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COPA NEWS

Der Mähbie lernt Geometrie – Schaffhausen offenbar auch
Es ist schon erstaunlich, was ein einziger ZAT in der Schweizer Super League alles verändern kann.

Vor einer Woche war der FC Schaffhausen noch eine Mannschaft, die auswärts offenbar regelmäßig die Orientierung verlor. Jetzt ist man auf Platz 8 angekommen. Und plötzlich sieht die Welt ganz anders aus.

3:0 gegen La Chaux-de-Fonds.
2:3 in Sion.
3:2 gegen Zürich.

Zwei Siege, eine knappe Niederlage – und insgesamt sieben Tore.
Man könnte fast sagen:
Schaffhausen hat den richtigen Gang gefunden. Oder zumindest den Rückwärtsgang ausgeschaltet.

Passend dazu meldet sich Herbie aus Basel. Der e-Mähbie-53 habe beim ersten großen Einsatz offenbar gewisse Schwierigkeiten mit der Geometrie des Geländes gehabt. Kein Grund zur Sorge, meint Herbie. Es gibt ein Update. Künftig soll der Mähbie optische Ungereimtheiten erkennen und umgehen können. Eine sehr vernünftige Entscheidung. Denn wenn man sich die Ergebnisse dieses ZAT anschaut, könnte man meinen, auch danfire habe ein ähnliches Update bekommen.
Vorher: 0:3.
Jetzt: 3:0.
Vorher: 0:5.
Jetzt: 3:2.
Vielleicht hat Schaffhausen ebenfalls ein Software-Update installiert.
Version:
danfire 3.0 – Geometrie des gegnerischen Tores erkannt.

Gegen La Chaux-de-Fonds war jedenfalls ziemlich schnell klar, wer auf dem Platz die besseren Orientierungssysteme hatte. 3:0.
Keine Diskussion.
Keine Schwimmreifen.
Keine Poolnudeln.
Keine Trillerpfeife.

Und vor allem:
keine Öcher Printen notwendig.

Die Bodenhaftung war offenbar bereits vorhanden. Vielleicht hätte Herbie den Mähbie einfach vorher nach Schaffhausen schicken sollen. Dort hätte er vermutlich gelernt, dass ein Rasen nicht zwingend getrocknet werden muss, wenn die Mannschaft selbst wieder ordentlich läuft.

Dann kam Sion. Ausgerechnet beim Wintersportgiganten vom FC Sion wurde es anschließend komplizierter. 3:2 für Sion. Knapp verloren. Aber immerhin zwei Tore geschossen.

Und damit dürfte zumindest eine Erkenntnis feststehen:
Schaffhausen kann auch auswärts Tore schießen. Das ist ein wichtiger Fortschritt.

Ob Nouri darüber bereits eine wissenschaftliche Untersuchung des Rollrasens vorbereitet, ist allerdings nicht bekannt. Vermutlich misst er zunächst die Feuchtigkeit. Danach die Schnitthöhe. Dann die Bodenstruktur.
Und irgendwann fragt er sich, ob die Niederlage vielleicht im sechsten Gang passiert ist.

Dann aber das Highlight:
FC Schaffhausen 3:2 FC Zürich.
Herbie dürfte das mit besonderem Interesse registriert haben. Denn während sein Mähbie beim Meister in St. Gallen noch mit den örtlichen

Gegebenheiten kämpft, hat Schaffhausen inzwischen offenbar gelernt, wie man mit Zürcher Gelände umgeht. Vielleicht braucht man dafür gar keine künstliche Intelligenz. Vielleicht reicht einfach ein Trainer.

Oder – noch wahrscheinlicher – ein Stück Öcher Printen in der Kabine.

Herbie hatte ja bereits festgestellt, dass die Printen keinen erkennbaren „Mäh“rwert besitzen. Torrwert dagegen offenbar schon.

bora milutinovic hatte sich derweil ebenfalls auf seinen nächsten Einsatz vorbereitet.
Der Mähbie sollte kommen. Also wurde der Rasen zum Freibad. Badeenten wurden aufgestellt. Eckfahnen bekamen Schwimmwesten. Der Elfmeterpunkt wurde verschoben. Der Strafraum mit Kokos-Sonnenöl behandelt. Und der Anstoßkreis zum Nichtschwimmerbecken erklärt.

Der Mähbie drehte drei Ehrenrunden und mähte anschließend den Parkplatz.
Man kann also festhalten:
Der Mähbie hat noch gewisse Entwicklungsreserven.
Herbie dürfte das natürlich anders sehen. Schließlich bekommt er jetzt ein Software-Update. Vielleicht wird die nächste Version dann auch mit einem Navigationssystem ausgestattet:
„Bitte wenden. Sie befinden sich auf einem Parkplatz.“

Besonders schön ist allerdings Herbies Blick auf die Liga. Zürich, St. Gallen und Basel kämpfen international weiter. Luzern ist bereits raus. Und die Schweizer Super League wächst.

Nur Österreich ist noch eine Nummer zu groß. Herbie spricht vom kleinen Goliath mit der kleinen Schleuder. Das ist ambitioniert. Aber vielleicht sollte man in Basel, Zürich und St. Gallen zunächst einmal den Mähbie fertig programmieren. Denn bevor man den großen Nachbarn mit der Schleuder angreift, sollte man zumindest wissen, wo das eigene Tor steht.

Schaffhausen scheint das inzwischen wieder zu wissen.
Und danfire? Der dürfte sich nach diesem ZAT jedenfalls entspannt zurücklehnen. Platz 8. Sieben Tore erzielt. Sechs Punkte geholt. Und aus den letzten drei Spielen nur eine Niederlage.

Vor allem aber ist Schaffhausen wieder eine Mannschaft, über die man schreiben kann, ohne jedes Mal eine Erklärung über Wasser, Rasen, Schwimmabzeichen oder defekte Software zu benötigen.

Wobei ...Ein bisschen davon gehört inzwischen einfach zur Schweizer Fußballkultur.
Herbie baut den Mähbie.
Nouri schützt den Rollrasen.
bora schützt den Rasen vor dem Mähbie.

Und danfire?
Der macht inzwischen einfach Tore.
Vielleicht ist das ja die einfachste Software von allen.
Version 3.2: Ball ins Tor. Keine Geometrieanalyse nötig. Keine Sonnencreme. Kein Swimmingpool. Und auch kein sechster Gang. Nur drei Punkte.
17.09.2026 20:16 - danfire - FC Schaffhausen (0.3 TK)
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