Na der Auslosung der Halbfinals der Champions League schlugen die medialen Wellen wieder hoch. Aus Basel mit Herbie gegen Wiener Neustadt mit derwahreroi wurde schnell Schweiz gegen Österreich.
Der Trainer von Wiener Neustadt freut sich auf dieses Duell. Am Rande des Trainings stand er der Presse kurz für Fragen zur Verfügung und zeigte sich erst einmal erleichtert, dass sich seine Mannschaft ins Halbfinale gezittert hat. Gegen Nantes war auch eine Menge Glück dabei. Er hofft aber, dass noch etwas Glück übrig ist, denn das wird man gegen Basel sicherlich auch brauchen. Basel ist aktuell eine Topmannschaft mit einem sehr erfahrenen Trainer. Derwahreroi fuhr fort: Wir standen letztes Jahr im Halbfinale und sind ausgeschieden. Dieses Jahr stehen wir wieder im Halbfinale und wollen einen Schritt weitergehen.
Doch dem Trainer von Wiener Neustadt war es auch wichtig zu betonen, dass ihm der ganze Wirbel der letzten Wochen zum Thema Österreich gegen Schweiz zu viel ist.
Zum Fußball gehört zwar
auch Rivalität und Emotionen, aber die will er von seinen Spielern während der 90 Minuten auf dem Platz sehen und von Fans auf den Tribünen hören. Für ihn sollte der Fußball als Möglichkeit zum Verbinden von Menschen gesehen werden und nicht zum Trennen.
Derwahreroi hat sich beim abschließenden Zitat nach eigenen Angaben der Worte eines befreundeten Trainerkollegen aus Australien bedient: Nicht zu verzeihen wirkt wie ein rotes Kleidungsstück, das deine Weißwäsche dauerhaft rosa verfärbt. Ein rotes Wäschestück rutscht meist unbeabsichtigt in die Weißwäsche und verrichtet dort seinen Schaden. Hingegen entscheiden wir uns ganz bewusst, eine negative Erfahrung immer wieder vor unserem inneren Auge ablaufen zu lassen. Wir reden uns ein, dass die Sache unverzeihbar sei und nicht vergessen werden dürfte. Dabei übersehen wir, dass sie unsere Stimmung generell dunkel einfärbt. Verzeihen dagegen wirkt wie ein Bleichmittel und Stimmungsaufheller.