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Es wird nicht besser
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Beim AZ Alkmaar entwickelt sich die Saison endgültig zu einer emotionalen Achterbahnfahrt ohne Sicherheitsbügel. Die letzten drei Spieltage lieferten erneut alles, was Fans gleichzeitig lieben und verfluchen: knappe Niederlagen, überraschende Momente und das konstante Gefühl, dass dieses Team entweder kurz vor dem Durchbruch oder kurz vor dem Nervenzusammenbruch steht.
Den Anfang machte eine schmerzhafte 2:3-Niederlage bei PEC Zwolle. AZ zeigte offensiv durchaus Qualität, verteidigte allerdings zeitweise so großzügig, dass man fast Eintritt hätte verlangen können. Besonders bitter: Die Mannschaft war eigentlich gut im Spiel, schaffte es aber erneut nicht, sich für den Aufwand zu belohnen. Oder anders gesagt: Vorne bemüht, hinten abenteuerlustig.
Danach wartete ausgerechnet der Tabellenführer aus NEC Nijmegen – und plötzlich zeigte AZ eines seiner besten Saisonspiele. Mit großem Kampf, Leidenschaft und |
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überraschend stabiler Defensive erkämpfte sich der Aufsteiger ein starkes 2:2. Viele Experten rieben sich verwundert die Augen: Gegen schwächere Teams wackelt AZ wie ein Einkaufswagen mit kaputtem Rad, gegen den Spitzenreiter spielt man plötzlich wie ein Europapokal-Kandidat.
Zum Abschluss ging es nach Arnheim zu Vitesse. Dort setzte es eine knappe 0:1-Niederlage in einem Spiel, das vor allem eines bewies: Fußball kann manchmal auch ein sehr kompliziertes Hobby sein. AZ hielt ordentlich dagegen, ließ defensiv wenig zu, schaffte offensiv aber erneut zu selten den entscheidenden Punch.
Nach neun Spieltagen bleibt das Gesamtbild damit herrlich chaotisch. AZ Alkmaar punktet selten konstant, liefert aber Woche für Woche Stoff für Diskussionen, Herzrasen und spontane Stimmungsschwankungen. Neutralen Zuschauern gefällt das vermutlich hervorragend – die eigenen Fans denken inzwischen wahrscheinlich über Baldrian als offiziellen Vereinssponsor nach. |
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15.05.2026 16:35 -
Alejandro80 -
AZ Alkmaar
(0.3 TK)
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