"Pferde lassen sich zum Wasser bringen, aber nicht zum Trinken zwingen." Haha, blöde Sprüche kann ich auch. Aber das kann doch nicht alles sein, was in dieser seelenlosen Zeit die Stimmung heben soll.
Krisengeschütteltes Europa, das müde Haupt nicht betten können, weil die Ratingagenturen der US-amerikanischen Kapitalismuskarawane eine Sau (vulgo Land) nach der anderen durch das Börsendorf treiben. Und es muss ja reagiert werden, damit die "Märkte" wieder vertrauen fassen.
Wieso meinen
eigentlich alle, es geht uns gut, wenn es der Börse gut geht?!
Mir persönlich geht es gut, wenn ich am Spieltag wieder mal alles wegfege und am Ende der Saison oben stehe. Oder zumindest nicht Absteige. Dazu vielleicht noch ein kühles Bier oder ein Glas guten Weins und ein ordentliches Stück Fleisch auf dem Grill. Da kann mich die Eurokrise, die Immobilienblase und überhaupt auch die letzte Niederlage mal ordentlich.
Oder, um es mit einem Sprichwort zu beschließen: "Wenn die Bauern besoffen sind, laufen die Pferde am besten."
Jetzt versucht man es schon auf die Mitleid-oh-ist-der-süß-Tour hier die Tabellenführung von Falkenberg zu verteidigen und das promovierte Doppel-P lässt sich auch hier vor den Kinderkarren spannen und macht fleißig mit. Erschreckend.
Nur in Jonsköping steht noch ein Mann gerade und mit starkem Rücken. Sollen doch die Süpermänner und Sonstigen ihre Sprüche klopfen, sollen doch einige wenige
Realitätsferne auf die Rückkehr des Patrick Staudt warten (warum denn nicht gleich Kahim?), hier am Vätternsee gehen die Uhren anders.
So auch damals, auf dieser Steininsel, diesem kleinen Stück Felsen, auf dem ich nach dem Untergang der Walter-Gustlow gestrandet war, alleine mit siebenundvierzig Paletten Dosenravioli und ohne Dosenöffner. Damals waren Männer noch Männer und Wasser war Whisky...
[P.S.: Alles Gute zum Nachwuchs auch von mir... :)]
Die "Interessengemeinschaft Allgemeine Spieltheorie" (IAS) ist eine interdisziplinäre Vereinigung führender Köpfe und Wissenschaftler bei der Erforschung, Entwicklung und Anwendung der allgemeinen Spieltheorie. Im Gegensatz zu dem leichten und spielerischen Namen geht es jedoch hierbei um ernste Dinge. Noch ernster als Leben und Tod.
Der Schwerpunkt in diesem Jahr bei der IAS, die von verschiedenen Personen gefördert wurde, die alle verschieden sind, jetzt aber von einigen wenigen Großkonzernen aus den Strafgeldern für Insiderhandel und Internetwetten gesponsort wird, ist der Versuch, aus vergangenen Spielergebnissen einiger Großveranstaltungen die Spielergebnisse der Zukunft zu prognostizieren. Als Beispiel einer eigentlich nur in gewissen Bahnen
("Leitplanken", Chr. Lindner) berechenbaren Veranstaltung wird der Ligabetrieb in der AllSvenskan betrachtet werden. Hier gibt es tatsächlich nur einige wenige fixe Parameter und Aussagen mit einer großen Wahrscsheinlichkeit. Als Beispiel sei hier die Meisterschaftswahrscheinlichkeit des Startrainers Java Jim angeführt. Diese liegt bei Null, da er in der zweiten Lige spielt. Aber immerhin in Schweden ("Welcome back alte Schneenase alter Schneehase!")
Wie dem auch sei, alle in das Forschungsprojekt eingebunden Wissenschaftler und auch die anderen Beteiligten sehen sich gezwungen eine deutliche Warnung auszusprechen, damit nicht wieder dasselbe passiert, wie im letzten Jahr: Eine Oddset-Wette auf die Meisterschaft von Jonsköping ist verschenktes Geld bzw. Tk. Echt und ehrlich. Ischschwörs!
Der Regen war sehr ergiebig auf diesem kleinen Eiland, auf dem ich gestrandet war. Und nicht nur das. Seltsame Vorkommnisse brachten mich nachts um den Schlaf und ließen mich auch tagsüber nicht zur Ruhe kommen.
Nicht nur, dass dunkle Wolken wie Nahverkehrszüge über die Insel zogen oder plötzliche Zeitsprünge eine Weile an der Tagesordnung waren, nein, auch schien es, als ob noch weitere Personen auf der Insel lebten. Im Inneren, zwischen großen
Dschungelpflanzen und kleinen Bächen, lief auch irgendwo ein Eisbär herum.
Ich konnte mich gerade noch in eine im Boden eingelassene Behausung retten, wohl eine Art Station. Dort fand ich einen schon etwas betagten Lehrfilme über - Fußball. Vierundneunzig VHS-Kasetten mit Titeln wie "Die besten Tricks von Bum Kun Cha", "Abseitsfalle für Legastheniker" oder "How not to be seen by the referee". Und damit klärt sich auch, woher mein Fußballwissen kommt...
Nach langer Pause ein neues Kapitel aus der spannenden Geschichte, wie das nervliche Wrack, der Hobbyautist fubinni, zu seinem Trainerjob in Schweden fährt. Diejenigen unter den Lesern, die diese Geschichte nicht interessiert sei gesagt: schreibt euch doch eine Eigene!
Da stand ich nun, wartete auf meine Fähre und spürte auf meinen Lippen noch den Geschmack der Tochter meines R4-Reparationsgenies. Nicht nur mein treues, wenn auch zickiges Fahrzeug war wieder fahrtüchtig, nein, ich war auch satt, aroben und befriedigt. Ein idealer Zustand um einen ersten Schritt auf den neuen Kontinent zu wagen - denn seien wir doch ehrlich: Skandinavien ist ein eigener Kontinent.
Leider kam es nicht sofort zu solch einem Schritt. Die Fähre, mit der ich fuhr, hatte nämlich ein kleines Feuchtigkeitsproblem:
Sie war nicht ganz dicht. (Etwas, was mir in Schweden noch häufiger über den Weg laufen sollte.) mitten auf der Ostsee kippte der Kahn leicht nach unten weg und nahm nicht nur mein gesamtes Gepäch, sondern auch meinen liebgewonnen, soeben reparierten und neu eingestellten und anschließend mit Wattebeuteln polierten Renault 4 mit auf den Grund der scheißekalten Pfütze. Ich konnte mich auf eine der vielen Schäreninseln retten, war aber wieder einmal mutterseelenallein. (Auch etwas, was man in Schweden öfter sieht...)
Wie dem auch sei: ich saß auf diesem Felsen fest, das schwedische Festland zwar zu sehen, aber doch weit genug entfernt, um die Strecke zu überschwimmen, hatte nichts zu essen, nichts zu trinken, die Reste des Schiffes wurden angespült. Und dann waren da ja noch die Anderen...
Der Renault scheint endgültig zu verrecken, dachte ich, als der Dampf aus dem Motorraum von weiß nach schwarz wechselte. Dazu sah ich im Rückspiegel bläuliche Schwaden hinter mir. Und das so kurz vor dem ersten Etappenziel, der Ostsee.
Natürlich musste ich mit der Fähre übersetzen. Und das Geld musste ich mir auch noch besorgen. Mein letztes Engagement in der Schweiz - naja, in Liechtenstein genauer gesagt, was das Ganze noch mit eine Priese Ironie würzte - war finanziell eher als Fehlschlag einzustufen. Das, was ich bekommen hatte, hatte ich Georg Best-like "investiert": Weiber, Autos, Alkohol. Und am Schluss hab ich
die Weiber und den Alkohol mit den Autos bezahlt. Was mir geblieben war, war dieser 1971er Renault 4 GLS...
Und der starb gerade. Röchelte noch ein wenig und starb. Aber - Glück im Unglück - ein Passant hatte eine kleine Werkstatt für Oldtimer und Mitleid mit mir. Er holte seinen "Abschlepp-Wagen", einen Talbot Matra Bagheera, an dem die anhängerkupplung ziemlich bescheiden aussah, und zwanzig Minuten später stand mein Renault auf der Hebebühne, ein kühles Pils und ein Berg Bratkartoffeln auf dem Tisch und die vierundzwanzigjährige Tochter meines Gönners schmachtend vor mir. Jonsköping konnte noch ein wenig warten.
Als die ersten Strahlen unseres Hauptsterns - ein „durchschnittlicher“, zu den Gelben Zwergen gehöriger Stern, als ob man's geahnt hätte - über dem Küstengebirge auftauchten und ihre suchenden Finger auf den Erdboden warfen, war ich schon wach. In der Nacht hatte ich eine Erleuchtung: Ich würde es tatsächlich schaffen, den siechen Verein aus Jonsköping in die AllSvenskan zu bringen.
Leider gab es in meiner Erleuchtung keine genauen Zeitangaben, so dass ich mich auf ein längeres Engagement am
Vätternsee vorbereitete. Zunächst einmal nahm ich mir ein kleines Frühstück, bestehend aus Kaninchen (extra dafür überfahren) und auf dem laufenden Motorblock getoastetem Weißbrot. Dazu ein wenig löslicher Kaffee aufgebrüht mit Kühlerwasser.
Schnell noch eine neue Kassette eingeschoben (Deep Purple - live in Munich 1976 - ich denke, zu der Musik bin ich gezeugt worden, es gibt Hinweise...) und dann wieder auf die Strasse. 1985 Kilometer bis zum Ziel. Und zum Anfang meiner Karriere. 1985 Kilometer bis nach Jonsköping.
Es war Nacht geworden. Die Sonne hatte sich mit einem leisen Seufzen hinter den entfernten Bergen zur Ruhe gebettet und auch ich hätte gerne ein Bett gehabt um ein wenig bequemer zu liegen und Erholung zu finden nach den letzten Tagen.
Dem Ziel Jonsköping immer noch nicht wirklich näher, aber dem Dudelsound einer groovigen Hammond-Orgel gelegentlich überdrüssig, kramte ich im Kofferraum des R4 nach anderer musikalischer Untermalung meines kargen Abendmahls und wurde fündig: Trio - Live 82.
Mit dem Kasettenrekorder und einer Dose Ravioli saß ich am Straßenrand im Schein der R4-Innenbleuchtung und
träumte von großen Titeln, großen Spielen und zarten Frauen, die ich mit meinem Charme umgarnen könnte. Die Zukunft lag grün und saftig vor mir. Genau wie weitere 2000 Kilometer bis zum Vätternsee.
Zeit genug also, um sich neue Taktiken auszudenken. Vor dem Schlafen wälzte ich noch kurz das "Handbuch für AllSvenskan-Trainer" und das "Neue Handbuch für AllSvenskan-Trainer" - ungeachtet der Tatsache, dass mein zukünftiger Verein noch in der Superettan sein dasein fristete, aber das würde sich unter meiner Führung schon ändern. Ich konnte ja nicht ahnen, was in der Nacht passieren würde...
Die Sonne lenkt 450 Watt pro Quadratzentimeter auf die Frontscheibe meines 1973er Renault 4. Die Klimaanlage ist an, will heißen, ich hab das Fenster auf. Der Asphalt, auf dem ich den Klumpen Metall, Plastik, Rost und Vogelkot vorwärts bewege, weicht langsam auf und seit gefühlten vier Stunden ist kein anderes Vehikel in Sicht.
Aus dem improvisierten Musikwiedergabegerät (ein alter Kasettenrekorder mit Batteriebetrieb) läuft die "Best of Ingfried
Hoffmann"-CD-Kompilation und ich groove zum "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt"-Soundtrack. Der Aschenbecher quillt über, ich bekomme Kopfschmerzen und Wasser hab ich auch nicht mehr. Was mach ich hier eigentlich auf dieser gottverdammten Landstraße?
Ach ja, ich bin Fußballtrainer und soll zu dem von mir betreuten Verein. Nun gut, Jonsköping ist ja nur noch zweieinhalbtausend Kilometer entfernt. Gut das ich noch die "Jazz for Secret Agents"-Kasette eingepackt habe.
Der Fußballteppich im Stadion unseres Lieblingsklubs vom Vätternsee hat auch den letzten Winter ganz passabel überstanden und strotzt vor grünem Gras. Und Grün vor Neid kann man werden, wenn man die Ballfertigkeit der auf dem Rasen tanzenden Gestalten bewundert.
Die Profikicker des JSIF haben allerdings die Rückkehr aus ihrem Trainingslager am Nordpolarkreis noch nicht geschafft und so wundert es nicht, dass die Saison mau anfängt. Immerhin gibt es auch positive Nachrichten aus dem Trainingscamp: Der
Trainer ist positiv auf diverse Drogen getestet worden. In einer eiligst anberaumten Pressekonferenz erläutert der Hobbyautist und Gleitschirmzusammenfalter ernst und mit tragender Stimme: "Ich habe eine genetisch Bedingte Unterversorgung mit körpereigenen Drogen, deswegen muss ich diese - ärztlich verordnet - von außen zuführen. Wie dem auch sei, es wird Zeit für den ersten Spieltag...oh! Schon wieder zu spät. Ich habe auch eine genetisch bedingte Unterversorgung mir körpereigenem Zeitgefühl..."
Schweden ist ein Land, welches zu 77% aus Wald und zu 46% aus Schnee besthet. Die restlichen 29% sind Wasser. In den zur Zeit 63.034 Städten und Gemeinden leben ca 27.928.938 Schweden und Schwedinnen, wobei das Verhältnis etwa 47:53 ist, was auch den belibetesten Exportartikel erklärt. Die Schweden lieben Sauna, Glögg und nackt in der Sonne liegen. Die Schwedinnen ebenso.
Und alle schwedischen Normbürger lieben Fußball. Es gibt 43.823 Vereine, von denen es nur die besten in die Spitzenklasse des skandinavischen Fußballs schaffen: Die AllSvenskan. Gegründet 1896 ist sie die älteste Profiliga der Welt und alle Spitzenspieler der letzten 120 Jahre haben hier gespielt: Alfredi di Stefano (1932-1936 in Malmö), Pele (1961-1963 bei GAIS), Paul Breitner (1962-1966 Platzwart in Jonsköping), Birgit Prinz (1994-1998 als Spielerfrau in Kalmar) und natürlich das Traumduo Franz Beckenbauer und Michel Platini zusammen vier Jahre bei Halmstads BK.
Und neben den "normalen" Rekorden, die diese Liga für sich verbuchen kann (höchster Preis für einen innländischen Fußballer: 63,9 Mio € für Mikael Rosenborg, schnellster Tor nach
dem Anstoß: 1,69 Sekunden, ...) gibt es allerdings einige Weltrekorde, die von bemerkenswerter Natur sind, jedoch wenig beachtet. Dieser Artikel will der Unsicherheit und Unwissenheit entgegenwirken:
Rekorde der AllSvenskan:
- der kleinste BMI einer Spielerfrau: 12,9
- der kleinste IQ einer Spielerfrau: 12,9
- das längste Interview eines Profispielers:
4 Tage, 9 Stunden 11 Minuten 56 Sekunden
- der reichste Trainer einer Profiliga:
Markert besitzt ein goldenes Schloß: say no more
- die meisten Fernseh-Kameras bei einem Ligaspiel:
425
- der skurilste Spielabbruch einer Profiliga:
12.9.2003: Abbruch nach sieben Minuten, weil beide Mannschaften nur noch 6 Feldspieler besassen, alle anderen hatten am Vortag an einem Fischbuffet-Wettessen teilgenommen
- der jüngste Schiedrichter eines Ligaspiels:
am 24.3.2009 vertrat der siebenjährige Lennard Johnson seinen Vater; dieser hatte am Vortag an einem Fischbuffet-Wettessen teilgenommen
- die meisten "Flitzer" in einem Ligaspiel:
69
- die bestaussehendste Trainerin eines Profivereins:
Wendolene
Sollte man nicht einmal alle Sinne zusammennehmen, die vollkommende Konzentration auf die wirklich wichtigen, auf die tiefgreifenden und tiefgründigen Momente zu legen um vielleicht das zu erreichen, was der begierige Geist dem Körper vorgibt?
Eine solch komplexe Fragestellung kann nicht einfach aus der hohlen Hand beantwortet werden, sondern man braucht eine Basis. Eine Basis ist die Grundlage aller Fundamente und sollte auch für dieses sensible Thema belastbar sein. Ohnehin ist es mit der Belastbarkeit bei solchen Diskussionen nicht immer so, wie es den Anschein hat. Anscheinend? Oder scheinbar? Auch hier gibt es nicht nur graduelle Unterschiede, sondern gegebenenfalls sogar gravierende Differenzen zwischen dem status quo und
ipso facto dem nachzufolgenden Paradigma.
Generell ist es ja ohnehin in einer solchen Gemengelage nicht ganz einfach die superfiziellen Imponderabilien von den eigentlichen, weil sicherheitsrelevanten, Sachgebieten zu trennen. Aber wichtig. Wichtig um den Fokus im Brennpunkt zu halten. Um sich nicht von Tatsachen ablenken zu lassen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Und um die leading forces abzüglich einiger buzz words mittels key account Managern in ihren asset margins zu bestätigen.
Anders ausgedrückt: Zum Einen soll man machen, was man will. Und zum Anderen spielt die Mannschaft nicht das, was der Trainer sagt. Und deswegen verliert man zu Recht, wenn man verliert. Und wenn man gewinnt, dann zu unrecht. So einfach kann es sein.
"Blödes Sammelsurium von nichtssagenden Wörtern. So siehts doch aus im südländischsten der Nordländer. Nur abgestandene Luft ohne Inhalt!", so äußerte sich der Trainer des schedischen Vorzeigeclubs aus Jonsköping.
Aber es bleibt trotzdem spannend in der Liga, da die Breite an der Spitze enger geworden ist und der Haß auch hier nicht ins Stadion gehört, sondern zuhause mit der
Ehefrau ausgelebt wird. Und wo wir gerade von Ehefrau sprechen: auch die schwedische nationalelf hat es zur WM geschafft, ein Glückwunsch an das Ehepaar und ihren Anhang.
Hoffentlich kann das Trainertrio die hohen Erwartungen der schwedischen Fans erfüllen und neben Blondinen, Pornofilmen und Blondinen den Fußball als nächsten Exportschlager etablieren. Wir drücken auf alle Fälle alle 300 Zeichen. Ich meine Daumen.
Wieder ein Spieltag, der sich durch nichts von den anderen unterschied. Wieder ein Spieltag für einen Trainer, der das Asperger-Syndrom für einen guten Freund hält. Wieder ein Spieltag im Eispalast von Schweden.
Aber nichts kann den gutaussehnden Trainer und Hobbyautisten fubinini von seiner Mission abhalten. Meister in Schweden werden und Wendolene erobern. Oder wenigstens Wendolene beschlafen. Oder mit ihr sprechen. Oder mal wieder was lesen. Ein gutes Buch vielleicht. Dazu eine Tasse Tee mit
Glöck. Eine Madelaine dazu. Das Rauschen des Mittelmeeres, eine sanfte Briese, die einen für einen Augenblick die heiße Sonne am stahlbaluen Himmel vergessen lässt. Dazu ein Glas Rotwein, kleine Häppchen, vielleicht Oliven oder Auberginen, ja, gegrilltes Gemüse als Vorspeise, dann Lammfilets in Rotweinsauce, vielleicht ein Glas Rotwein dazu, und als Nachtisch Wendolene. Wenigstens mit ihr Sprechen. Oder was von ihr lesen. Überhaupt Lesen. Ein gutes Buch vielleicht. Dazu eine Tasse Tee mit Glöck.
Wieder abgetaucht in den Untiefen der AllSvenskan. fubinini, seines Zeichens Trainer und Hobbyautist bei Jonsköping, hat im Moment wohl kein Konzept. Aber das ist ja nichts Neues, wenn man mal die Karriere - Verzeihung: "Karriere" - des Mannes bertrachtet, der einmal als Nachfolger von Bernd dem Kastenbrot gehandelt wurde.
Nicht eine einzige Meisterschaft, nicht einmal ein erster Platz in einer zweiten Liga, stehen auf dem Erfolgszettel des mehr durch Abwesenheit und vergessene Saisonstarts glänzenden Trainers - Verzeihung: "Trainers". Und diese Nichtsnutzigkeit betrifft nicht nur die Mannschaftsaufstellung oder das tägliche Üben - Verzeihung: "Üben" - auf dem Platz. Nein,
auch in allen weiteren Aktionen vor, hinter und neben dem Platz war nur heiße Luft und Chaos zu verzeichnen.
Auf der Erfolgsliste - Verzeihung: "Erfolgsliste" - stehen unter anderem:
- kein Verhältnis mit red-hot-chilli-Wendy
- keinen einzigen Tag im goldenen Schloß verbracht - weder mit noch ohne Jungfrau
- keinen Derbygegner
- keinen richtigen Feind (allgemeine Abneigung der Liga zählt nicht!)
- keinen Freund, weder richtig, noch gekauft
- keinen Autor, der auch nur ansatzweise auf seine Presseerklärungen achtet oder gar eingeht
Unter Strich bleibt das Bild eines Mannes, der Machen kann, was er will. Es interessiert eh kein Schwein - Verzeihung: "Schwein".
Das Jahr - pardon - die Saison geht zu Ende und es wird Zeit ein Fazit zu ziehen. Und einen großen, roten Strich unter diese Saison. Irgendwie ging es dann doch nicht mehr und die Luft blieb am Ende aus.
Diese blöde Luft. Ein Felix Magath hätte hier sicherlich noch mehr aus den Mannen herausgeholt und versucht, irgendwo noch ein oder zwei Pünktchen mehr zu holen, so dass am Ende vielleicht mehr rauskommt als der Beischlaf mit einer der Cheerleaderinnen. Und dann auch noch mit der, die früher mal ein Mann war.
Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und auch kein Zuckerlecken. Obwohl man doch eigentlich mit der kleinen Maus nochmal Zucker lecken könnte...