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Zamalek News (Nr. II) – Die Kunst des Nichtssagens
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KAIRO Pressekonferenz beim Zamalek SC: Trainer Marco van Basten stellt sich nach dem äusserst dürftigen Saisonauftakt – einer 0:2-Auswärtsniederlage gegen Wadi Degla FC – den ägyptischen Sportjournalisten. Der Niederländer scheint jedoch wenig Interesse daran zu haben, sich zu erklären, und spricht stattdessen lieber über seine Afrikareise, die er während der mehr als zehnjährigen COPA-Pause unternommen hat.
Reporter I: «Mister van Basten, der Auftakt Ihrer Mannschaft war sehr bescheiden. Wie erklären Sie sich diesen pomadigen Auftritt?»
Van Basten: «Ja, ja, etwas pomadig – aber das kommt schon. Wissen Sie, was nicht pomadig ist? Die Viktoriafälle! Wie dort das Wasser diesen tosenden Nebel erzeugt – das erinnert mich fast ein wenig an unsere Fans!»
Reporter II: «Ein gutes Argument – die Fans. Wie wollen Sie diese wieder in Ekstase versetzen? Wie bringen Sie die Mannschaft von Zamalek wieder nach vorn?»
Van Basten, sichtlich abwesend: «Ja, |
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ja… Auch die Serengeti war fantastisch. Diese „Great Migration“ von Gnus und Zebras durch die Savanne – fast wie in den guten Zeiten, als unsere Flügelspieler quer über den Platz gerannt sind, von Strafraum zu Strafraum.»
Reporter I, bereits deutlich genervt: «Genau dieses Feuer – wie wollen Sie es in der Mannschaft wieder entfachen?»
Van Basten: «Apropos Feuer: Der Ngorongoro-Krater – dort muss auch einmal ein ordentliches Feuer gelodert haben…»
Reporter I, unterbricht ihn: «Glauben Sie an einen Turnaround? Wo steht die Mannschaft in ein paar Wochen? Können sich die Fans Hoffnung machen?»
Van Basten: «Gestanden? Ja – als ich auf dem Kilimandscharo gestanden habe, konnte ich fast bis in meine niederländische Heimat sehen. Sehr beeindruckend, sollten Sie auch einmal besuchen. Aber genug geplaudert für heute – ich muss jetzt los.»
Reporter I & II, völlig entnervt: «Aber Sie haben keine unserer Fragen beantwortet…» |
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19.04.2026 21:55 -
Marco Van Basten -
Zamalek SC
(0.3 TK)
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