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Railroad Blues
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Güterzug, brettert nächtens durchs innerste Innerasien, irgendwo zwischen Jeddah und Bishkek, vielleicht kurz vor Duschanbe, oder auch weit hinter Alma-Ata. Auf jeden Fall mit nur einem Ziel: Tashkent.
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Güterzugwaggon, versteckt zwischen Baumwollballen hängen einige Personen ab. Angespannte und zugleich ausgelassene Stimmung. Alkoholgeschwängerte Luft.
Jamal Bond: "mmmpf mmffff mmppffff"
Horst: "Darf ich nun Abwäscher in der Charoshi Phiki bleiben, du Hund?"
Elvijra: "Tashkent, my love, I'm coming !"
Oksana: "I'm coming, too !"
Hikaris Frau: "I'm coming, too-oo !"
Hikari: "Na dann sag ich mal: Schachmatt - was ein crazy Endspiel!"
Irgendwer: "Echt jetzt - muss |
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das sein? Hier, mitten in der Baumwolle? Nun dämpft sofort Eure Zigaretten wieder aus!"
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Lokomotivführerstand, im Radio spielt irgendein ein Roadmovie-Country-Hadern:
Bernd W. (hat aus Sicherheitsgründen seinen Live-Standort abgedreht und denkt bei sich): "How good having good friends..."
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Seidenstrasse, irgendwo an den Gleisen:
Typ in Reiterstiefeln und mit Taschenrechner in der Hand murmelt vor sich hin: "...dividiert durch Null komma acht...mal eins komma zwei...mh das sind dann...verdammt, geht sich wieder nicht aus..."
Als er den Güterzug vorbeibrettern sieht, vergisst er die Rechnerei, zählt stattdessen die Wagen und summt leise vor sich hin 'There's no stronger wind than the one that blows down a lonesome railroad line...'
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16.10.2026 09:24 -
Bernd W. -
Lokomotiv Tashkent
(0.3 TK)
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