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Rhabarber süß-sauer


Ja das war mal nichts mit der galanten Revanche für die nonchalante Verballhornung des wie ein kühles Bier über die Lippen perlenden Lutschernamens. Frech wie Oskar jonglierte Paulista Plinse Dügagari noch letzte Woche mit diesem herum und durfte sich dann auch noch über einen abgewehrten Racheakt freuen. 5:4, verdammt…aber im Eifer des Gefechts kann sowas schon mal passieren und eigentlichen wirft das Ex-Cobreloa Coach Lutscher auch nicht wirklich aus der Bahn. Steht er doch noch genau 13 Plätze über der enormen Vorgabe von letzter Saison. Die es natürlich dieses Mal zu übertreffen gilt, aber das wird schon. Um seinen Vorgänger aber auch mit absoluter Sicherheit zu überflügeln, schwor sich Lutscher jetzt dem Zucker abzuschwören. Denn der ist natürlich an allem Schuld, z.B. an der Schlappe gegen Paulista. Wieder mal durch die

sämige Melasse euphorisiert sang Lutscher auf seiner Bank die alte brasilianische Volksweise „einer geht noch…einer geht noch rein!“ bis es ihn nach der vierten Wiederholung wegflashte. Das soll nun doch nicht nochmal vorkommen, zumal auch die Ameisen langsam zu nerven anfangen. Nicht nur, dass die nicht richtig parieren, sind sie auch noch alles andere als Stubenrein und kötteln momentan, aufgebläht durch den Süßkram, noch in alle Ecken. Da für ein rundes Haus kein Geld da ist, bleibt nur der kalte Zuckerentzug. Den zelebriert man in Brasilien nach alter Tradition mit dem natürlichen Feind des Zuckers…Rhabarber. Eigentlich gehen auch alle anderen sauren Sachen, aber Rhabarber ist am besten. Denn damit ist der Entzug nicht ganz so knallhart, sondern lässt sich fein dosieren. Quasi das Nikotinpflästerchen der Diätindustrie. Wohl bekomms!
02.06.2010 22:40 - Pedding Lutscher - Vasco da Gama (0.3 TK)


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