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Cling Wrap
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Es gibt Dinge, die man erst versteht, wenn man Australien besucht. Kängurus. 25 Kilometer zum nächsten Briefkasten. Und Cling Wrap. Schön wäre, die Trainerkollegen würden sich mit Kultur, statt profaner Litanei beschäftigen. Ein Exkurs
In der Schweiz zieht man die Frischhaltefolie nach oben. Eine kleine, klare Bewegung: greifen, hochziehen, abreissen. Zack. Ordnung. Präzision. No fuzz!
In Australien hingegen zieht man die Folie nach unten. Warum? Weil es offenbar keinen Grund gibt, etwas so zu machen wie die Schweizer, wenn man es auch anders machen kann.
Man steht also vor der Packung, zieht die Folie nach unten, kämpft kurz mit der Physik und fragt sich irgendwann: Habe ich gerade einen Küchengegenstand bedient oder eine australische Trainerkarriere gestartet?
Denn auch bei den Trainern scheint das Prinzip zu gelten: Es muss nicht falsch sein. Es darf nur nicht zu eindeutig richtig sein. Der australische Trainer – ausgenommen unser aller Weltklassetrainer |
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natürlich – steht vor seiner Mannschaft wie vor einer Rolle Cling Wrap . Er weiss ungefähr, was zu tun wäre. Aber die entscheidende Bewegung erfolgt in die andere Richtung.
Taktik? Ein bisschen nach unten ziehen. Motivation? Kurz festhalten. Spielplan? Irgendwo klebt er an der falschen Seite der Verpackung.
Und wenn es nicht funktioniert, liegt es natürlich nicht am System. Vielleicht war die Folie zu dünn. Vielleicht der Wind. Vielleicht die Mondphase. Vielleicht hat jemand vergessen, die gezackte Kante zu benutzen.
Das Geniale daran: Mittelmässigkeit wird dadurch nicht schlechter, sondern erstaunlich langlebig. Sie klebt.
Man könnte natürlich einfach die Verpackung ändern. Einen Trainer holen, der die Mannschaft nach oben zieht. Einen, der nicht erst im dritten Versuch herausfindet, wo die Schneidkante ist.
Aber nein. Wir sind in Australien.
Hier zieht man Cling Wrapnach unten, schaut kurz ratlos auf die Rolle und sagt: She’ll be right! |
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18.09.2026 09:38 -
Don Hernàn -
Marconi Stallions FC
(0.3 TK)
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