finanzspekulanten aus Hawaii stammen sollen. Aber Thomas Magnum kuemmert die Herkunft seiner Finanzierung nicht im geringsten. Wichtig ist, dass er jetzt seinen jaehrlichen Weinkonsum aus der eigenen Produktion decken kann. Und was wird der naechste Schritt sein ? Vielleicht eine Viehzucht kaufen.
Woran erkennt man wirklich erfolgreiche Trainer, die taktisch und strategisch ihre Mannschaft und ihre Gegner im Griff haben. Ganz einfach daran, dass sie ihre Gegner einfach perfekt lesen koennen und ihr taktisches Setzverhalten auf ihre Gegner einstellen. So ein Trainer scheint Hitzfeld zu sein, da er die Heimschwaeche der KFZ-Mechaniker letzte Woche perfekt analysiert hatte. Auf der anderen
Seite gibt es Trainer wie Prenzlauerbergero der hoffte Thomas Magnum zu ueberraschen sich jedoch gehoerig irrte. Und das Resultat dieser Fehleinschaetzung ein voellig sinnloses 6-6, das beide Mannschaften aus dem Meisterschaftsrennen katapultiert. All dies heisst fuer die Talleres, dass es nur 4 Punkte anstatt der erhofften 9 gab und es nun nur noch darum geht einen internationalen Startplatz zu sichern.
Nachdem die letzte Saison zwar nicht als unerfolgreich, aber als leicht erfolgloser als die Vorsaison betrachtet werden kann, muss die Ziesetzung diesmal ganz klar Angriff heissen. Vom 2. Plartz auf den 3. und nun wieder zurück ins grosse internationale Geschäft, wozu allerdings zumindest Platz 2 her muss. Was Thomas Magnum allerdings mit grosser Genugtuung erfüllt ist die Tatsache, dass er der beste Exil-SMler in Argentinien ist, auch wenn es knapp war, denn die anderen beiden folgen auf den Plätzen 4 und 5.
Es ist schön zu sehen, dass ein weiterer Verein aus Cordoba es geschafft hat in Argentiniens erste Liga Einzug zu halten und die Farben der Stadt zu vertreten und sich gegen die Vereine aus Buenos Aires in Zeug zu werfen.
Das grosse argentinische Zeitungsorakel hat uns seine Weisheiten mitgeteilt und siehe da den Jungs aus der KFZ-Werkstatt werden Aussenseiterchancen im Kampf um die Meisterschaft zugetraut. Düster hingegen, orakelt es weiter aus der Pampa, sieht es jedoch für den Rennclub von Fenris aus. Ähnliches verkündet das Orakel auch für den dritten SMler im Bunde, Bernd, den Almöhi Argentiniens. Nun gut, jetzt ist das so eine Sache mit Orakeln. Sie orateln vor sich hin, ohne dass es irgendeine wissenschaftlich nachhaltige Methode ihren statisch nicht signifikanten Rateversuchen zu Grunde liegen würde. Und statistische „Outlier“ gibt es bekanntlich immer wieder.
Nun ist sie dahin die traute Dreisamkeit. Nichts ist mehr zu sehen von dem Dominatortrio aus der SM, ausser vereinzelt auftretenden Individualisten. Und wer hat das erfolgreiche Trio in die Winde der argentinischen Pampa zerstreut. Na ? Wer weiss, wer weiss es ? Sie war's, sie war's ... er war's, er war's ! Genau Bernd, das Bergbrot, hat sich wie ein Gnu von seinen Jägern aus dem Schutz seiner SM-Herde lösen lassen und ist den Predatoren jetzt schutzlos ausgeliefert. Einziger Zufluchtsort könnte da die hohen Berge seiner geliebten Anden bieten. Bei Kondorhorst in der Kneipe sollte er sich sicher fühlen, vor den hinterhältigen Angriffen aus den Tiefen der Pampa.
Neben dem SM-Triumphirat sieht man nach dem letzten Spieltag drei rote Pfeile, was darauf hindeutet, dass es fuer die drei Jungs abwaerts ging. Da man die Plaetze eins bis drei belegte heisst dies, dass sich jemand an dem Trio vorbeigeschlichen hat, um zwar Skua. Deshalb muss das Trio in den kommenden Wochen wieder kaempfen wie sie es gewohnt sind. Auch wenn einer des Trios wie immer staenkern muss, wird das Thomas Magnum nur noch mehr anspornen die Saison vor Fenris abschliessen zu wollen. Die unnoetige und sehr aergerliche Niederlage auf internationaler Ebene, spornt die Jungs von der KFZ-Werkstatt nur noch mehr an, denn jetzt liegt die Konzentration vollends auf der Liga.
Die Serbisch-Montenegrinische Allianz dominiert weiter die argentinische Liga. Ob und wie weit das serbische Triumphirat ihre Dominanz in Argentinien weiter ausueben koennen, haengt von dem Trainergeschick und der taktischen Cleverness der drei Trainergroessen ab. Konditionell ist das SM-Imperium immer noch bestens geruestet, um bis zum Ende der Saison harte Schlaege austeilen zu koennen. Es waere zu mindestens ein neuer Rekord fuer die SM-Geschichtsbuecher, wenn die SM-Startrainer es schaffen sollten die Gold, Silber und Bronzemedallie im Lamareiten gewinnen sollten. Und die Analen wollen mit neuen Rekorden gefuellt werden. Deshalb heisst es kaempfen, beissen und treten bis zum Schluss.
Ein Blick auf die Tabelle genuegt, um zu sehen, dass die SM-Dominatrix auch die argentinische erste Liga im Griff hat, wenn auch es im Moment nur temporaer erscheint. Doch die SMler koennen sehr hartnaeckig sein deswegen sollte weiter mit ihnen gerechnet werden. Darueber sollte auch nicht die Tatsache hinwegtaeuschen, dass die drei sich untereinander gerne beleidigen und die Fresse polieren. Auch wenn sich das W. im Moment ein wenig das Ventil zu finden, um seinen gegen Fenris aufgestauten Frust abzulassen. Aber manchmal kann eine sechs wahre Wunder wirken, um so mehr wenn sie auswaerts eingesetzt wird.
Die Wahl des Getraenks verraet viel ueber den Trinkenden. Das ist sein Faktum, dass sogar bei Vorstellungsgespraechen eine Rolle spielen kann. Vielleicht erklaert, dass ja die aktuelle Diskussion ueber die verschiedenen alkoholischen Lieblingsgetraenke der argentinischen Trainergarde. Da gibt es Ouzo, Slivovic und Ale. Dieses ganze Gefasel ueber Getraenke machte Thomas Magnum erst einmal einen kleinen
Abstecher in die beste Weinbar von Cordoba um sich genuesslich volllaufen zu lassen. So nebenbei sprang dabei noch eine grosse Geschaeftsgelegenheit heraus. Obwohl der Export von Erdoelbohrmaterialen auf die Falklands offiziell verboten ist, half Thomas Magnum doch gerne seinem Freund TC illegal Materialien fuer die Probebohrungen von Jugopetrol auf die Inseln zu schmuggeln. Natuerlich gegen einen kleinen Obolus.
So reagierte Thomas Magnum nach dem letzten Spieltag auf die Fragen der Presse nach der gerade errungenen Herbstmeisterschaft. Eine Herbstmeisterschaft seie nicht das Papier wert auf dem die ganzen Kommentare geschrieben werden, fuegte er noch abschliessend hinzu. Eine viel interessantere Konstellation stellt da eher die Tatsache dar, dass nach Abschluss der ersten Saisonhaelfte drei Mannschaften vorne stehen, die von SM-Trainern betreut werden. Ganz besonders beachtlich ist dabei die Leistung von Bernd, ehemals“das Brot“, jetzt der „Schweiger“, zu beurteilen, da er trotz systematischer journalistischer Kommentarverweigerung konditionstechnisch immer noch vorne mitspielt. Aber da kommt scheinbar das wahre Talent zum tragen.
Nachdem Thomas Magnum nun das ultimativ Ziel erreicht hat, naemlich die Eroberung der Tabellenspitze, hat er sich entschieden erst einmal eine Auszeit zu nehmen. So wie Forrest Gump einst durch die USA lief, hat Thomas Magnum sich entschieden sein Reitlama zu satteln und eine „kleine“ Runde durch Argentinien zu drehen. Dank moderner Technologie muss er noch nicht einmal sein Amt als Trainer bei den Jungs aus der Werkstatt niederlegen, denn iPhone und Co. sei Dank, kann selbst das Lama Pedro als mobile Strategiezentrale fuer die kommen Spieltage dienen. Ob der weitere Saisonverlauf von der mobilen Einsatzzentrale verlaufen wird, wie bisher bleibt abzuwarten.
Thomas Magnum hatte zwar gehofft in der oberen Tabellenhaelfte mitspielen zu koennen, nachdem seine Mannschaft nach dem fruehen Ausscheiden in der Copa Libertadores sich voll auf die Liga konzentrieren konnte, aber das gleich die Tabellenspitze dabei heraussprang war doch eine Ueberrraschung. Die Gefahr einer fruehen Tabellenfuehrung ist natuerlich, dass der Druck deutlich steigt und die Gegner haerter spielen. Aber zum Glueck steht ja Racing Club noch als Stossdaempfer auf dem 2. Tabellenplatz. Aber die Saison ist ja noch lange und es wird noch viel Wasser den Rio de la Plata hinunterfliessen bevor die Saison vorueber ist.
Ay, ay, ay ... entfuhr es Thomas Magnum. Es sei nicht gut am Anfang der Saison bereits oben zu stehen entfuhr ihm. Dadurch steigt nur deutlich die Wahrscheinlichkeit, dass es nach unten geht. Naja, und ausserdem ist da noch der Vorteil eines zusaetzlichen Heimspiels. Dieser Vorteil sollte sich jedoch am kommenden Spieltag wieder korrigen und damit die Jungs von der Werkstatt wieder ins Mittelfeld druecken, von wo aus dann das Feld von hinten aufgerollt werden kann. Nachdem man ja klaeglich aus den internationalen Wettbewerben ausgeschieden ist, gilt die volle Konzentration jetzt einem guten Abschneiden in der Liga.