Oder: Ein Tanz auf dünnem Eis. Silvan Leibnits, seines Zeichen Trainer eines ägyptischen Premier League-Vereins und der Nationalmannschaft, ist zur Zeit ein viel beschäftigter und ebenso gefragter Mann. Schließlich beansprucht ihn nicht nur das Fußball-Tagesgeschäft in Nordafrika, sondern vor allem die ehrenvolle Aufgabe mit zwei werten Kollegen die Pharaonen bei der 7. Copa-WM in Namibia zu einem gebührenden Erfolg zu führen. Nicht zuletzt ist sein Team El Gouna FC auch noch einigermaßen hoffnungsfroh im Confederation Cup vertreten und so
verbringt der Keksbaron bald die Hälfte der Woche im Flieger.
Am heutigen Abend wird er denn auch in Sambia erwartet, wo gegen den Nkwazi FC der Einzug ins Pokalviertelfinale auf dem Spiel steht. Allzu siegesgewiss möchte sich der noch von der 0:3-Auftaktschlappe Ägyptens bei der WM-Endrunde gebeutelte Leibnits nicht gebärden: Wie immer bei solchen Situationen in den hoch brisanten Gruppenphasen bilden die sicher qualifizierten bzw. ausgeschiedenen Teams das Zünglein an der Waage. In Gouna hofft man letztlich nur auf den Ausschlag zu seinen eigenen Gunsten.