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COPA NEWS |
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Finnisches Kuriositätenkabinett Teil 4: Sauerkraut für Rindviecher
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(205) Finnland – ein Land der Er-Finn-der. Dieses ach so große Gebiet mit den wenigen Einwohnern hat nicht nur Hochprozentiges zu bieten, mit dem sich die Einheimischen die Rübe wegballern. Dieser vielgepriesene Genussmittelkonsum fördert auch den Erfindergeist. Als ein Beispiel soll heute die aus Finnland stammende A.I.V.-Methode erklärt werden, ohne die eine moderne Gesellschaft heute undenkbar wäre.
AIV – Da denkt der ein oder andere vielleicht zuerst an das Aviäre Influenza-Virus. Oder doch eher an das gepanzerte Mannschaftstransportfahrzeug (armored infantry vehicle), das M59 APC? Auch nicht? Naja, an den Architekten- und Ingenieur-Verein wohl jedenfalls auch nicht. Aber alles weit gefehlt - hier geht es um die Initialen eines großen Erfinders und – was ihn so sympathisch macht – Chemikers: Artturi Ilmari Virtanen. Und jetzt gut aufgepasst, denn so ausführlich kann man das im Wikipedia nicht finden:
Jener gute Mann hatte kurz vor Mitte des 20. Jahrhunderts (man könne auch sagen während des 2. Weltkrieges) eine Vision: wenn man nur irgendwie diesem Problem mit dem kühlen Klima in Finnland ein Schnippchen schlagen könnte, so dass man von einer schwierigen Trocknung |
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des Wiesengrases absehen könnte, um damit das liebe Vieh – die Grundlage das klassischen finnischen Schnitzels – zu ernähren. Irgendeine Methode müsste es geben, Viehfutter derart zu konservieren, dass es auch noch seine Vitamine erhält und sogar ein fettes Schnitzel von einem gesunden, glücklichen Schwein auf dem Teller landet. Oder halt die Currywurst. Oder was auch immer…Hauptsache Fleisch!
Jedenfalls entwickelte Virtanen ein Verfahren, Gras, Mais, Klee, Ackerbohnen, Luzerne, Hafer und Rübenblätter in Silos milchsauer zu vergären, quasi als abgewandeltes Sauerkraut für Rindviecher. Um ein unerwünschtes Fremdbakterienwachstum (also neben den Milchsäurebildnern) zu unterdrücken, gab er noch Methan- bzw. Ameisensäure sowie ein weiteres Konservierungsmittel hinzu und brachte das ganze unter luftdichtem Verschluss vor der Gärung auf einen pH-Wert von 3-4. Ohne Sauerstoff können die Bakterien dann prima wachsen, und wichtige Vitamine werden nicht einfach wegoxidiert. Das war dann sogar 1945 einen Nobelpreis wert. Damit war er bereits der zweite finnische Nobelpreisträger (von inzwischen insgesamt 4), wobei jedoch bis heute der einzige im Bereich Chemie! Die anderen drei werden dann noch irgendwann im Laufe dieser Reihe vorgestellt…
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10.06.2010 01:18 -
Pippo -
Allianssi Vantaa
(0.3 TK)
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