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und sein Kännchen...
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In Tacna, irgendwo zwischen Staub, Stolz und einem Pisco-Sour, sitzt pepe33– der alte Trainerfuchs von Coronel Bolognesi – in seiner Lieblingskneipe Ecke Calle de Afligido Jirón Caylloma 125 Avenida Famagusta und betrachtet die Welt durch ein Teekännchen.
Nicht aus einer Karaffe. Nicht aus einem Glas. Aus einem Teekännchen.
„Ein echter Taktiker trinkt aus einem Teekännchen“, erklärt er jedem, der zuhört – und einigen, die es lieber nicht täten. „Denn der Tee muss atmen können. Genau wie mein Sturm.“
Dann bestellt er einen Pisco Sour, lässt ihn aber in besagtes Teekännchen füllen. Der Barkeeper hat längst aufgehört, Fragen zu stellen. Pepe33 hebt das Kännchen feierlich, prostet dem Spiegel zu, der ihm freundlich zurückprostet, und verkündet:
„Gegen Alianza Lima spielen wir auswärts. Also brauchen wir Mut, Disziplin und mindestens drei Spieler, die wissen, wo der Ball hingehört.“
Er kritzelt auf eine Serviette:
Auswärts bei Alianza Lima:
• Torwart: Der mit den größten Händen. Und den kleinsten Nerven.
• Abwehr: Vier Männer, die sich wie eine Familienfeier verhalten – eng, laut und schwer zu überwinden.
• Mittelfeld: Zwei Kämpfer, ein Denker und einer, der einfach schnell rennt, falls der Plan scheitert.
• Sturm: Ein Stürmer mit Hunger. Der andere bekommt auch einen Teller.
„Alianza hat |
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Qualität“, murmelt er in sein Teekännchen. „Aber wir haben Tacna. Und Tacna hat mich.“
Ein Gast am Tresen mit gelben Skistiefeln an nickt ehrfürchtig. Wahrscheinlich, weil er nicht weiß, was sonst tun.
Am nächsten Abend plant pepe33 das Heimspiel gegen Virgen de Chapi FC. Diesmal liegt die Serviette flach, das Teekännchen dampft – oder ist es der Pisco? Niemand wagt zu fragen.
Heimspiel gegen Virgen de Chapi FC:
• Angriff: Breit, mutig, unangenehm wie ein Moskito im Schlafzimmer.
• Mittelfeld: Kontrolle, Geduld, ein bisschen Zauberei.
• Abwehr: Aufmerksam bleiben – auch wenn der Gegner „Virgen de Chapi“ heißt und deshalb vielleicht höflicher spielt als erwartet.
• Einwechselung: Der junge Flügelspieler. Er hat Beine wie ein Gummiband und noch keine Angst vor Trainern.
„Zu Hause“, sagt pepe33 feierlich, „sind wir nicht nur eine Mannschaft. Wir sind ein Erdbeben mit Trikot.“
Dann trinkt er einen Schluck aus dem Teekännchen, schließt seine Augen, öffnet dann eins und fügt hinzu:
„Und wenn wir gewinnen, gibt es Pisco Sour. Wenn wir verlieren … auch. Aber dann trinke ich ihn langsamer.“
Die Kneipe lacht. Der Barkeeper füllt das Teekännchen nach. Und irgendwo in Tacna beginnt Coronel Bolognesi bereits, sich auf zwei Spiele vorzubereiten, die hoffentlich genauso unvergesslich werden wie der Mann mit dem ungewöhnlichsten Taktikzimmer der Stadt. |
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06.10.2026 10:58 -
pepe33 -
Coronel Bolognesi
(0.3 TK)
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