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Zwischen K-League und K-Pop
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SEONGNAM Hanspeter Latours Auftakt in sein neues Trainerabenteuer in Südkorea bei Seongnam Ilhwa Chunma – ein Name, den sich wohl nur die wenigsten merken, geschweige denn fehlerfrei aussprechen können – fällt insgesamt ordentlich aus: einem 2:0-Heimsieg gegen Jeonbuk Hyundai Motors (ein Klubname wie ein Firmenkonglomerat auf Betriebsausflug) steht eine 0:2-Auswärtsniederlage beim Daegu FC gegenüber.
Für Latour ist Südkorea bereits die vierte Trainerstation in Asien. Seine Laufbahn auf dem Kontinent begann einst bei den Marconi-Fairfield Stallions, die heute – warum auch immer – unter dem Namen Canberra City SC firmieren. Nach einer Pause zog es ihn nach Saudi-Arabien, und zwar zu einer Zeit, als dies noch nicht als besonders „angesagt“ galt (wobei sich auch das inzwischen relativiert hat). Bei Al-Nasr Riyadh feierte er zwei |
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Meistertitel.
Es folgte ein Engagement in Japan bei Júbilo Iwata, wo er den Klub in seiner zweiten Saison zurück in die J-League führte. Nach einer längeren Phase der Selbstfindung kehrte Latour später in die Schweiz zurück, bevor er in Singapur bei den Tampines Rovers FC einen Neustart versuchte. Aufgrund der langen COPA-Pause blieb dieses Kapitel jedoch auf eine Saison beschränkt.
Nun also Südkorea. Derzeit scheint sich Latour mit Land und Leuten anzufreunden. Der als Lebemann und Playboy bekannte Trainer zeigt dabei offenbar auch Interesse an der lokalen Popkultur – insbesondere K-Pop-Girlgroups sollen es ihm angetan haben. Es dürfte spannend werden, wie sich sein ausschweifender Lebensstil mit den eher konservativ-religiösen Ansichten der Klubbesitzer von Seongnam Ilhwa Chunma vereinbaren lässt. Für Gesprächsstoff ist jedenfalls gesorgt. |
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19.04.2026 22:32 -
Hanspeter Latour -
Seongnam Ilhwa Chunma
(0.3 TK)
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