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COPA NEWS

Chlorinduzierte Spannungsrißkorrosion
Dem Abstieg knapp entronnen sehen sich die verantwortlichen Funktionäre des Vereins vom Vätternsee vor einer großen Aufgabe. Nicht nur die Mannschaft muss wieder aufgebaut werden – moralisch und auch in der Fitness sind Defizite vorhanden – auch das Umfeld will an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Und hier fragt man sich dann natürlich, wer der Schuldige an dieser unerfreulichen Situation ist.

Das schwächste Glied in der Kette ist da – den Gesetzten des Geschäfts folgend – natürlich der Trainer. Und gerade in Jonsköping hat man mit dem introvertierten Hobbyautisten fubinio eine Reizfigur, an der sich die Geister scheiden. Die Einen halten ihn für einen Hochstapler, einen Mann, der einmal Lothar Matthäus‘ „Handbuch für den modernen Fußball“ gelesen hat und jetzt meint, das Wissen mit Löffeln gefressen zu haben, eine

Flachzange sondergleichen, einen Hassprediger, der alle gegen sich aufbringt, nur durch seine Anwesenheit, einen Nichtsnutz, der keinerlei Ahnung von Sport hat, einen Trunkenbold, einen talent- und merkbefreiten Nichtskönner. Auf der anderen Seite meint seine Mutter, er sei ein niedliches Kerlchen.

Natürlich sind Prophezeiungen, die die Zukunft betreffen, sehr schwierig und man darf sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Allerdings ist der ständig frierende fubinio wohl einem Angebot aus Frankreich nicht abgeneigt. Da in Schweden eh alle auf ihm rumhacken, kann ein Abgang in das Mutterland des Petanques nicht völlig ausgeschlossen werden. Ganz im Gegenteil, wenn in Frankreich ein Topverein einen neuen Trainer sucht, wäre der „Trottel vom Vätternsee“ wohl ganz schnell weg.

Das dadurch sowohl in Schweden, als auch in Frankreich das Niveau des Erstligafußalls sinken würde, liegt auf der Hand.
14.08.2012 18:10 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Hierfehltneüberschrift
Die Pressekonferenz des Vorzeigevereins vom Vätternsee war, wie man es schon seit mehreren Monaten gewohnt ist, von den immer gleichen Vertretern der schreibenden Zunft besucht: einem jungen Universitätabsolventen, der seine ersten Sporen für eine lokale Zeitung verdiente und leider beim Strohhalmziehen verloren hatte, und dem alten, bärtigen Kriegsveteranen, der immer noch dachte, hier sei das wöchentliche Treffen der Schlüsselloch-Abonnenten, nur, weil es hier neben Kaffee auch Bier gab.

Der aus dem Urlaub wieder aufgetauchte Trainer, der misanthrope Hobbyautist fubinini, spulte seine gewohnt gekonnte

„Ich-bin-so-verzweifelt-über-die-Leistung-meiner-Mannschaft-aber-ich-habe-den-Fehler-jetzt-gefunden“-Aufführung herunter, diese Woche inklusive den Zusatzfeatures „Haare raufen“ und „Augen-reiben“ und verließ die Vorstellung nach den vertraglich festgelegten zwölf Minuten.

Das Training wurde immer noch vom Co-Trainer und seinen Cheerleadern über die Bühne gebracht. Der hauptamtliche Übungsleiter – eben jener Pressekonferenzkaspar – hatte sich „zur Regeneration“ in sein Penthaus zurückgezogen. Mit dem Superzoom konnte man ihn gerade gegen den Skelettkönig in Diablo 3 verlieren sehen.
26.07.2012 13:13 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Schnapreskinovorführer
Vor lauter Arbeit kommt man nicht mehr zum trainieren. Wärmer könnte es auch sein. Schweden war einmal ein Wohlfahrtsstaat, aber davon übrig geblieben sind nur die Schulden und ein Haufen verwöhnter Kindergärtnerinnen.

Aber dem Trainer unseres Lieblingsvereins, dem antroposophen Hobbyautisten fubinini macht das scheinbar – oder anscheinend? Nein, scheinbar! – nichts aus. Aus irgendeinem Grund ist er trotzallem – und das beinhaltet auch den mehr als

enttäuschenden Tabellenplatz der Truppe vom Vätternsee – voller guter Laune und leutseelig steht er der Presse geduldig Rede und Antwort.

Leider hat die Presse in den heutigen Tagen – auch aufgrund des mehr als enttäuschenden Tabellenplatzes der Truppe vom Vätternsee – keine Fragen an ihn, und so nimmt er tatsächlich selbstständig das Mikrophon und ruft. „Ich hab jetzt Urlaub, ich bin jetzt ein paar Wochen nicht da, sondern weg.
Macht’s gut, ihr Trottel.“
27.06.2012 13:18 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Fransenpansen - gullimulli
Bezug nehmend auf eine Pressemitteilung in der schwedischen Zeitung, in der mit übler Nachrede auf die mangelnde Qualität sowie offensichtlich fehlende geistige Gesundheit des Autors auf einen Artikel aus Jonsköping reagiert wurde, nimmt der Autor des kritisierten Artikels Stellung:

Sehr geehrte Damen und Herren oder auch nur Herren, ist ja egal,

wenn man ein Bild betrachtet, kann man nicht aufgrund einer kleinen Randfigur, im Wortsinne, die man nicht versteht auf die Qualität des Gesamtbildes schließen. Nur weil der Baum in der unteren Ecke im Winter grüne Blätter trägt, heißt das nicht, dass das komplette Bild ein Erzeugnis ohne Wert, ohne Sinn ist und höchtswahrscheinlich zur Phantastik gezählt werden muss. Nein, dieser kleine Baum spiegelt ein Detail wider, dass es auszuleuchten gilt, zu interpretieren, zu analysieren. Der Künstler hat diesem Baum eine Bedeutung beigemessen. Wenn ich als Betrachter diese Bedeutung nicht erschließen kann, so sagt das über den Künstler und über das Bild erst einmal nichts aus.

Analog verhält es sich mit den Presseveröffentlichungen meinerseits. Die einzelnen Artikel stehen

nicht isoliert, sondern verbinden sich über die gesamte Saison zu einem Gesamtbild, welches nicht nur konkrete Fakten, sondern auch Stimmungen, Atmosphäre und Gefühle transportieren soll. Dabei ist jeder einzelne Artikel ein Puzzleteilchen, welches es zu betrachten gilt, ein Teilchen im Gesamtgefüge meiner Pressearbeit.

Dabei kann der singuläre Artikel beim Leser für Befremden sorgen, für Unverständnis, und sich gegen eine vordergründige Analyse sperren. Diese ist vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht möglich, sondern erst in der Rückschau, am Ende der Saison.
Wenn man also den Copa-Award für den besten Zeitungsschreiber in Frage stellt, so darf man dies natürlich tun – dies auf Basis eines einzelnen Artikels zu machen, ohne das gesamte Pressematerial über die ganze Saison zu betrachten, quasi ein Zitat aus dem Zusammenhang zu reißen als Grundlage der Kritik, verstößt nicht nur gegen den guten Geschmack, sondern auch gegen die Zielsetzung der Presse im Allgemeinen.

Dies zu tun, nachdem man in der Vorwoche einen Artikel über die scheußliche Frisur seiner Frau abgeliefert hat, grenzt dabei schon an Frechheit.
24.05.2012 14:11 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Zumbassgitarnungeheuerlichterlohmann
Schon wieder. Schweden. Zeitung. Artikel. Kreativität Mangelware. Auch nicht nett. Nett wäre es, mal wieder was von ihr zu hören. Aber sie will ja nicht. Dabei habe ich gar nichts getan.

Andere, zum Beispiel sie, sehen das natürlich anders. Aber ist meine Sichtweise nicht genauso berechtigt? Wieso sind andere Ansichten besser? Andere Mannschaften? Wieso steht JSIF am Ende? Das Ende ist aber noch gar nicht in Sicht. Die Saison dauert noch lange. Viel zu lange.

Ich sah die besten Köpfe meiner Generation zerstört vom Wahnsinn, ausgemergelt hysterisch nackt.

Wohin geht die Reise? Nach

oben? Nach unten? Wohin führt der Weg? Weg von ihr, weg von Dir? Weg von mir? Weg ist der Weg. Haha.

Weg ist das Wiesel.

Aus dem Mietskasernenfenster geschleudert, und die letzte Tür geschlossen um 4 Uhr morgens und das letzte Telefon als Antwort an die Wand gedonnert und das letzte möblierte Zimmer ausgeräumt bis aufs letzte Stück des geistigen Inventars, eine gelbe Papierrose, um einen Kleiderbügel im Wandschrank gedreht, und selbst das imaginär, nichts als ein sehnsüchtiges kleines bißchen Halluzination.

Man sollte nicht Trainer werden, wenn man emotional instabil ist.
17.05.2012 14:10 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Riff Raff - fnacfnac
Fußballtheoretische Überlegungen zum modernen Fußball
Teil 1: Flexible Defensivstrategie


Eine Verlagerung der Spieltheorie, weg von einer rein ballbesitzenden, ballsichernden Kurzpassarie hin zu einem raumgreifenden, überfallartigen Blitzfußball ist – zumindest in der Theorie des modernen Fußballs, wie sie auch im gleichnamigen Buch wiederzufinden ist – eine Notwendigkeit, die sich aus dem oktroyierten Sicherungsgedanken der Viererkette ergibt. Durch die Auflösung des starren Manndeckerverbundes mit abgesetztem Libero und einer sich immer weiter durchsetzenden Flexibilisierung der Abwehr-Mittelfeld- Kohäsion, deutlich werdend in der offensiven Ausrichtung der Außenverteidiger, ist es naturgegeben erforderlich, den möglichen Ballverlust oder fehlerhaften Abschluss einer Spielsituation, auf eine ökonomisch sinnvolle Art zu kompensieren.

Die Kompensationsbestrebungen sind dabei von zwei Zielen geleitet: Zum Einen die erforderliche Absicherung des eigenen Tores durch eine Verengung des gegnerischen Anspielraums in, am und um den eigenen Strafraum. Dies wird möglich durch eine defensive Ausgestaltung des Spielers vor der Abwehr, der zwar dann in der Vorwärtsbewegung

eingeschränkt wird (bzw. deren Folgen durch die Rückkopplung eines weiteren Mittelfeldspielers gedämpft werden), was jedoch die sinnvolle Gegenmaßnahme eines zentralen Vorstoßes des Gegners darstellt.
Zum zweiten durch eine kreative und weiträumige Definition des Aktionsraumes der offensiven Mittelfeldspieler, die nicht nur das Spiel nach vorne tragen sollen, sondern im oben beschriebenen Fall auch Rückwärts-Auswärts-Variabilität als Voraussetzung einer erfolgreichen Abwehrtaktik mitbringen sollten. Während also der Außenverteidiger an der Außenlinie bei Ballbesitz einen Vorstoß weit in die gegnerische Hälfte macht, kann der seitengleiche Mittelfeldspieler diesen unterstützen, hat aber ebenfalls die Aufgabe, bei Ballverlust quasi die Aufgabe des Verteidigers im Defensivkonzept zu übernehmen.
Rücken gleichzeitig die Innenverteidiger vor und die Maßgabe unter Erstens (s. o.) wird erfüllt, kommt es zu einer spielerischen Überzahl im Bereich zwischen Mittellinie und eigenem Sechzehnmeterraum, so dass hier eine eigenen Balleroberung wahrscheinlich wird. Im Idealfall bewegen sich mehr als fünf eigenen Spieler in diesem Raumbereich und können so einen Torerfolg des Gegners verhindern.
09.05.2012 22:28 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Inselwinsel Pinselgerinsel
Harmonica Mundi

Die Geschichte des heliozentrischen Weltbildes ist geprägt von Rückschlägen, neuem Aufbruch und erneuten Rückschlägen, Folter, der Inquisition und der Folter der Inquisition. Aber schlussendlich hat sich doch die Ansicht durchgesetzt, dass die Erde sich wohl mehr um die Sonne bewegt, als umgekehrt. Später wurde dieses Ergebnis dann ein wenig relativiert. Letztendlich sieht es so aus, dass sich die Erde zwar um die Sonne dreht – aber nicht nur. Und heliozentrisch ist hier mal gar nichts. Allerdings wird die Mathematik für die Beschreibung der Planetenbahnen deutlich einfacher, wenn man lokal einen gepflegten Heliozentrismus an den Tag legt.

Genauso sieht es auch im schwedischen Fußball aus. Die Geschichte der AllSvenskan ist

geprägt von Rückschlägen, neuem Aufbruch und erneuten Rückschlägen. Folter durch Spieltagsergebnisse, Zeitungsberichte und die Folter beim Lesen einiger Zeitungsberichte. Schlussendlich werden immer die gleichen Meister (früher war’s Kahim, heute möchte man vor lauter Verzweiflung ein Pakultwatchblog einrichte, um zu prüfen, ob der Doktortitel nicht ein Plagiat ist).

Aber unter dem Strich zählt immer noch, dass man auch in Schweden als Außenseiter absteigen kann. Und dass dies auch eine Folge der Enge in der Breite der Spitze ist. Fügsam fügt sich alles ins Gefüge. Und nicht vergessen: „Mein Homer ist kein Kommunist! Er ist vielleicht ein Lügner, ein Schwein, ein Idiot oder ein Kommunist, aber er ist ganz sicherlich kein Pornostar.“
02.05.2012 15:43 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Ranzentanzen Pflanzenlanzen
Eine schwedische Jugend.

„Es geht los. Die Meisterschaft in Schweden geht los. Und wir werden dabei sein. Wir werden vorne mit dabei sein. Steht auf. Geht auf eure Positionen und kämpft! Nicht nur heute, nicht nur morgen. Jedes Spielt ist nur ein Vorspiel. Aber jedes Vorspiel muss Punkte bringen. Ohne Punkte gibt es keine Meisterschaft. Ohne Meisterschaft wird dies ein verlorenes Jahr. Wir wollen keine verlorenen Jahre, wir wollen Titel Und deswegen müssen wir kämpfen. Jedes Spiel. Jede Halbzeit. Jede Minute.

Hier geht es nicht nur um die elf auf dem Platz. Hier geht es um jeden von uns. Vom Torwart über den Trainer bis hin zum Handfeger. Jeder muss kämpfen,

jeder muss alles tun für den Sieg, für die Punkte, für die Meisterschaft. Hier geht es nicht um diese Saison, hier geht es um viel, viel mehr. Mit jeder Faser eures Herzens müsst ihr den Sieg wollen, die Punkte wollen, die Meisterschaft wollen. Morgens ist euer erster Gedanke die Meisterschaft, abends ist euer letzter Gedanke die Meisterschaft und dazwischen denkt ihr an das nächste Spiel, an die Punkte, an den nächsten Schritt zur Meisterschaft.

Und jetzt steht auf, geht raus und gewinnt. Holt euch die Punkte, die euch zustehen. Holt euch dieses Spiel, holt euch die Meisterschaft…“

Eine Handvoll Salz verschloss den Mund des geschwätzigen Sklaven…
26.04.2012 14:41 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Pranunzeln, pranunzel, haareinharraus
Es war Nacht geworden. Die Dämmerung war über das Land hereingebrochen, wie ein Angler durch zu dünnes Eis. Das fahle Licht der Straßenlaternen war schaurige Schatten an die Wände der Vorstadt, in der Ferne ertönte der dünne Ton einer müden Kirchenglocke.

Ein einsamer Wanderer schritt langsam durch die Dunkelheit. Hin und wieder drehte er sich vorsichtig um, wie um zu kontrollieren, dass er nicht verfolgt wurde. Aber nie sah er jemanden, nicht einmal einen Schatten, außer denen, die die Bäume und Sträucher aus den verwilderten Rabatten an die heruntergekommenen Wände des Ghettos warfen. Die Wände des Ghettos, vollgeschmiert mit Graffitis,

die nach Revolution und Aufruhr riefen, nach Umsturz oder einfach nur nach dem nächsten Joint.

Der leichte Wind warf den Geruch von brackigem Vätternseewasser in die Nase des Spaziergängers, der seine Schritte Richtung Stadion richtete. Das Stadion, in dem er mit seinem Verein schon manches Spiel gelitten hatte, immer nahe am Herztod, aber immer noch reanimiert von halbherzig agierenden Sanitätern. Und auch in dieser Saison hat sich das große Ziel des kleinen Mannes nicht erfüllt, auch in diesem Jahr wird Jonsköpings Södra IF keinen Titel holen. Und der kleine, einsame Mann wird sich wieder nur mit facebook-fails, Bier, Blackjack und Nutten durch die Saisonpause quälen.
20.03.2012 11:12 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Pakultige Lupobranzen
“Ach Du meine Güte!“ – das könnte man denken, wenn man sich das anschaut, was gerade in der Küche des schwedischen Vorzeige- und Exellenztrainers fubinini passiert. Oder auch andere erstaunen anzeigende Lautäußerungen hervorbringen.

Der Koch – ein kleines Oberlippenbärtchen und einen Seitenscheitel in den fettigen Haaren, ein aufgedunsenes, weiches Gesicht, ein feister Hals umrahmt von einem scheußlich-braunen Hemd – hat ein gesamteuropäisches Volksgericht zusammengerührt. Und Großschweden regt sich darüber auf. Allerdings wird natürlich nicht alles so heiß gekocht, wie es dann gegessen wird. So auch hier. Mit ein

wenig Abstand kann man auch hier über die abgeschmackte Zusammenstellung auf dem Teller lachen. Und man sollte wissen, dass die braune Sauce auf dem Kaiserschmarrn nicht selbstgemacht ist, sondern nur der Wirkung her aufgetragen wurde. Insofern gibt es nichts, worüber man sich aufregen sollte.

Außer natürlich, wenn man auf die Tabelle in Schweden schaut. Wieder nichts zu erreichen für Schwedens Vorzeige- und Exzellenzteam Jonsköping. Da wird es mal wieder Zeit, den Angriff zu forcieren, blitzartig in die Räume des Gegners einzudringen und zu hoffen, dass der Winter nicht zu früh einbricht oder sich der Gegner Hilfe aus dem Ausland – Russland oder Amerika zum Beispiel – holt…
14.03.2012 09:57 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Umppphh
Der Lieblingstrainer aller aufrechten Schweden, der gutaussehende Hobbbyautist fubi sitzt in der Bahn von Jonsköping nach Göteborg und versucht sich auf die Aufzeichnungen zu konzentrieren, die er über den nächsten Gegner angefertigt hat. Die scharfe Blondine gegenüber hat es mittlerweile aufgegeben, die Konzentration des Adonisgleichen zu durchbrechen und zieht ihr Hemdchen wieder an.

Durch das Fenster sieht man, die die Sonne hinter dem Vätternsee untergeht. Die Bahn hält, Unterstedtsgotan Nord heißt die Station. Eine gruppe junger Damen tritt ein und besetzt mehrere Plätze im Nachbarabteil, nicht nur mit ihren properen Hinterteilen, sondern auch mit ihren netzstrumpfhosenbestrumpften, langen, wohlgeformeten Beinen. Die Blondine, mittlerweile wieder voll bekleidet, verlässt fubis Abteil und wendet sich im nächsten Wagon einem anderen Reisenden zu. fubi überlegt sich eine neue Eckballvariante.

Es ist ein wenig später, die Bahn ruckelt weiter

auf ihrem Weg Richtung Hauptstadt. Die Mädels aus dem Nachbarabteil sitzen jetzt bei fubi im Abteil und haben Dosenbier aus ihren Rucksäcken geholt. Die Heizung wurde aufgedreht und mittlerweile sitzen die Damen im Bikini auf den Bänken. Zwei sind schon leicht betrunken und kichern die ganze Zeit. Der Schaffner will die Fahrkarten kontrollieren, wird aber mit einer Dose Bier, einem Oberteillupfer und einem Zungenkuss davon abgehalten. fubi überlegt sich eine neue Freistoßvariante.

Es ist Nacht geworden. Die Bahn ist kurz vor dem Ziel. Die Hitze im Abteil ist hoch, die Mädels schwitzen. Ihre schweißnassen Körper bewegen sich zu leichter Easy-Listening-Musik lasziv im Abteil hin und her. Zwei der jungen Frauen reiben sich aneinander und tauschen weitere Zärtlichkeiten aus. fubi hat die Mannschaftsaufstellung fertig, schaut auf die Uhr, packt seinen Block in seinen Aktenkoffer (echtes Kunstleder) und verlässt das Abteil richtig Bordbistro. Da gibt es ein kühles Blondes…
05.03.2012 16:27 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
SuperEttan darf nicht sterben!
Der SuperEttan-Nationalpark erstreckt sich von Nord- über Mittel- bis nach Südschweden. Viele endemische Tier- und Trainerarten leben hier, teilweise in den ursprünglichen und angestammten Gebieten, teilweise sind diese allerdings in den angrenzenden AllSvenskan-Nationalpark ausgewandert und haben sich hier eine Nische erkämpft. Die Fluktuation zwischen diesen beiden schützenswerten Gebieten ist auf niedrigem Niveau aber stetig.

Einige der hier ansässigen, besonders schützenswerten Arten werden hier kurz vorgestellt, damit auch der Leser in Serbien oder Griechenland oder sonstwo in Europa die Wichtigkeit dieses Biotops erkennt und für dessen Bestand kämpft.
Der Maulwurf (maulwurfis hansis): Dieses possierliche Tierchen lebt in den Niederungen und Untergründen um Kalmar. Exemplare dieser Gattung sind sehr lichtscheu, können aber im Dunkeln sehr gut mit ihren großen Extremitäten arbeiten. Diese Arbeit wirkt sich dann auch ggf. auf die Lebensräume und –gewohnheiten anderer Spezies aus. In der Regele Einzelgänger gibt es Individuen, die symbiotisch mit Anderen zusammenleben.

Das Java-Jimhorn (jimhornis javaensis): Das Java-Jimhorn ist aus Malmö kommend über einige Irrungen und Wirrungen jetzt nahe Göteborg beheimatet. Sein kräftiger Panzer und das riesige Horn dienen ihm nicht nur zur Verteidigung, sondern auch, um weibliche Exemplare für sich zu gewinnen. Dabei ist die Zielspezies relativ weit gestreut. Sein überwiegendes Jagdgebiet sind offene Felder mit roter Erde, deswegen ist das Java-Jimhorn oft auf Tennisplätzen anzutreffen.

Das claudino (claudinio absteigeritis): Das nahe Gefle beheimatet cladino ist eines der Tiere, die oft zwischen SuperEttan und AllSvenskan auf Wanderschaft anzutreffen sind. Diese Art ist eher der stille Jäger, der nur gelegentlich einen Laut von sich gibt, aber aus den schwedischen Biotopen nicht wegzudenken ist. Einige Individuen gehören zu den Ältesten in ganz Schweden.

Das

Markertier (markertiris florianis): Das Markertier ist ein sehr geschwätziger, großer Nager, unangenehm im Geruch und auch das Erscheinungsbild ist eher verschreckend: großflächig mit nackter Haut bedeckt, unförmig und grotesk. Anzutreffen sind die Exemplare dieser von der Evolution benachteiligten Art an, neben und in goldführenden Erzschichten, umgeben von zu vielen weiblichen Individuen, die ebenfalls kein Fell oder Sonstiges am Körper haben, um ihre Nacktheit zu bedecken.

Das Pacultier (pacultiris doktoris peh): Ebenfalls zu den Methusalems unter den schwedischen Tierarten gehört das Pacultier. Einst aus Assyrien eingewandert hat es jetzt in der Gegend um Södertälje eine Heimat gefunden, in der es seine extreme Aggression ausleben kann. Feind aller anderen Tierarten, scheinbar immer einen Schritt voraus, sind die Bewegungen dieser Tierart schwer abzuschätzen. Die Jagd auf dieses Tier wurde eingestellt, nachdem mehrere Jäger durch die scharfe Zunge des Pacultier verletzt wurden. Es gehört ohne Zweifel zu den meisterlichen schwedischen Tierarten.

Der fubinini (fubininis meisteris nienich): Der fubinini ist eine vom Aussterben bedrohte Art. Ohne Freunde oder Partner, ohne Erfolg bei Individuen des anderen Geschlechts (das andere ist das weibliche Geschlecht, nur um das zu klären), kaum wehrhaft, am Boden lebend, kriechend, nur geachtet für die Kreativität der Lautäußerungen, die allerdings auch schon mal für längere Zeit verstummen können, sieht man in Schweden eigentlich wenig Chancen für eine weitere Existenz. Allerdings können einzelne Exemplare auch nach Jahren der Ruhe plötzlich und unerwartet aus dem Schlamm und Bodensatz auftauchen und ganze Landstriche in Verwirrung stürzen.

Diese Tierarten kommen aus dem SuperEttan-Nationalpark oder leben dort immer noch. Bei einigen besteht die Möglichkeit, in naher Zukunft dort wieder eine Heimat zu finden. Aus diesem Grund der dringende Appell an die Weltgemeinschaft: SuperEttan darf nicht sterben.
29.02.2012 10:40 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
theBookOfTaliesyn
Aus der Tiefe ertönt ein Grollen, ein Rumoren, ein Schreien. Grelle Lichter blitzen vor den Augen, dass es schmerzt. Der Schweiß fließt in Strömen durch das Gesicht und durchnässt die Fetzen, die lose um den mageren Körper hängen. Dann setzt der Regen ein. Kalt. Viel.

Doch auch heute bleibt der Trainer unerbittlich und treibt die Meute abgekämpfter, müder und hungriger Kicker immer weiter um den Vätternsee herum. Kondition sind das A und das O der Fitness, obwohl in Kondition gar kein A vorkommt, dafür aber jede Menge O. Und I.

I wie Irrwitz, denn nur das kann es sein, was aus dem milden Mann einen wilden

Mann gemacht hat. Als der gutaussehende Übungsleiter und Hobbyautist fubinini früher auf dem Platz stand, waren seine Gedanken bei Wet-T-Shirt-Wendy und nicht auf dem grünen Rasen. Diese Zeiten sind vorbei.

Wenn der muskelbebackte Trainer und Hobbyenuresitiker jetzt auf dem Platz steht, sind seine Gedanken bei Pulitzerpreisträger und Panzerfahrer Dr. P. Pacult und damit bei Krieg und Untergang, Sieg und Gemetzel. Er wird zum Gott des Gemetzels, man merkt dann, dass in der langen Reihe seiner Vorfahren viele Metzger waren. Und wenn er dann weiterdenkt, dann … noch eine Runde um den Vätternsee ihr faulen Maden!

23.02.2012 11:49 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Fuppes - das Magazin für Spottkultur (a.k.a. Bransemramattaratattatsmik)
Materialien zur Fußballkunde, Teil 218b: Der Fußballschuh

Ein Schuh ist in erster Linie ein Schutz des Fußes vor Verletzungen, wie z. B. Schnitte, Stöße, scharfe Steine; des Weiteren wird ein Schutz vor Verschmutzung und allerlei Krankheitserregern, Keime und anderer ekeliger Sachen gewährt. Erst in zweiter – und insofern mittelbarer – Linie wird aus dem toten Tier, welches wir um unsere Füße wickeln, ein Werkzeug, nein, kein Handwerkzeug, sondern ein Fußwerkzeug.

Viele geistig weniger Ausgezeichnete haben es geschafft mit Hilfe dieses Werkzeuges Geld zu verdienen. Darauf wird hier nicht weiter eingegangen. Es folgt ein kleiner Abriss über die Geschichte des Schuhs in der Geschichte des Fußballs.

Die Anfänge des Fußballschuhs liegen im Dunkeln der Geschichte. Funde in Skandinavien zeigen aber, dass im elften Jahrhundert kriegerische Barbaren aus dem Norden mit den Köpfen ihrer Feinde eine Art Fußballspiel veranstalteten und zu diesem Zweck speziell angefertigte Schuhe trugen. Diese besaßen vorne eine Art Dolch, der zum Einen dazu diente, den Feindeskopf aufzuspießen und dann mit Wucht von sich in Richtung des ausgemachten Ziels zu schleudern, zum Anderen aber auch verwendet wurde, um sich die Spieler des gegnerischen Teams vom Leib zu halten. Genannt wurde dieser Schuh, mit dem man – Fuß voraus – in den Gegner sprang „Kantona“.

Als die Cambridge-Rules niedergeschrieben wurden, fertigten sich die Studenten, die dem Fußballsport frönen wollten, aus alten, abgetragenen Schuhen ihr Werkzeug an, damit die teuren und edlen Schuhe, die man des Tages für die Professoren und des Nachts für die Töchter der Professoren trug, nicht unansehnlich wurden. Die Fußballschuhe dieser Zeit bestanden folglich aus mehreren

alten, abgetragenen Schuhen, die zerschnitten und neu zusammen genäht wurden. Es stellte sich heraus, dass Schuhe, die aus vier Lagen alten Leders bestanden, nicht nur länger hielten und weniger oft auseinander fielen, sondern zudem noch eine präzisere Ballführung und einen härteren Schuss ermöglichten. Durch die vier Lagen Leder ergaben sich drei Streifen auf den Seiten der Schuhe. Dieses Design hat sich bis heute gehalten.

Nach dem ersten Weltkrieg war in Belgien schnell wieder die Begeisterung für den Fußballsport groß. Leider waren durch die Granatenangriffe auf belgischem Gebiet kein Baum mehr übrig geblieben. Die brach liegenden Flächen bestanden größtenteils aus Lehm und Sand und wurden bei dem ständigen Regen, der in Mitteleuropa vorherrscht, arg rutschig und somit auch gefährlich für die Spieler. Da aus den Kriegszeiten noch genügend Patronenhülsen herumlagen, begannen zwei junge Belgier, Simon Schraub und Severin Stolle, diese zu schleifen und mittels eines kleinen Gewindes auf eine am Schuh befestigte Nut zu drehen. Eine kleine Feder sorgte dabei für ein wenig Komfort. Durch diese Vorrichtung bekamen die beiden mehr Standhaftigkeit auf dem schweren Geläuf und somit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Da die Mannschaftskameraden bereit waren für die Art von Verbesserung Geld zu bezahlen, ließen sich die beiden das Patent eintragen. Aus dem ursprünglichen Markennamen und –patent „Fußballschuhplatzuntergrundbefestigungsmechanismus mit auswechselbaren Nut- und Federkonstruktionen nach Schraub und Stolle“ blieb dann nur noch der Name „Nut- und Federkonstrukt“ über, der bei Bodenbelägen heute noch eingesetzt wird.

Im nächsten Teil der Materialien zur Fußballkunde geht es um die Erfindung des Duschens nach dem Spiel.
14.02.2012 16:55 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
Fratzengeballerundgedöns
Ist man ein schlechter Mensch, weil man diese Kekswitze (nicht verwechseln mit der lautmalerisch ähnlichen Bundeswehrbeschäftigung!) nicht versteht?! Wohl kaum, aber eigentlich interessiert es einen zumindest mäßig mit Geistesgaben ausgestatteten AllSvenskantrainer auch nicht wirklich...

Kommen wir zum eigentlichen Grund dieses Artikels: Es geht natürlich um Tore. Elf von 26 Spielen liegen hinter uns und viele müssen mit den Kräften haushalten um dann am Ende, kurz

vor dem Ziel, noch einmal eine Schippe drauflegen zu können.

So ist das im Leben halt, immer muss man abwägen zwischen kurzfristigem Erfolg und langfristigem...äh...Erfolg. Allerdings wird man auch langfristig keinen Erfolg haben, wenn man nicht ab und an auch kurzfristige Erfolge hat.

Für die Kollegen mit minderen Geistesgaben: Man muss auch mal schmutzig gewinnen um am Ende als Sieger dazustehen. Das JSIF das nicht kann, dafür sollten die empirischen Studien ausreichen...
10.02.2012 18:10 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)
 
fubinini entlässt sowohl Dr. P. Pacult als auch Vinnie Jones
aufgrund von Unkreativität und Nervigkeit. Und wegen Langeweile. Und weil es noch so lange dauert, bis es wieder losgeht.
10.04.2012 21:12 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.0 TK)
 


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