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Was der Stolz mit Fukushina zu tun hat
Der Stolz der Japaner ist wohl so unendlich groß, dass er die Wahrnehmung derjenigen trübt, die die Entscheidungen rund um die zerstörten Reaktoren von Fukushima zu treffen haben. Ansonsten lässt sich nicht erklären, was seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima passiert ist: Eine lange Kette von Pannen, die auch nach mehr als zwei Jahren nicht aufhört. Dabei hat die internationale Staatengemeinschaft angeboten, Experten zu schicken, die bei der Stabilisierung der Situation helfen. Aber die Angebote wurden nicht angenommen. Wieso auch, man hat doch alles im Griff. Bis heute haben weder die Regierung noch Tepco als Betreiber der Kernkraftwerke von Fukushima

zugegeben, dass es in den Reaktorblöcken 1 bis 3 zu Kernschmelzen kam. Die Brennstäbe werden fortlaufend gekühlt, nur wohin mit dem radioaktiv verseuchten Wasser? Es wird in provisorisch zusammengenietete Behälter aufbewahrt. Doch die Kapazitäten gehen zu neige. Die Tanks lecken, so dass das kontaminierte Wasser in das Erdreich sickert. Und wenn das nicht der Grund ist, dann bringen starke Regenfälle die Tanks zum Überlaufen. Auch ins Meer haben sich schon Tausende von Litern ergossen - ein Arbeiter hat versehentlich ein Schlauch abmontiert. Nennt man das Krisenmanagement? Unfähigkeit ist das richtige Wort. Doch der Stolz steht den Japanern weiter im Weg.
03.11.2013 23:03 - Christian J. Schmidt - Kataller Toyama (0.3 TK)


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