Auf den ersten Blick ist das von Danubio-Trainer Roesamäe in dieser Woche erneut prophezeite Herzschlag-(Viertel-)Finale in Gruppe B der Copa Libertadores nicht auszumachen. Viel eher droht ein solches Foto-Finish den peruanischen, uruguayischen und US-amerikanischen Kontrahenten in der parallel getroffenen Entscheidung über die anderen beiden Halbfinalplätze.
Doch die Messe ist für die Franja vor den abschließenden Partien gegen Londrina und Montreal noch lange nicht gelesen, der Einzug unter die besten vier Mannschaften des Kontinents bei weitem nicht perfekt. Denn auch wenn vergangene Woche das
Aufeinandertreffen der gefühlten Verlierer des ersten ZATs keine Entscheidung gebracht hat, so manövrierte das zeitgleiche Debakel der Brasilianer gegen die Nordamerikaner auch die beinahe schon abgeschlagenen Chilenen von Osorno in eine Position, in der noch Hoffnung auf das Weiterkommen besteht.
Der amtierende Meister der uruguayischen Primera sieht sich in seinen ausstehenden Spielen, auch in Hinblick auf die möglicherweise bevorstehende K.O.-Runde also noch einmal vor eine strategische Herausforderung gestellt. Nichts weniger als eine Entscheidung über das Torverhältnis schwebt drohend über den Teams von Danubio und Osorno.