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Birmingham City vs. Aston Villa: Ein Debakel, das man nicht mal seinem ärgsten Feind auf Video zeigen würde
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Es gibt Tage, da verliert man gegen den Erzrivalen. Und dann gibt es Tage, da präsentiert man sich auf dem Platz wie eine Gruppe von Touristen, die zum ersten Mal eine Sportart namens "Fußball" im Fernsehen gesehen hat und nun versucht, die Regeln durch bloßes Ausprobieren zu verstehen.
Schon nach fünf Minuten war klar, dass Aston Villa heute keine Lust auf Gegenwehr hatte. Die Defensivreihe der Gäste wirkte phasenweise so orientierungslos wie ein Navigationsgerät im Funkloch. Birmingham City musste sich kaum anstrengen; sie mussten den Ball lediglich in Richtung des Villa-Tores schubsen, und die Gäste öffneten ihre Reihen bereitwillig wie eine automatische Schiebetür im Supermarkt.
Beim 1:0 war der Torschütze so frei, dass er noch Zeit gehabt hätte, eine Postkarte an seine Großmutter zu schreiben und sie vor dem Abschluss persönlich einzuwerfen. Das 2:0 kurz vor der Pause war dann die logische Konsequenz einer Taktik, die man am besten als "Wir schauen mal, was passiert" beschreiben könnte – Spoiler: Es passierte der Ball im Netz.
Nach der Halbzeit wurde es fast |
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schon tragisch. Dass der Trainer von Aston Villa nicht bereits in der 46. Minute die weiße Flagge schwenkte und das Team eigenhändig in den Bus zurückbegleitete, grenzt an ein Wunder der Geduld. Birmingham nutzte die allgemeine Apathie der Gäste für zwei weitere Treffer, die so unspektakulär waren, dass selbst die Anzeigetafel vor Mitleid kaum zuckte.
Das 4:0 war schließlich die Vollendung eines Nachmittags, an dem Aston Villa den Begriff "Statistenrolle" auf ein völlig neues Level hob. Man hatte fast den Eindruck, die Spieler in den violetten Trikots seien nur anwesend gewesen, um zu prüfen, ob der Rasen im Stadion von Birmingham City auch wirklich ordnungsgemäß kurz gehalten wird.
Für den neutralen Zuschauer war es das perfekte Spiel, wenn man Schadenfreude als Hobby pflegt. Für jeden Fan von Aston Villa hingegen war es ein 90-minütiges Argument dafür, vielleicht doch lieber mit dem Stricken oder dem Briefmarkensammeln anzufangen. Fußball ist manchmal ein grausames Spiel – aber heute war es einfach nur eine Hinrichtung, bei der der Henker vergaß, die Maske aufzusetzen. |
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15.06.2026 17:32 -
Udo Röbenack -
Birmingham City
(0.3 TK)
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