|
Meisterschaft entschieden? Niemals. Die Schweizer Liga hat gerade erst angefangen.
|
Was ist denn bitte in der Schweiz los? Während alle anderen Trainer sich weiterhin mit dem Punkten schwertun und Astrologen konsultieren, marschiert ein schwarz gekleideter Herbie mit 55 Punkten scheinbar unbeirrt Richtung Meisterschaft. Doch jeder in der Liga weiß: Bei Herbie ist nichts sicher, solange Batman nicht versehentlich den Pokal gegen einen übergroßen Brokkoli austauscht ist noch alles möglich!
Direkt dahinter lauert bora mit 51 Punkten. Offiziell spricht er von einer “ruhigen Verfolgung”. Inoffiziell wurde er allerdings dabei beobachtet, wie er dem Tabellenrechner gut zuredete, den Fernseher anschrie, weil Herbie schon wieder ein Siegerinterview gab‘, und anschließend versuchte er, mit einer selbst gebastelten Zeitmaschine aus zwei Toastern, einem Raclette-Ofen und einem FC-St.-Gallen-Schal den Saisonstart noch einmal zu spielen. Der Versuch scheiterte lediglich daran, dass die Sicherung heraus flog. bora wertet das dennoch als “technischen Fortschritt”. Gerüchten zufolge kontrolliert er inzwischen sogar die Windrichtung über dem Espenmoos, weil Gegenwind bekanntlich Punkte kostet.
Nur einen Punkt dahinter schleicht Nouri mit 50 Punkten durch die Gegend. Niemand weiß so recht, was er plant. Seine geheimnisvolle Plane wurde zuletzt wieder gesichtet. Augenzeugen behaupten, darunter verstecke sich entweder der Meisterplan oder ein Kühlschrank voller Energydrinks. Andere vermuten, dass die Plane inzwischen ein Eigenleben entwickelt hat und selbst Trainer werden möchte.
Doch dann sorgte bora für den Lacher des Spieltags. Mit völlig ernster Miene bedankte er sich öffentlich bei Nouri: „Vielen Dank, dass du bei Herbie die 6 gesetzt und dein TK für ein Unentschieden geopfert hast. Das war ganz großes Kino - so bleibt das Titelrennen noch halbwegs spannend !“ Anschließend wurde bora ungewöhnlich emotional. Nicht etwa wegen der Tabelle – sondern weil diesmal ausnahmsweise nicht er der Leidtragende war. Augenzeugen berichten, bora habe sich vor Erleichterung auf den Rasen geworfen, das Espenmoos umarmt und dem Stadionrasen versprochen, ihn nie wieder |
|
|
schlecht zu mähen. Historiker sprechen bereits vom „Wunder von St. Gallen“. Es soll das erste Mal seit Menschengedenken gewesen sein, dass ein taktisches Chaos entstand und bora anschließend nicht den Kopf darüber schütteln musste.
Interessant wird es beim Restprogramm: Alle drei verfügen über nahezu identische Energiereserven. bora und Nouri besitzen zwar jeweils ein Heimspiel mehr, doch genau das könnte sich als raffinierte Falle entpuppen. Denn Heimspiele sind in dieser Ligaphase ungefähr so berechenbar wie Graf Zahl beim Kopfrechnen nach drei Espressi. Plötzlich diskutieren Gartenzwerge mit Schiedsrichtern, Flamingos geben taktische Hinweise und Robin Danfire sucht verzweifelt die VAR-Schafe im Geräteschuppen.
Das Schönste aber: Die gesamte Liga drückt Herbie im Champions-League-Finale die Daumen. Nicht etwa, weil alle plötzlich nett geworden wären – das wäre völlig unrealistisch – sondern weil ein zusätzlicher Startplatz für die Schweiz winkt. Bei dem verrückt starken Teilnehmerfeld in der Schweiz ist der Platz auch mehr als notwendig.
Selbst bora soll Herbie vor dem Finale eine geheime Nachricht geschickt haben: „Hol den Pott! Danach jage ich dich wieder durchs Nichtschwimmerbecken.“ Kurz darauf wurde bora dabei gesehen, wie er gleichzeitig Herbie die Daumen drückte, auf einen Ausrutscher in der Liga hoffte und vorsichtshalber schon einmal mit dem Tabellenrechner diskutierte.
Sollte Herbie tatsächlich die Champions League gewinnen, wird gemunkelt, dass danfire das Siegerfoto macht, Nouri seine Plane endlich lüftet, bora vor Freude einen Salto über das Espenmoos versucht, dabei versehentlich den Platzwart umarmt und anschließend laut verkündet, dass er den zusätzlichen Champions-League-Platz selbstverständlich nur aus rein sportlichem Interesse begrüßt. Niemand glaubt ihm – nicht einmal bora selbst.
Die Schweiz hält den Atem an. Das Saisonfinale verspricht Spannung, Chaos und vermutlich mindestens drei Ereignisse, die sich mit den Gesetzen der Physik nicht mehr erklären lassen. |
|
04.11.2026 19:01 -
bora milutinovic -
FC St. Gallen
(0.3 TK)
|
❤️ 2 |
|