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Batman pleite, Robin verprügelt – und die Schweiz will eine Schuldenbremse
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Es gibt Tage, an denen man besser im Bett geblieben wäre. Und es gibt Tage, an denen man sich wünscht, man hätte wenigstens vorher die Batman-Maske aufgesetzt. Für danfire begann der vergangene ZAT jedenfalls mit einer ziemlich unangenehmen Erkenntnis: Wer als Robin zu einer Nachbesprechung nach Basel eingeladen wird, sollte vorher klären, ob Batman tatsächlich reden möchte oder lediglich einen Sandsack für sein nächstes Training benötigt.
Die Einladung hatte zunächst ausgesprochen freundlich geklungen. Nach der gescheiterten Operation Vampir wollten Herbie und danfire gemeinsam analysieren, weshalb bora milutinovic trotz vier Schaffhauser Auswärtstoren in St. Gallen nicht ausgehungert werden konnte. Man hätte über Taktik sprechen können, über die 3:0-Theorie oder über die Frage, ob Knoblauch tatsächlich gegen einen Bademeister hilft, der seine Energie angeblich aus Fußballergebnissen bezieht.
Stattdessen gab es fünf Gegentore.
Basel 5:0 Schaffhausen.
Eine Nachbesprechung der besonderen Art. Batman erklärte seinem Assistenten die Fehler der letzten Mission offenbar ausschließlich anhand praktischer Beispiele. Robin durfte dabei überwiegend zuschauen.
Nouri bezeichnete das Ganze später in seiner Kolumne als Kündigung mit sofortiger Wirkung. In Schaffhausen sieht man das etwas anders. Schließlich hatte Robin nie einen Arbeitsvertrag unterschrieben, und Herbie besitzt nach aktuellem Kenntnisstand auch keine Personalhoheit über die Schaffhauser Schafherde.
Außerdem sollte man bei aller Kritik eines nicht vergessen: Batman hat für seine jüngsten Heldentaten offenbar 13,4 TK an einem einzigen ZAT ausgegeben. Ein Betrag, bei dem selbst Schweizer Bankberater kurz die Lesebrille absetzen und überprüfen, ob das Komma tatsächlich an der richtigen Stelle steht.
Während Herbie also mit seinen Reserven durch die Lüfte schwebte, blieb danfire lieber auf dem Boden. Zwar nicht ganz freiwillig, denn nach dem 0:5 in Basel folgte zu Hause gegen Luzern gleich die nächste unangenehme Überraschung.
1:3.
Damit war endgültig klar, dass die Schaffhauser Woche nicht unter dem Motto „Der dunkle Ritter schlägt zurück“ in die Vereinsgeschichte eingehen würde. Eher unter „Robin sucht seinen Umhang und findet nur die Rechnung“.
Zwei Niederlagen, acht Gegentore und gerade einmal ein eigener Treffer – das war selbst für einen Verein, der seine Reserven gerne zusammenhält, eine ausgesprochen sparsame Vorstellung.
Zum Glück wartete zum Abschluss noch die Reise nach Bern.
Dort hatte man zuletzt ebenfalls mit erheblichen finanziellen und sportlichen Fragen zu kämpfen. Castano Deus war lange auffällig still geblieben, und Nouri hatte in seiner Kolumne bereits von einem Kontostand gesprochen, der sich irgendwo zwischen Netto Null und vollständiger Funkstille bewegte.
Schaffhausen nutzte die Gelegenheit und gewann bei den Young Boys mit 2:1.
Ein wichtiger Auswärtssieg, der den ZAT zumindest einigermaßen versöhnlich beendete. Vor allem aber blieb danfire damit auf Platz vier und besitzt mit 29,1 TK ...29,4 TK weiterhin das zweitgrößte Guthaben der Liga.
Nouri wartet allerdings noch immer darauf, was Schaffhausen mit diesen Reserven eigentlich vorhat.
Eine berechtigte Frage, auf die danfire derzeit nur eine typisch schweizerische Antwort geben kann: Wer Geld auf dem Konto hat, muss es schließlich nicht sofort ausgeben.
Dass diese Zurückhaltung inzwischen beinahe verdächtig wirkt, liegt vor allem an Herbie. Der Basler Trainer hat in den vergangenen Wochen eindrucksvoll demonstriert, wie schnell man selbst ein ordentlich gefülltes Konto leerräumen kann, wenn man gleichzeitig Batman spielen, Vampire bekämpfen und die Meisterschaft gewinnen möchte.
Nun ist die Lage offenbar so ernst, dass sich sogar die Schweizer Demokratie einschalten muss.
Nouri hat in seiner Kolumne die dritte eidgenössische Volksabstimmung ausgerufen. Diesmal soll eine Schuldenbremse für den FC Basel eingeführt werden. Ab Spieltag 28 dürfte Herbie demnach höchstens noch 6,0 TK pro ZAT ausgeben.
Die Begründung des Bundesrates klingt zunächst vernünftig. Wer 13,4 TK auf einmal abhebt, braucht offenbar Regeln. Für alle anderen gilt weiterhin Eigenverantwortung.
In Schaffhausen wurde der Vorschlag allerdings mit einiger Verwunderung |
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aufgenommen.
Ausgerechnet jetzt, da Batman sein Vermögen bereits weitgehend in Tore umgetauscht hat, möchte man ihm eine Ausgabenbegrenzung auferlegen? Das wäre ungefähr so, als würde man Nouri nach Fertigstellung seiner Terrasse verbieten, weitere WPC-Dielen zu kaufen.
Oder bora nach dem letzten Sonnenstrahl des Jahres eine Obergrenze für Sonnencreme vorschreiben.
Vor allem aber stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wie soll Batman die Schweiz künftig vor Vampiren beschützen, wenn er vor jedem Einsatz erst die Finanzaufsicht um Erlaubnis bitten muss?
Man stelle sich die Szene vor: Herbie steht mit flatterndem Umhang vor dem Espenmoos, bora zeigt seine Eckzähne, die Flamingos kreisen über dem Mittelkreis und der Mähbie heult irgendwo im Hintergrund den Vollmond an.
Batman greift entschlossen zum Gürtel.
Doch statt Knoblauch und Kruzifix findet er dort lediglich einen Bescheid der eidgenössischen Haushaltskommission:
„Ihr verfügbares Einsatzbudget für diesen ZAT wurde bereits ausgeschöpft. Bitte versuchen Sie es am nächsten Freitag erneut.“
Spätestens dann hätte der Vampir leichtes Spiel.
Und überhaupt: Wenn die Schweizer Demokratie anfängt, Fußballtrainern vorzuschreiben, wie viele Tore sie sich leisten dürfen, ist der nächste Schritt nicht mehr weit. Dann bekommt Nouri irgendwann eine staatlich genehmigte Terrassenlänge, bora darf höchstens drei Flamingos gleichzeitig aufstellen und Schaffhausen muss seine Schafe beim Bundesamt für geometrisch auffällige Fußballplätze registrieren lassen.
Deshalb fällt die Entscheidung in Schaffhausen trotz der jüngsten 0:5-Abreibung eindeutig aus.
Eidgenössische Abstimmung vom ZAT 12
Bundesgesetz über eine Schuldenbremse für den FC Basel
Höchstbetrag je ZAT: 6,0 TK · gültig ab Spieltag 28 · Ausnahme: Champions League
☐ JA
☒ NEIN
Begründung: Batman braucht keine Schuldenbremse. Er braucht einen funktionierenden Mähbie, einen vernünftigen Finanzberater und gelegentlich jemanden, der ihm erklärt, dass man nicht sämtliche Reserven auf einmal in die Luft jagen muss.
Robin wird seinem ehemaligen Vorgesetzten jedenfalls keine zusätzlichen Fesseln anlegen. Schließlich sollte jeder Trainer selbst entscheiden dürfen, wie er seine Reserven einsetzt – auch wenn Herbie zuletzt eindrucksvoll bewiesen hat, dass finanzielle Freiheit nicht zwangsläufig mit finanzieller Vernunft einhergeht.
Und während Basel nun mit deutlich leichterem Geldbeutel in den entscheidenden Saisonabschnitt geht, hat sich die Lage an der Tabellenspitze weiter zugespitzt.
Herbie fürchtet sich vor dem Halloween-Duell mit bora. Nouri sitzt auf seiner wasserdichten Terrasse und wartet darauf, dass einer der beiden stolpert. Der Bademeister wiederum hat bereits Kürbisse, Flamingos und eine verdächtig rote Johannisbeerschorle für die große Vampirnacht vorbereitet.
Schaffhausen verfolgt das Spektakel zunächst aus sicherer Entfernung.
Mit zwölf Punkten Rückstand auf Basel und 29,1 TK... 29,4 TK im Tresor wird man sich hüten, bereits die Meisterschaft auszurufen. Schließlich hat die Saison noch einige Spieltage zu bieten, und wer weiß, welche Überraschungen die Schweizer Ergebnismatrix bis dahin bereithält.
Eines steht allerdings fest: Batman und Robin werden sich wiedersehen.
Herbie hat bereits angekündigt, dass er noch einmal auf dem Schaffhauser Deich vorbeischauen muss. Bis dahin dürfte sein Konto vermutlich noch etwas leichter geworden sein, während danfire weiterhin versucht, seine Reserven möglichst sinnvoll einzusetzen.
Vielleicht sollte man für diesen Besuch vorsorglich eine kleine Spendenbox am Spielfeldrand aufstellen.
„Für Batman – damit er sich den Rückflug leisten kann.“
Nouri könnte die passende Abdeckplane beisteuern, bora einen gebrauchten Rettungsring und danfire ein paar Öcher Printen als Reiseproviant.
Denn bei aller sportlichen Rivalität gilt schließlich weiterhin:
Im Rheinland hält man zusammen.
Und wenn Batman irgendwann tatsächlich ohne Geld, ohne Umhang und ohne funktionierenden Mähbie auf dem Schaffhauser Deich steht, wird Robin ihm selbstverständlich helfen.
Allerdings erst nach dem Abpfiff.
Und diesmal hoffentlich nicht wieder mit fünf Gegentoren. |
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29.10.2026 19:56 -
danfire -
FC Schaffhausen
(0.3 TK)
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🔥 3 |
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