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Verschlossene Pyramidentür?
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Emanuel Ginobili hat in seiner langen Laufbahn schon vieles erlebt. Meisterschaften, Abstürze, überraschende Rückkehrer und vermutlich mehr Vertragsgespräche, als ein normaler Mensch ertragen könnte. Doch die aktuelle Saison scheint selbst den erfahrenen Argentinier zu testen. Nach einem unspektakulären 0:0 beim Tabellenletzten Mokawloon al-Arab meldete sich Al Ahly mit einem knappen 1:0 gegen Ghazl Al-Mehalla zurück. Kein Fußballfest, kein Torfestival, keine dramatische Pressekonferenz – lediglich drei Punkte und ein Trainer, dessen Gesichtsausdruck vermuten ließ, dass er gerade die Speisekarte studiert.
In der Tabelle steht Al Ahly nach 20 Spielen auf Rang sieben mit 31 Punkten. Gegenüber der Vorwoche bedeutet das einen Sprung um zwei Plätze nach vorn. Die Spitzengruppe ist allerdings eng zusammengerückt: El Mansoura führt mit 39 Punkten, dahinter liegt Ismaily mit 36. Zamalek, Ittihad Alexandria und Al-Masry folgen mit jeweils 33 Zählern. Al Ahly hat also noch einiges aufzuholen, ist aber längst nicht aus dem Rennen. Ginobili scheint seine Reserven lieber für später aufzubewahren. Vielleicht glaubt er, dass Tore wie guter Kaffee sind: Je länger man sie zurückhält, |
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desto stärker werden sie.
Der nächste Gegner heißt Al-Masry Port Said. Der amtierende Meister steht auf Rang fünf, hat ebenfalls 33 Punkte und wird Al Ahly kaum aus reiner Gastfreundschaft die Punkte überlassen. Für Ginobili ist das eine Gelegenheit, den Aufwärtstrend zu bestätigen und einem direkten Konkurrenten näherzukommen. Eine Woche später folgt das Heimspiel gegen Ismaily, derzeit Tabellenzweiter. Zwei Begegnungen, die den Weg nach oben erheblich verkürzen – oder die Mannschaft wieder in jene Tabellenregion zurückschicken könnten, in der man lieber nicht zu lange verweilt.
Und was sagt der Trainer selbst? Wie üblich wenig. Auf die Frage, ob die beiden kommenden Partien richtungsweisend seien, soll Ginobili lediglich genickt und erklärt haben: „Jedes Spiel ist wichtig. Manche Spiele sind nur etwas wichtiger als andere.“ Ein Satz, der so viel verrät wie eine verschlossene Pyramidentür. Doch vielleicht ist genau das Ginobilis Methode: Während die Konkurrenz redet, sammelt Al Ahly Punkte. Und sollte am Ende tatsächlich noch ein Angriff auf die Spitze gelingen, wird der Argentinier vermutlich behaupten, alles sei von Anfang an genau so geplant gewesen. |
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28.10.2026 09:27 -
Emanuel Ginobili -
Al Ahly Kairo
(0.3 TK)
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