Sie kommt in internationalen Gruppenspielen häufiger vor als abgeschriebene Textpassagen in so mancher Promotion: die Heim-6
Der Vorteil der Heim-6:
Punktverluste in Heimspielen sind fast ausgeschlossen. Für Mannschaften die Auswärtstore setzen bedeutet dies häufig das Ausscheiden wenn sie einer Heim-6 begegnen.
Der Heim-6-Manager hofft auf ein Weiterkommen mit besserer Tordifferenz als sein(e) Konkurrent(en).
Gerade in 6er-Gruppen mit vier Plätzen für die nächste Runde eine erfolgversprechende Taktik.
Der Nachteil der Heim-6:
In 4er-Gruppen scheiden bei 9 Punkten pro Team die beiden Mannschaften aus, die die schlechteste Tordifferenz
aufweisen - und die Tordifferenz kann der Manager kaum beeinflussen. Bei der Heim-6-Lotterie ist ein Tordifferenz-Ausscheiden immer möglich
oder
man läuft (praktisch immer beim letzten ZAT) in seinem Heimspiel auf das TK-Monster auf. Der dann folgenden Auswärts-6 hat man dann nichts mehr entgegenzusetzen, weil man im eigenen Auswärtsspiel wiederum auf eine Heim-6 des Gegners trifft.
Die Gruppe A der zweiten Gruppenphase der Copa Libertadores ist so eine Heim-6-Gruppe. Fünf mal 6:0, einmal 5:0 - nur die peruanischen Sport Boys setzen eine 2 und eine 1: Mit Erfolg!
Die erstmalige Teilnahme am Halbfinale der Copa Libertadores ist den Sport Boys aus Callao nicht mehr zu nehmen!