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Spitzenreiter, Schmerz und späte Hysterie aber wieder auf Platz 1 – Nur für wie lange?
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Wer den schottischen Fußball liebt, der sucht nicht nach Perfektion. Er sucht nach dem großen Drama, nach kollektivem Wahnsinn und Momenten, in denen die Nerven blank liegen wie Starkstromleitungen im Orkan. Die jüngsten Spieltage an der Gorgie Road lieferten genau das in Reinform. Heart of Midlothian thront nach einer wilden Dreifach-Runde zwar wieder ganz oben an der Spitze – aber wer den Weg dorthin gesehen hat, weiß: Dieser Thron steht aktuell auf ziemlich wackeligem Fundament.
Den Auftakt machte ein Nachmittag, den man sich im roten Teil Edinburghs in Gold hätte rahmen lassen können. Zu Gast war der große Celtic FC Glasgow. Wer ein zähes Taktikgeplänkel erwartet hatte, rieb sich verwundert die Augen. Die Hearts spielten wie im Rausch: Nach Treffern in der 21. und 32. Minute war die Partie früh in geordnete Bahnen gelenkt, ehe kurz vor dem Abpfiff in der 89. Minute der 3:0-K.-o.-Schlag saß. Ein Statement-Sieg, der im ganzen Viertel für Freudenbier und heisere Kehlen sorgte.
Doch weil es im Fußball unter Brian Clough offenbar verboten ist, auch nur zwei Wochen lang normal zu bleiben, folgte prompt der tiefe Fall. Die Reise zu Inverness Caledonian Thistle FC endete in einem hemmungslosen Defensiv-Desaster. Schon zur Pause stand nach Toren in der |
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9., 37. und 40. Minute ein deprimierendes 0:3 auf der Anzeigetafel. Inverness spielte Katz und Maus mit den Schotten, legte im zweiten Durchgang nach (72., 83.), während das späte Ehrentor zum 1:4 in der 78. Minute sich anfühlte wie ein Pflaster auf einer Schusswunde. Ein 1:5, das im Nachbarkreis noch für schallendes Gelächter sorgte.
Wie antwortet eine Mannschaft, die gerade aus dem Stadion gefegt wurde? Richtig: Mit einem Match, das selbst Alfred Hitchcock fassungslos den Regenschirm aus der Hand hätte fallen lassen. Gegen den Aberdeen FC legten die Hearts die nächste dramatische Wende hin.
Gäste früh in Front (12.), schneller Ausgleich (21.), danach ein unerklärlicher Einbruch bis zum 1:3 in der 67. Minute. Die Partie schien gelaufen, der Frust aus Inverness drohte nachzuhallen. Doch dann zündete die Schlussphase des Wahnsinns: Erst der Anschlusstreffer zum 2:3 in der 78. Minute, nur drei Minuten später der umjubelte Ausgleich zum 3:3 (81.) – und als alle Beteiligten mit den Nerven am Ende waren, nagte der Ball in der 86. Minute zum 4:3-Siegtor im Netz!
Ein Spektakel der Ekstase, das die Hearts zwar direkt zurück auf Platz 1 spülte, aber die drängende Frage hinterlässt: Wie lange geht dieser Tanz auf dem Vulkan defensiv noch gut? |
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29.10.2026 19:11 -
Brian Clough -
Heart of Midlothian FC
(0.3 TK)
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